BODENAUFBAU: Tramdecke - Diele?

16.06.2006



hallo, wir haben eine neue Zwischendecke gemacht mit trams in ca. 70 cm abständen, unten ist bereits eine rauhschalung drauf und oberhalb auf den trams wurden latten genagelt, auf die latten wurde ebenfalls eine rauhschalung gelegt (hohlraum etwa 6 cm - dieser wird voraussichtlich auf rieselschutzpapier mit hanfhaaren und etwas Kalk gefüllt - oder könnte dieser raum ebenso gut leer bleiben?), als Schallschutz wird voraussichtl. aus kostengründen eine Schüttung mit kies/schotter bis zur tramhöhe eingefüllt. für bessere vorschläge sind wir offen und dankbar!
nun die eigentliche frage: wie sollte der weitere Aufbau bis zum genagelten Dielenboden aussehen (blindboden: ja/nein, wie angemacht, wo/mit filz, polsterhölzer,...?) - ich bitte um eure detaillierten aufbauhinweise! ich freue mich auf eure infos, bedanke mich im voraus und wünsche noch einen schönen abend
lg sandra



was sind bitte trams?



diesen Begriff hab ich in Deutschland noch nie gehört.
Wird ja wohl keine Straßenbahn sein (heißt bei uns volksmündlich Tram)



soweit



sind sie mit ihrer vermutung gar nicht weg, herr schillberg.
da ich des mittelhochdeutschen mächtig bin (war) und einen "wahrig" zu hause habe, knapp und kurz: "tram" (plural: trame, in ö träme) bezeichnet ursprünbglich eine schwelle, balken. als tram- (also schlichte balken-)decke ist das wort noch nahe am ursprung. auch in süddeutschl. gebräuchlich
die engl. tramway kommt natürlich daher (genauso wie im niederländischen so eine verkehrsausbremserschwelle heute noch träme heißt) - als schwellenfahrzeug (die dinger zwischen den schienen). zurück ins deutsche dann als "tram" oder trambahn. (und ins russische als tramwai)
davon kommen auch die worte Drempel und trümmer - in einer zeit fern von steinhäusern schlicht der rauchende, zerborstene balken



herzlichen Dank Frau Ingenkamp,



für diese hochinteressante Sprachschule. Hätte nie gedacht, daß unser nibelungisches mittelhochdeutsch sich so melodisch leicht verändert in die neuzeit rübergepflanzt hat.





wenn die Deckenbalken neu eingzogen wurden, können sie die dielen, mit nut und feder, doch direkt darauf anbringen. ein dämmstreifen aus filz ist gut. was mich etwas wundert ist der Abstand der balken von 70 cm. normal wäre etwas zwischen 50 und 60 cm.
ich würde den Zwischenraum ausfüllen, wenn sie eine Schalldämmung wollen. hier müssen sie natürlich bei der auswahl des materials auf die Statik achten. die schüttung mit Kies ist extrem schwer!
nehmen sie möglichts dicke dielen, das gibt das beste gefühl under den füßen und verbessert ebenfalls die akustik.

christian redlich