Trittschalldämmung bei Dielen

25.07.2005



Hallo allerseits

Ich will auf die Balken in Küche und Esszimmer neue Dielen verlegen. Da wir diese Räume vermieten werden und selbst im unteren Geschoss wohnen, wäre eine Trittschalldämmung angesagt.
Wie kann ich das am einfachsten lösen?
Habe mir folgenden Aufbau gedacht: Auf die Balken ein Band Neopren (habe mal gehört, dies sei trittschalldämmend, welche Dicke??), darauf Leisten (40x60mm)legen und auf diese die Dielung verschrauben. Also eine schwimmende Verlegung.
Von unten sollen die Balken sichtbar sein, dazwischen Gipsplatten. Eine Wärmeisolation braucht es nicht, kann man aber auch etwas dazwischenlegen, um den Schall zu absorbieren?
Hat das schon mal jemand gemacht?
Was für andere Möglichkeiten gibt es?

Grüsse aus der Schweiz

Marc



die halbe Miete



Eine Trittscahlldämmung braucht zwei Sachen:
1. schallschluckende Masse
2. entkoppelter Aufbau

Punkt zwei wird erfüllt, obwohl Neopren nicht unbedingt notwendig ist. Es tut eigentlich jede Art von Filzstreifen, ca. 1 cm Stark.
Das reicht jedoch nicht aus, du wirst dennoch jedes Wort und jeden Schritt von oben hören. Es fehlt eine massereiche Schüttung zwischen den Balken, die die Schwingungen dämpft und dem Durchgang des Luftschalles verhindert.
Mal die suchrfunktion hier benutzen, es wurden im Forum schon zahlreiche Varianten diskutiert...



Massereiche Schüttung....



....gefällt mir eben gar nicht, da ich nicht übertrieben viel Masse an die Balken hängen möchte. Habe davon schon einiges im Forum gelesen.
Naja, sonst müssen wir halt Gehörstöpsel nehmen beim schlafen gehen...

Danke für die rasche Antwort.

Marc



Probiers mal mit Schilf



Ich schließe mich Herrn Puruckherr an. Die Schallschluckende Masse kann man z.B. über Schilfdämmplatten oder Leichtlehmschüttung erreichen. Um die Tragkraft der Balken sollten Sie sich dabei weniger sorgen machen, bei der Berechnung der Statik wurde die Trittschalldämmung sicher berücksichtigt.



Buchtip



Fachwerkhäuser Restaurieren - sanieren - modernisieren.
Von Woilfgang Lenz im Frauenhofer Irb Verlag erschienen





Es gibt auch die Möglichkeit, zwischen die Balken Rahmen zu legen, und die Dielen an diesen Rahmen zu verschrauben. (Weiß gerade den Begriff nicht, Blindbohle?). Dann tragen weiterhin die Deckenbalken, man kann aber ohne große Aufbauhöhe die Dielen ausreichend dimensioniert befestigen.

Ich kenne jemand der das so macht, und der ferner auf Kokos als Trittschalldämmung schwört. Ich kenne aber auch einen ortsansässigen und außerdem sehr gewissenhaft arbeitenden Schreinermeister, der das einmal so ausgeführt hatte (mit Kokos) und ob des Ergebnisses äußerst unzufrieden war.

Schließlich wird in Altbauten (ich setze voraus, dass es einer ist) der Schall sehr stark über Körperschall und eben die ganzen Auflager übertragen.

Um wenigstens den Luftschall in den Griff zu bekommen, brauchen sie wie die Vorgänger schon schrieben, Masse.

Oder ja,.... Ohrstöpsel.



Statikberechnungen...



...wurden damals sehr wahrscheinlich nicht gemacht. Aber wenn ich die beiden untenhängenden Decken wegreisse, dann wird die ganze Geschichte doch einiges leichter, sodass das Mehrgewicht durch die Schüttung aufgenommen werden kann.

Danke für die Hinweise!

Marc



schallschluckende Masse



ich hänge das jetzt mal hier dran, weil es zum Thema passt:

Vielleicht kann mir jemand Beispiele für Materialien geben, die verwendbar sind um schallschluckende Masse zu erreichen?
Schilfdämmplatten oder Leichtlehmschüttung wurden oben genannt. Was ist z.B. mit Sand hat doch eine hohe Masse und ist preisgünstig.
Gibt es günstige und gute Materialien für diese Anwendung?



Phonewell



Hat schon mal jemand etwas von Phonewell-Schalldämmplatten gehört? Wenn ja, wäre das sinnvoll um einen Boden abzukoppeln?
Hat jemand eine Idee, wie man darüber einen Dielenboden befestigen könnte?

http://www.wolf-bavaria-systeme.de/Seiten/homewell.html