Nasse Trägerbalken nach Rohrbruch




Hallo, wir hatten einen Rohrbruch, der wohl schon seit einiger Zeit Wasser hat laufen lassen, ohne das wir es gemerkt haben. Nun ist das Problem wir wohnen in einem Haus, das noch Trägerbalkenlage hat. Einen Träger, der nun durch Stemmarbeiten sichtbat geworden ist, trägt schon weißen Schwamm und mann kann ihn mit den Fingern ausseinandernehmen. Reicht es die Träger zu trocknen oder sollten sie doch besser raus?Dazu kommt, das wir bei der Erneuerung die alten Holzdielen dringelassen haben und Verlegeplatten darüber gelegt haben, die ja sicherlich hochkommen werden, oder? Ich danke für Antworten



Sie werden



nicht umhin kommen, sich Fachleute (Statiker, Baubiologe) an die Baustelle zu holen, die dann vor Ort das ausmaß des Schadens feststellen werden. Ich denke mal, dass auch die Versicherung entsprechende Gutachten erwartet.



Auch wenn Fachleute



die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werden würde ich erstmal dafür sorgen, daß die Balken gut trocknen können.
Holz - vor allem altes Eichengebälk - kann einiges ab. Und nach der Trocknung sollte man dann nochmal die Qualität des Holzes prüfen. Ich mache das mit einer 12er Bohrung einmal quer durch und teste mit Nagel, Skaler oder Schraubenzieher und Taschenlampe. Ist der Balken tatsächlich morsch, sieht man das und er muss raus. Ist er nicht morsch, wird das Loch mit einem Stück 12er Rundholz und Leim wieder verschlossen. Stellt man nun fest, daß der Balken signifikante Veränderungen zeigt und auf Druck deutlich reagiert, kann man ja immer noch teure Biologen, Statiker und Gutachter bemühen ... Warum sofort mit der Kanone auf den Spatzen ? Zwischen "stabil" und "austauschwürdig" gibt es zig Unterstufen, die sich auch mit dem gesunden Menschenverstand erschliessen lassen.



Wenn man schon



Schimmel sieht, und den Balken mit bloßen Fingern auseinandernehmen kann, darf man auf den Fachmann nicht verzichten, und das Geld ist gut angelegt.



Danke ersteinmal



von der Versicherung ist heute ein Fa vorbeigekommen, die Bautrocknungen vornimmt.Die haben gesagt, das sie es ersteinmal versuchen wollen (na klar). Ich bin ja auch dafür habe aber trotzdem angst um die Statik. Nicht nur das, weitere Probleme haben sich ergeben: Feuchtigkeit ist in die Aussenwand gezogen und ist gefroren(Fachwerk mit Ziegelsteinen). Verlegeplatten(Spanplatten), auf denen Fliesen liegen, sind vollgesogen mit Wasser. Diese werden bestimmt hochkommen. Alte Bodendielen die drin geblieben sind können auch mit bloßen Finger auseinandergenommen werden. Leichtbauwände mit Rigips sind voll mit Wasser und und und.
Ich bin dankbar für jede Antwort DANKE



Sorry,



aber den Schimmel und die Brüchigkeit hatte ich überlesen ... Scheint nicht gut auszusehen, so insgesamt - mein Mitgefühl. Scheint eine grössere Massnahmen zu werden - dann ist es ja auch ein Fall für die Kanonen ... ;-))
Kopf hoch, Fam.Wittrock !



Wenn das ..



.. tatsächlich nach Schwamm o.ä. aussieht , lohnt mal wieder die postalische Probe an z.B. Ing. Rüpke , s. Profil hier im Forum oder unter www.holzfragen.de .Dann man weiss !
Substanzprüfung durch Fachfirma natürlich unerlässlich ..
.. obschon ich mich an eine Sanierung erinnere , da war ein Abflussrohr unter ner Kloschüssel undicht , da hatten wir den Eindruck als hätten die Fäkalien auf Dauer den Schwamm geschafft ( .. einen fröhlichen Gruss nach Velbert ..;-)) .
Jürgen Kube



umfangreich freilegen



Guten Tag,
die Feuchtigkeit muss raus. Fred Heim hat schon das Wesentliche gesagt. Ich befürchte auch, dass die Spanplatten sich so verformen, dass sie nicht mehr gebrauchstauglich sind. Außerdem behindern sie im Moment die Trocknung. Der Balken ist anscheinend bereits von einem holzzerstörendem Pilz angegangen. Er muss gesundgeschnitten werden, die Befallsgrenzen müssen ermittelt werden, die Pilzart sollte (falls möglich) bestimmt werden, weitere Holzschutzmaßnahmen müssen, je nach individueller Bewertung, ausgeführt werden.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold