Holzbalckendecke verstärken

06.07.2012



Hallo Zusammen,

ich habe eine Frage zur Verstärkung einer Holzbalkendecke.

Die von unserem Architekten beauftragten Facharbeiter hatten bei uns im Haus den Auftrag einen der tragenden Holzbalken mit einem Stahlträger verstärken.
Leider kann ich nicht nachvollziehen wie der eingebaute Stähltrager den Holzbalken verstärkt.
Vielleicht kann mir das je hier jemand kurz erläutern unser Archtiekt ist nämlich seit gestern für die kommenden 3 Wochen im Urlaub.


Der tragende Holzbalken hat eine Länge von ca. 10 Metern und liegt in beiden Aussenwänden ca. 40 cm auf.
Außerdem liegt der Balken noch ca. 5 Metern auf einer tragenden Innenwand auf,
Die restlichen 5 Meter ist der Balken freitragend,

Am Ende der Innenwand steht im 90 Grad Winkel eine weitere tragende 18 cm starke Innenwand, auf welcher jetzt ein Stahltrager aufgelegt wurde und auf einer Länge von 3,5 Metern mit dem Holzbalken verschraubt wurde.

Und jetzt zu meinen Frage:
Wieso muss der Stahlträger nur an einer Seite aufliegen um den Balken zu verstärken und nicht auch ins Außenmauerwerk eingelassen werden?
Warum stärkt das den Holzbalken und schwächt ihn nicht? Nach meinen physikalischen Verständnis, welches nicht wirklich gut ist, erhöht sich durch den angebohrten Stahlträger doch lediglich das Gewicht des Holzbalken und führt zu einer zusätzlichn Belastung auf den Holzbalken.


So ich hoffe ihr könnt mit meiner Beschreibung etwas anfangen und mir erklären warum man so einen Holzbalken verstärken kann, oder auch nicht...

Vielen Dank


Von dieser Innenwand aus wurde nun



Wie jetzt?



Das verstehe ich nicht.
Kann ich mir das so vorstellen wie auf dem Bild?



Holzbalken



was für einen Stahlträger meinen Sie?
Wie bzw. wo (vorne, hinten, in der Mitte des Trägers) wurde er mit dem Holzbalken verbunden? Ein Foto wäre gut.

Viele Grüße



Bild1



Hallo,

erstmal danke für Ihre Antworten.
In etwa so wie auf der Zeichnung von Klaus kann man sich den Aufbau vorstellen, ausser das der Träger seitlich angebracht wurde.

Ich habe gerade auch ein paar Fotos die hoffentlich verdeutlichen wie der Aufbau ist.



Bild2



Bild Nr2



Deckenträger



Für mich macht dieser Träger erst mal keinen Sinn.
Der Deckenbalken ist durch das Anschuhen von Wechseln zu einem deckengleichen Unterzug geworden der durch die einseitige Belastung zusätzlich auf Verdrehen und Kippen beansprucht wird. Das hätte man durch Einbau der selben Profile in den Achsen auf der anderen Seite ausgleichen können. Außerdem kann man über den Deckenbelag (hier OSB) das Kippmoment abfangen, wenn man die Decke als Scheibe ausbildet und rechnet.
Ich würde es verstehen wenn der eingebaute ungleichschenklige Winkelträger:
- auf der anderen Seite als Auflager für die Wechsel liegen würde,
- mit dem Balken verbolzt wäre,
- über beide Auflager spannen würde.

So wie er jetzt liegt macht er keinen Sinn.
Als einzige Erklärung warum er nicht links auf der Wand aufgelagert ist fällt mir nur der Zuganker ein der am Balkenauflager aus der Wand ragt, aber nicht in der Ebene der Balkenflanke.
Deshalb hätte man den Träger trotzdem einbauen können:
- Anker vom Balken lösen, etwas wegbiegen,
- Träger einbauen, verbolzen,
- Anker am Träger anschweißen.
Immerhin muß der Deckenbalken durch die Wechsel ein mehrfaches wie vorher tragen.

Fragen sie ihren Architekten nach dem Sinn der Konstruktion wenn er wiederkommt- das würde mich auch interessieren.
Der ausführenden Firma stellen Sie die gleiche Frage in Form einer schriftlichen Mängelanzeige.

Viele Grüße