Spitzboden begehbar machen

14.02.2013 De Meinweg



Hallo,

um unter anderem besser an die Ausstiegsluke im Dach zu kommen und um evtl. später ein paar unempfindliche Dinge dort zu lagern, möchten wir innerhalb des offenen Dachstuhls die Spitzboden-Ebene einfachst begehbar machen. Das muss und soll nicht dicht sein, im Gegenteil, rechts und links bleibt alles offen, also nur eine Art Gangway.

Klingt erstmal einfach, trotzdem weiß ich nicht, wie ich es am optimalsten realisieren kann.

Der Balkenabstand beträgt etwa 50cm, variiert aber um bis zu 5 cm, die Balken sind ca. 8 cm breit. Ich bin noch unschlüssig, ob ich besser Rauspund oder OSB-Platten nehme, vor allem habe ich Bedenken, da die Auflagefläche an den Stößen jeweils nur etwa 4cm betragen würde. Es geht um eine Fläche von max. ca. 6,5 x 2,5 m

Wäre es hier ratsamer bzw. ausreichend, zwei überlappende Lagen zu verlegen, oder sollte man lieber ein Raster aus Kanthölzern darunter bauen, um das Gewicht besser zu verteilen?
Und eben: OSB oder Rauspund?

Danke für Eure Antworten

und sorry, falls ich mich unklar ausgedrückt habe.

Christian



Spitz-Boden



Sie können 22mm OSB-Platten 62,5 x 250cm, vierseitig N+F, fortlaufend über die Deckenbalken verlegen. Die Stöße müssen nicht über den Balken liegen.

Das ist für Belastungen im Wohnbereich absolut ausreichend.





Ist das jetzt die Dachbalkenlage oder eine Kehlbalkenlage?
Wenn die Stöße des Plattenmaterials (OSB) nicht auf den Balken sind und die Platten nicht bis in den Randbereich verlegt werden, dann dürfte der äussere Plattenbereich (Stoßfuge) vielleicht kritisch sein, da dieser ja auch nicht unterbaut ist. Nut und Feder können dann u.U. die Lasten nicht aufnehmen.
Ich würde Rauhspund mit Nut und Feder nehmen, Verlegung stoßversetzt. Wenn das Auflager zu gering ist, kann unterhalb an den Balken noch eine ausreichend starke Latte/Bohle angebracht werden.
Wenn man wirklich Bedenken hat, dann kann man noch auf Gerüstdielen (d=5 cm)
zurück greifen, die dürften auch nicht allzu teuer sein. Dann aber auch mal die Tragfähigkeit der Balkenlage im Blick haben.

Bernd Kibies



Elefanten oder Heringe?



Mir ist bei dem Balkenabstand noch kein neuer NF-Rauhspundboden (21mm) durchgebrochen, wäre also bei mir erste Wahl.

Allerdings je nachdem wie der Herr die zukünftigen Nutzer geschaffen hat, kommt vielleicht etwas "Seegang" beim drüberlaufen auf......;-)

Gruss, Boris





Bei mir zu Hause, Gebäude Ende 19.Jh., liegt ein (bauzeitlicher)Dielenboden aus Nadelholz ohne Nut und Feder, so wie er in Köln typisch war: Dielenbreite ca. 14 cm, Achsabstand Deckenbalken ca. 55 cm, Dielenstärke ca. 18-19 mm. Hier ist noch nichts eingebrochen.

Bernd Kibies