Fußbodenaufbau im Erdbereich - nicht unterkellert, nicht betoniert

15.08.2010



Hallo,
habe mir so ziemlich alle Fragen/Antworten durchgelesen und
bin mir jetzt ziemlich sicher, hätte aber gerne eine 2.Meinung. Ich habe ein sehr altes Haus, ist aber nicht feucht. Mein Fehler war ich habe meinen Parkettboden versiegelt! aber gleich 2x. Folge: Boden ist feucht geworden und verschimmelt. Habe alles entfertn bis inklusive der Sand+Stein Schüttung. Aber alles wirklich total trocken. Ich möchte keinen Estrich in das alte Haus wegen der Seitenmauern. Kenne die Fachausdrücke nicht bitte um Rücksicht. Lege 5/7 Staffeln 5 Stück quer direkt ins Erdreich. Diese fixiere ich mit Trockenbeton nur jeweils am Rande reindrücken damit sie nicht verutschen.
Von der Folie bin ich abgekommen, da alles trocken ist. Bei der Schüttung wollte ich Leca = Liapor = Blähbeton gebrochen (ist lt. meiner Nachforschung alles ein Produkt ?)Ich finde aber nirgends ob Leca auch nicht Ungeziffer anzieht wie Perlite ? Es gibt keine Leitungen, Kabeln sonstiges. Darüber kommen Holzspannplatten für Feuchtraum mit versenkbaren Schrauben von Knauf befestigt, Schalltrittdämmung und darauf der Boden.Kann ich nun auch einen Laminat darauf geben oder muss es ein geölter Boden sein ? Bitte um eine fachmännische Auskunft. Leider kenne ich die Fachausdrücke nicht und schreibe hier wie ich vorgehen werde. Danke!





Entweder sie sperren den Boden gegen Feuchtigkeit ab, oder Sie entscheiden sich für einen komplett diffusionsoffenen Aufbau.


Grüße aus Schönebeck





Genau, aber Laminat hat einen immens hohen Diffusionswiderstand; Folge: dadrunter schimmelt es bestimmt.

Mein Lösungsvorschlag: Noppenfolie (fürs Betonieren) als unterste Lage, dann Schaumglasschotter, dann Betonierfolie, schließlich Grundbalken, Traglatte und neue Dielen, fertig, trocken und warm.

Grüße





Danke für die Bestätigung mit dem Laminatboden.
Muss mich über den diffusionsoffenen Aufbau noch etwas
mehr informieren, da habe ich noch einen denkfehler.

Dank und Gruß aus Österreich





Mein Aufbau:
40 cm auskoffern, 15 cm Rollschotter auf den Untergrund, An der Wand ein Streifenfundament, darauf tragende Balken aus Lärche.
Unter den Balken und zwischen den Balken Blähton, auf den Balken 4 cm Holzboden Nut/Feder Fichte. Ölen und fertig.
Das Holz hält seit Jahren und die Wände bleiben auch trocken.



Fußbodenaufbau



Was ist Rollschotter?
Ich kenne nur Rollkies (Ausfallkörnung, runde Körner)
oder Schotter, gebrochener Fels.
Meinen Sie Terrassenschotter nach DIN 18196?
Warum gerade dieser "Rollschotter"
Wieso nicht irgendein nicht bindiges, kapillarbrechendes Gemisch?
Warum 40 cm tief auskoffern?
Was passiert, wenn dabei die Fundamentunterkanten freigelegt werden?
Wozu überhaupt und gerade so tief auskoffern?
Würden 20 cm nicht auch reichen?
Als tragender Unterbau für den Fußboden ist dieser Riesenaufbau unnötig, da der Fußboden auf Balken liegt, die wiederum auf Streifenfundamenten liegen.
Quasi eine Holzbalkendecke über dem Boden.
Nicht gerade billig, das Ganze.

Viele Grüße





Rollschotter= Rollkies (Österreich :-))
Rollschotter ist kapillarbrechend, bindiges, kapillarbrechendes Gemisch kenne ich nicht. Und die Feuchtigkeit soll ja durch den Rollschotter durchdiffundieren.
40 cm tief auskoffern damit ich noch den Blähton als Isolierung habe. Stattdessen könnte man auch Schaumglas nehmen, aber das ist wesentlich teurer.



Rollschotter



Ich schrieb von "nicht bindigem, kapillarbrechendem Gemisch".
Das wäre z.B. Kies oder Kiessand, also weit, eng oder intermittierend gestufte Kiese und Kies-Sandgemische.
Halt Allerweltszeug aus der Kiesgrube des Vertrauens.
Warum 40 cm?
Warum dieser teure unnötige Deckenaufbau über dem Erdreich?
Haben Sie mal über Alternativen nachgedacht, z.B. Lösungen, die im Bauwesen lange üblich sind und tausendfach eingesetzt werden?

Viele Grüße



Frage zu Antwort Hrn. Arch. Beckmann



Ich hätte nachstehend noch zwei Fragen, diese Ausdrücke verstehe ich nicht:

Grundbalken = ? sind das zB Staffeln oder Pfosten auf diesen wird die Spannplatte befestigt.

Traglatte = ?

bis zu der Betonierfolie ist mir alles klar, aber danach verstehe ich den weiteren
Aufbau nicht.
Ich kenne nur zB nach der Betonierfolie: 5/8cm Staffeln Zwischenräume mit Leca
ausfüllen und darauf die Spannblatte.

Ich denke Sie meinen das aber anders.
Für eine Antwort die ein totaler nicht Fachmann versteht danke ich Ihnen.

Grüße von
Andrea



Fußbodenaufbau



Was mich noch wundert:
warum wollen Sie gebrochenes Liapor, also extrem wasserhaltendes und -speicherndes Material als Schüttung verwenden?

Viele Grüße



keine Spanplatten



Ich würde auch auf die Spanplatten verzichten, da auch sie zu "dicht" sind (ganz zu schweigen vom Laminat).
Ich habe auch ca. 40cm ausgekoffert. Dann Rollkies 16/32 (braucht nicht verdichtet zu werden), darauf 10/10 Lärchenbalken und dann 38mm Fichtenschalung. Die Oberfläche habe ich geölt.
Wir haben bewusst auf die Dämmung verzichtet, und was soll ich sagen. Wir haben es auch in diesem harten Winter (und die Winter im Allgäu sind wirklich saukalt ;-)) noch kein einiges mal bereut. Das Holz dämmt sehr gut und wir sind mitten im Winter auf dem Fussboden gesessen ohne einen kalten A... zu bekommen.
Egal was alle sagen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Aufbau.

Grüße aus dem Allgäu





Hallo Christian, Bei dir also an der Wand kein Streifenfundament? Liegen die Balken direkt auf dem Kies?
Bei feuchten Waenden, wuerde sich so ein Fundament nuetzen, und gleich die Moeglichkeit geben fuer eine extra Luftschicht?
Moechte gerne Bilder meiner Kueche anhaengen, die kommen vielleicht spaeter, nach dem Eintritt/einloggen.