Balken auf dem Bruchsteinfundament ist faul

31.05.2010



Hallo, wir haben ein Fachwerkhaus gekauft (BJ 1886) bei dem der komplette auf dem Bruchsteinfundament aufliegende Balken Faul ist, an einer Ecke des Hauses reichen die faulen Balken bis in 1m Höhe sonst ist es wirjklich nur der untere Balken. Das Haus ist teilunterkellert, ein Teil des Kellers ist ok., bei einem Teil muß der Fußboden (Holzbalken und Dielen) ersetzt werden, auch faul. Im nicht unterkellerten Teil, ca 2/3 der Grundfläche, sind die Balken faul und der Dielenboden muß ausgetauscht werden. Aus Platzgunden möchten wir das Dach ausbauen. Der Statiker meint alle Wände müssen raus ( auch die Innenwände)und am besten durch Kalksandstein ersetzt werden. Aussen soll eine Drainage gemacht werden. Ein kompletter Abriss kommt nicht in Frage, da das Haus im Aussenbereich steht und der Bestandschutz sonst nicht mehr besteht. Das Fachwerk ist komplett mit Bimsstein ausgefüllt. Der Boden soll mit Beton , Kiesschüttung Estrich und Styropor (ih!!) aufgebaut werden. Wir möchten eigentlich das alte Fachwerk derne erhalten und keinen Neubau. Ausserdem wäre die oben beschriebene Vorgehensweise teuer.
Frage 1: Kann man nicht die unteren Balken ersetzen und eine Feuchtigkeitssperre errichten? Evt. die unteren Gefache dann mit Lehm füllen?
Farge 2: Was machen wir mit dem Fußboden?



Andrea



zur ersten Frage - Ja !
zum Fußboden sind wohl nur allgemeine Ratschläge möglich, wenn du gegen Styropor etwas hast (Du hast sicher auch eine Tiefkühltruhe - ih !) dann foamglas als Dämmung einbauen.



noch



dazu: unsere Baubehörde meint sogar, dass die Erneuerung der Wände den Verlsut des Bestandsschutzes nach sich ziehen würde. Nur Reparatur (Austausch einzelner Steine!) wäre akzeptabel. Eigene Erfahrung ! Also vorher Umbaupläne absprechen, Behörden können manchal stur sein.



Sanierung Grundschwelle



Was sind die Ursachen für die Zerstörung der Grundschwelle und der unteren Stiele?
Warum solle eine Dränanlage verlegt werden?
Kommt die Idee von Ihnen oder von Ihrem Statiker?
Warum sollen alle Innenwände raus?
Sind dieses Wände alle nichttragend?
Gibt es dafür eine Begründung vom Statiker?

Vile Grüße



Ursachenforschung



bei einem ähnlichen Fall in Meck-Pomm wurden die Schwellen gewechselt und waren bereits nach 5 Jahren wieder zerstört. Als Grund dafür habe ich ein "Aufwachsen" des umgebenden Geländes als Ursache gefunden. Wenn die Schwelle weniger als 30 cm oberhalb der Geländekante liegt, befindet sie sich im Spritzwasserbereich. Das war hier die Ursache.
Ich gebe das hier als Hinweis, weil ich die Örtlichkeit natürlich nicht kenne.





Hallo,

was soll die Dränage bringen?
Läuft in den Keller gelegentlich Wasser rein?

Grüße aus Schönebeck





Moin,

die Schwelle bei einem Fachwerkhaus auswechseln ist keine Zauberei, das habe ich bei meinem Haus von ca. 1850 gerade hinter mir. Dafür müssen alle unteren Gefache raus - erst dann sieht man meist auch den vollen Schadensumfang an den Stielen. Meinte das dein Statiker eventuell mit "alle Innenwände müssen raus"? Dann wird das ganze Haus leicht aufgekeilt und die alte Schwelle nach unten rausgezogen. Dafür suchst du dir eine fitte Zimmerei, die sich wirklich mit Fachwerk und alten Holzverbindungen auskennt. Meine könnte ich ruhigen Gewissens weiterempfehlen, ist aber wohl doch etwas weit weg? ... Unter die eingezogene Schwelle und auf das vorhandene Sandsteinblockfundament kam bei mir noch eine neue Rollschicht, da die alte auch bereits sehr bröselig war. Zwischen Rollschicht und Sandstein ist nun auch eine Sperre ... Die Gefache habe ich wieder mit den selben Weichbrandsteinen ausgemauert, die vorher auch drin waren, natürlich mit reinem Kalkmörtel. Das ganze wird dann wieder mit Lehm verputzt, weils vorher auch so war und ich es gut finde. Zement wollte ich in den Gefachen genausowenig sehen, wie Kalksandstein ... Ich weiß nicht, wie ein mit Bimsstein ausgefülltes Fachwerk aussieht, aber wenn das da seit 1886 drin war, wieso wollt ihr es nicht wieder so einbauen?
Den Fußbodenaufbau (steht jetzt grade an) mache ich im Prinzip wie ihr auch: nach der schweißtreibenden Ausschachterei (etwa 40 cm) kommen da nun 20cm Kies, Folie, 20cm Beton, Sperrschicht und dann der Dielenfußboden drauf. Bei der Dämmung weiß ich noch nicht, Schüttung, Holzfaser oder auch ... ih-Styropor ;-) Mal sehen.

Gute Gelingen
Peter