Dielenbalken

07.01.2008


Guten Tag, Fachwerker !

Hier bin ich am Erwägen von Lieferantenaussagen, in Bezug auf neue Balken für eine/n Dielenboden, gleichzeitig Dielendecke.

Es heht hier um die Vorbehandlung der Balken.

Da der Keller nicht gerade trocken ist, habe ich an den
Gedanken an kesselimpregnierte Fichtenbalken gefallen gefunden.

Da meine positiven Erfahrungen sich nur auf ein Vorzeltboden in der Nähe von Oldenburg (10 Jahre lang, keine Schäden) beziehen,fragte ich danach.

Tauchimpregniert würde völlig ausreichen, dringt ungefähr 2 mm ein. Ist sofort lieferbar.

Kesseldruckimpregniert: dringt bis in den Kern hinein, verzieht sich, kriegt Risse, dauert 3...6 Wochen, weil der Hersteller erstmal den Kessel mit 30 cbm vollkriegen muss, und weil ich danach ein Jahr danach nicht Streichen darf, weil bestimmte Chemikalien solange noch ausdunsten...

Stimmen die Aussagen ?
Was würdet Ihr empfehlen ?
Will der nur das lieferbare loswerden ?

Villa Elisa



An diese



Frage kann sich eigentlich keiner herantrauen, weil die Kellersituation aus der Ferne nicht zu beurteilen ist. Sieht man die Situation vor Ort, würde man vielleicht sogar als Alternative zu einer vergifteten Balkenlage eine ganz andere Lösung empfehlen. Ich denke z.B. an eine Ziegeldecke.



Nun, zu den Materialien...



...kann man schon etwas sagen.

Tauchimprägnierung verlängert das Leben von Gartenzäunen geringfügig, und vergiftet ggf. die Tomaten. Bei statisch belasteten Bauteilen würde ich davon die Finger lassen. Fast alle Balken reißen irgendwann. Da der Balken nur 2mm tief (wenn überhaupt) geschützt ist, liegt bei jedem Riss ungeschütztes Holz frei.

Kesseldruckimprägniertes Holz: Viel Gift, das freilich wohl (?) im Holz gebunden ist. Verzichtbar.

Vorbehaltlich der konkreten Klimasituation leisten Farbkernhölzer (ohne Splintanteil), also Kiefer, Lärche, Douglasie, Eiche das gleiche wie kesseldruckimprägnierte Hölzer. Soweit der nicht unnormal feucht ist, kommen Sie mit diesen Hölzern gut hin.

Eine Ziegeldecke ist natürlich ebenfalls eine Alternative.

Grüße

Thomas



Dielnbalken



Danke für die Antworten !!
Danke an Hr. Heim, welcher eine neue Gedankenrichtung in Gang gesetz hat.
Diese Idee widerspricht der Weltanschauung von Herrn Böhme ("Mut zum Holz"), dem ich trotzdem danke !

Es handelt sich hier um eine/n Decke für den Keller, der gleichzeitig der Boden der Küche ist, das ganze ist vorhanden (Bj. ca.1955-1965).
Die Dielung ist wirklich morsch.
(Bestimmte Teile wurden von unten notdürftig mit Möbel-Spanplatten verschraubt...)
Der Keller wurde in den letzten 25 Jahren nur 2 mal im Jahr begangen, um das Wasser für den Winter abzustellen und die Wasseruhr abzulesen. Das Souterrain-Fenster ist nicht mehr aufzukriegen - Einfachglas und Eisenrahmen...
Die Küche war ebenfalls in den letzten 25 Jahren mit Linoleum belegt, so viel Schichten wie Vorbesitzer. Das Schwitzwasser lief einfach die Küchenfliessen ´runter und in den Boden hinein.
Die höhe der Balken ist 12 cm. Ich muss diese Höhe einhalten denn sonst stimmt der Übergang zur Stube und zur Eingangstür nicht mehr.

Das ganze ist ein Laubenhäuschen mit Ziegelwänden. - Hier ein Augenzwinkern an Hr. Heim :-)
Das Satteldach ist neu - die Vorbesitzerin hat da schön investiert -

Der Keller is 6 qm gross, so dass ich die vorhandene Leiter durch eine Treppe ersetze, und unten einen Bastelraum ohne Schrott, ohne Spinnenweben, mit viel Licht einrichte.

So, das zur Situation. die Balken liegen auf Wandaufleger, so dass die Auflage für ein IPN von 120 mm darauf eine Stütze findet...
Ziegeldecke ? aufwendiger als Holz, arbeitsmässig, meine ich.
Was halten Sie davon von einer Kappendecke ??
Die 120´er Profile könnten verzinkt sein, und dazwischen, am unterem Flügel des Pofils fänden die Kapppenziegel ihren Halt.
Nur - Reichen dafür 12 cm für die Füllung aus ?? Darauf kämen dann anstatt 30 mm Dielen, Fliesseboden in der gleichen Dicke.
Nur wenn überschlagig, aus der Praxis heraus, es ausreichen würde, könnte ich berechnen - lassen.
Die grösste lichte Weite ist 2,15 m.
Würde sowas gehen ??

Gruss und Danke

Villa Elisa



Eine Kappendecke



braucht eine Wölbung. Ob da die 12cm ausreichen, ist fraglich. Mit Ziegeldecke ist wohl eine "DIA-Decke" gemeint, also Spannbetonträger, eingehängte Ziegel und darauf einen Druckbeton. Da wird´s mit 12 cm wohl auch nix werden. Bei diesen Spannweiten würde ich ´ne Stahlbetondecke empfehlen, die würde mit 10 cm klarkommen. Darauf dann einen Trockenestrich schwimmend verlegt. Das dürfte die geringstmögliche Deckenstärke ergeben.
MfG
dasMaurer



Keine Weltanschauung,



ich benutze z.B. keine Holzpantinen :-)

Gerade bei einem kleineren Objekt ist der Aufwand mit Holz, so denke ich, wesentlich überschaubarer, und man kann's meist selber machen.

Das Fenster sollte aber unbedingt gangbar gemacht und auch je nach Großwetterlage zum Lüften benutzt werden.

Grüße

Thomas



Dielenbalken



Das ging aber schnell !!!!
Danke nochmals!


Hr. Warnecke:
Hab´s mir fast gedacht, obwohl ich auf meiner Zeicnung eine Höhe des Mittelziegels 2 cm über die Unterkante der beiden Seitenziegel bedacht habe - die Ziegel berühren sich an der Unterkante, und "arbeiten" auf Druck, (der Keil muss richtig ausgemörtelt werden) - bleiben bloss einige wenige cm (3...5, je nach Ziegeldicke) übrig. Schon mein Laiengefühl sagt mir, dass es nicht reicht.
Die anderen Lösungen ziehe ich nur im Falle eines Lottogewinns :-) in Betracht.

Hr. Böhme:
Sie haben völlig recht, zum selbermachen ist die "alte" Bauweise immer noch die "handhabbarste" und die Preise für Holz liegen noch im zumutbarem Bereich.

Das mit dem Fenster ist schon in der Denke. Habe Kunststofffenter in Betracht gezogen, die kommen schon alle mit Mehrfachverglasung und Isolierglas. Bei Kleinen Fenstern, so ca 40 x 50 cm sind sie sehr erschwinglich.

Sie schreiben "öfters lüften", das Lüftproblem ist auf die Kalte Jahreszeit begrenzt, wenn keiner im Garten ist.

Ich warte bis die Temperaturen über 5 Grad liegen, damit der Kunststoffschaum sich richtig entfalten kann. Dazu sagte mir der Verkäufer im Baumarkt, dass es reicht wenn die Tube über 5 Grad hat, aber ich denke mir, dass der Schaum dann auf unterkühltes Gemäuer kommt, und es gefällt mir nicht.

Danke

Villa Elisa



Auf die Schnelle



Bauschaum gehört an keine Baustelle. Fenster mechanisch befestigen und Fugen im EG verstopfen, im Keller vermörteln.



Bauschaum



Auch auf die Schnelle...

Danke für Ihre Anmerkung.

Gibt es einen technischen Grund für "Bauschaum gehört an keine Baustelle" ?

Gruss

Villa Elisa



Für mich



spielen die Schadstoffe eine Rolle und die Tatsache, dass das Zeug immer und überall eingesetzt wird um handwerkliche Fehlleistungen "auszugleichen" oder zu kaschieren, immer frei nach dem Motto: "Alles kein Problem wir haben doch Bauschaum und Silicon." Oft mit verheerenden Folgen, vor allem im Fachwerk- und dem allgemeinen Holzbau (zerstörtes Holz, Schimmel, Nässeschäden, ...).



Ich bin ja nun der Letzte,



der für Bauschaum eine Lanze bräche.

Wenn denn aber schon ein Plastefenster zum Einsatz kommen soll, was kann der Schaum dann noch verderben? Ich persönlich würde es trotzdem einputzen.

Handwerklich schöner wäre Holz (und das sollte keinesfalls eingeschäumt werden), aber im Zusammenhang mit einem feuchteren Keller stockt mir die Empfehlung dazu etwas im Munde. Wenn`s etwas teurer sein darf, wären Aluminiumfenster eine Lösung.

Grüße

Thomas