Trittschall für Holzbalkendecke?

17.09.2007



Hilfe! Wir mussten unsere alte Holzbalkendecke auf grund eines Wassserschadens und diverser Bausünden der Vorbesitzer rausschmeisen. Nun kommen neue Balken 12/26 rein.
Allerdings sind wir mit dem Fußbodenaufbau, speziell wegen dem Schallschutz noch im unklaren.
Die Balken sollten möglichst ganz oder teilweise sichtbar bleiben. Der Fußbodenaufbau muss wegen der Türen 9cm hoch sein. Er soll bestehen aus Lagerhölzern, 28er Rauhspund und 7mm Laminat.
Wie können wir einen guten Schallschutz herstellen???



Den Einen oder den Anderen



Welchen hätten Sie denn gerne:
den Luft Schall - Schutz
oder
den Tritt Schall - Schutz

Bei den hohen Balken und Aufbauten würde ich auf jeden Fall KEIN Laminat nehmen - Das ist doch in ein paar Jahren durch!

FK

Gut: Wer lesen kann hat klare Vorteile!
Trittschall - Steht ja schon in der Titelzeile!

Erst mal viel Masse zwischen die Balken packen - Kalksplitt ist nicht schlecht!
Dann auf die Balken einen Blindboden.
Dann 20 mm HFP, dann die Lagerhölzer und dann würde ich dicke raumlange Dielen nehmen -1cm Luft rund herum; Sockelleisten alles Ölen - fertig!

mfG

FK



Nix Laminat -



das ist ja schon im Tritt sehr laut und hat außer dem geringen Anschaffungswert nur Nachteile.

Zwischen die Balken können Sie (auf Rieselschutz) auch Lehmsteine legen, abgezogen mit Liapor oder einer Leichtlehmdämmschüttung.

Dann 24mm Rauhspund, 40mm Gutex Thermosafe HWPL mit zwischenliegenden Lagerhölzern, darauf eine 24mm-Dielung verdeckt geschraubt.

Sollte Ihr Balkenabstand für die 24mm Rauhspund zu weit sein, könnte auf dem beschriebenen Aufbau auch eine 22mm-Dielung verlegt werden, oder Sie bringen den Blindboden zwischen die Balken oberkantenbündig.

GRüße

Thomas



Danke,



für die schnellen Antworten.
Von dem Gedanken,Laminat zu Verlegen möchte ich eigentlich nur ungern Abstand nehmen. Wir hatten allerdings auch nicht vor, das Billige zu nehmen. Hab mich eigentlich in eins verguckt, welches eine strukturierte Oberfläche und integrierten Trittschall hat.



Was genau



versprechen Sie sich denn von Laminat, was Holz nicht kann?

In Sachen Schall: Aufgrund der kunstharz "veredelten" Oberfläche ist Laminat sehr laut beim Gehen (das klassische klack-klack-klack). Dagegen hilft kein untergeklebtes Irgendwas.

Materialdicke 7mm, na klasse. Statt einer Möbeloberfläche wollen Sie mit 7mm einen Fußboden belegen. Wie lange wohl wird das "nicht billige" Laminat halten, auf Rauhspund zudem? Sie haben keine wirklich ebene Fläche - die können Sie mit Rauhspund gar nicht erzeugen. Die 14 oder 18% feuchten Bretter werden sich leicht rund oder hohl ziehen und die Kippelpartie beginnt. Die Kanten der Laminatelemente werden gegeneinander arbeiten und ausbrechen. Anschließend kann das Wischwasser (Sie dürfen Laminat sowieso nur "nebelfeucht" wischen) ungehindert in die verpressten Holzreste eindringen und erzeugt weitere Schäden. Überarbeiten kann man da nichts.

Laminat dieser Stärke ist allenfalls für die Verklebung auf Estrich geeignet.

Fußkalt ist es außerdem.

Grundsätzliche Erwägung dazu: Wozu teuere Ersatzstoffe voller Chemie, wenn auch das wohngesunde Original zu haben ist?

Ökonomie: Nach zehn Jahren schmeißen Sie das Laminat 'raus, garantiert (falls nicht schon eher, weil zu laut und fußkalt). Dann wird es etwas zerkratzt wirken, ein paar Ausbrüche etc, eben unansehnlich. Dielen- oder Massivparkettbödenhaben Sie in diesem Zeitraum schon einmal nachgeölt (und weil Sie nachölen und richtig pflegen, werden Sie nahezu nie Schleifen müssen) und erfreuen den Barfußläufer täglich durch schönes Aussehen und gutes Raumklima.

Das sind hoffentlich bedenkenswerte Gründe, die schwerer wiegen sollten als der dekorative Aufdruck einer zuweilen frei erfundenen Holzart ("Eisbirne" z.B. hat die Laminatindustrie erfunden).

Grüße

Thomas