Belastung von Balken




Hallo,
wir werden bald ein ca. 300 Jahre altes Fachwerkhaus ererben.
Nun müssen auch ein paar "schwingende Böden" im 1 OG erneuert werden.
Dazu wollte ich u.a. neue Balken einziehen.
Auf den jetzigen Balken steht u.a. ein alter, sehr schwerer Nachtspeicherofen, von dem ich nicht weis wie schwer er ist.

Meine Frage:
Wenn ich die Balken gewechselt habe und ein neuer Boden (Dielen oder Platten) verlegt sind, wie viel Kilo trägt so ein Balken (bzw. der Boden) auf einer Fläche von ca. 1 - 1,5 qm?

Hintergrund: Der Nachtspeicherofen muss / soll gegen etwas moderneres ersetzt werden und in der anderen Ecke des Raumes muss ein ca. 200-250 (max) Kg schwere Tresor.

Vielen Dank
Stefan



Die Tragfähigkeit...



... und das Schwingungsverhalten einer Balkendecke hängt von der Spannweite, dem Abstand, dem Querschnitt, dem Zwischenaufbau, dem Oberboden ab... u.a.

"So ein Balken" ist ein wenig zu allgemein...

Bitte siehe das Haus in der Gesamtheit... Einzelaktionen bringen Dich nicht allzu weit... auch in Zusammenhang mit dem Heizungs-Thread...

MfG,
sh



Moin Stefan,



in der Zimmerecke (also gleich neben der Balkenauflage) könnte das klappen, ohne dass die Balken sich weiter durchbiegen - vorausgesetzt sie sind noch gesund.

Wenn ihr dort den Boden sowieso aufnehmt, empfiehlt es sich natürlich die Balken seitlich zu verstärken, auch um den Unterbau zu begradigen.

Apropos: Du könntest auch gleich die Heizungsrohre reinlegen.... genauso wie ISDN, Sat, DSL etc., falls gewünscht.

Gruss, Boris





Hallo,

gehen Sie mal davon aus, dass der kundige Erbauer die Decke für eine Verkehrslast (nicht ständige Last) von 200 kg/m ² - in alten Einheiten - dimensioniert hat. Randständig dürfen Sie mehr auftürmen.

Grüße



@ Dietmar Beckmann und TO



Der kundige Erbauer vor 300 Jahren hat mit Sicherheit nix rechnerisch dimensioniert, schon gar nicht mit planmäßigen Verkehrslasten... er hat aus Erfahrung gehandelt...

Eine außerordentliche Last wie der genannte 250-Kilo-Tresor lässt sich nicht einfach so aufstellen, auch nicht im Randbereich und schon gar nicht in Balkenmitte, was entlang den Balken auch als "Randbereich"interpretiert werden könnte...

WAHRSCHEINLICH wird es keine statischen Probleme geben.

LG,sh



Die Tragfähigkeit ...



... einer Holzbalkendecke kann ein Statiker für Sie nach Ihren Erfordernissen berechnen. Ich würde auch keine Vermutungen anstellen wollen über die vermeintliche Tragfähigkeit der Decke, sondern einen Statiker mit einer klaren Lastvorgabe rechnen lassen und die Decke danach verstärken oer ggf. neu bauen.

Wenn Sie Fragen zur Sanierung Ihres Fachwerkhauses haben sollten oder eine umfassendere Sanierungsberatung benötigen, können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen.





Vielen Dank erst Mal für die vielen Infos.
Auch wenn ich eine konkrete Angabe nicht erhalten habe, was nicht geht.

Nur noch mal:
Unter den Fenstern in der 1 Etage stehen derzeitig 2 alte, große und recht schwere Nachtspeicheröfen. Ich weis zwar nicht genau was diese wiegen, aber leicht sind die nicht....

Wegen den Angeboten werde ich zur gegebener Zeit mich melden, da wir das Haus noch nicht haben..., wie gesagt wird Erbfall.

Mit der Idee der Rohre:
Muss man dazu nicht einen Art "Zwischenboden" anlegen in dem die neuen Leitungen (also Strom, Heizung, Wasser etc...) verlegt werden können?

Danke
Stefan Q.



Moin Stefan,



wenn du die Dielen aufnimmst, hast du zwischen den Balken genügend Platz um Leerrohre, Leitungen etc. zu Verlegen - allerdings nur parallell zu den Balken.

Wenn du die Balken seitlich durch Beidielen begradigst/verstärkst ergibt sich i.d.R. aber eine Möglichkeit die Balken zu queren ohne die Originalbalken einschlitzen zu müssen und in ihrer Statik zu schwächen.

Gruss, Boris