Schädlingsbefall im verputzten Fachwerk




Hallo, wir haben uns ein altes Fachwerkhaus gekauft und sind bei Sanierungsarbeiten auf teils richtig pulverisierte Balken gestoßen. Die meisten Löcher sind zwischen ein bis zwei Millimeter groß. Ich habe leider keinen Schädling gesehen und weiß deshalb nicht um welche Art es sich handelt. Wir werden jetzt diese Balken austauschen jedoch handelt es sich um ein verputztes Fachwerk und somit habe ich keine Ahnung wie viele Balken betroffen sind. Was kann ich tun um diesen Schädling zu bekämpfen? Das Haus ist nicht bewohnt und wird mit Sicherheit auch die nächsten ein bis zwei Jahre leer stehen. Insofern habe ich auch keine Skrupel mit schärfern Waffen zu arbeiten.



Feststellen



Die Größe der Fluglöcher deutet auf Anobien hin. Das Schadbild eher nicht. Jedenfalls nicht allein. Sie werden nicht um eine Abnahme des Putzes, zwecks Besichtigung des Ausmaßes der Befalls, rum kommen. Auch ein Heißluftverfahren hilft nicht gegen statisch unwirksame Balken.



Schädling



Guten Tag,
auch ich vermute erst einmal Anobien hinter dem Schaden. (Ferndiagnosen kann ich aber nicht stellen) Wichtig ist zu klären ob ein aktiver Befall vorliegt. Wie groß das Schadensausmaß (Befallsgrenzen) ist, ob auch ein Pilz am Befall beteiligt ist. Mehr oder weniger zepulverte Hölzer müssen eh ersetzt werden und brauchen dann keine chemische Behandlung. Das beste ist einen Sachkundigen oder Sachverständigen aus Ihrer Region hinzuzuziehen.
mfG.
Ulrich Arnold



Schadensaufnahme



Tach auch aus Hessen! Ich wiederhole zwar nur ungern, aber Sie sollten in jedem Fall eine genaue Schadensaufnahme durch einen Sachkundigen/Zimmermann machen lassen. Dazu heißt es erst mal: So viele Balken wie möglich freilegen. Diese dann jeden einzeln abklopfen. Das kostet zwar erst mal ein bißchen Geld. Aber nur das ermöglicht ein plausibles Angebot für die Instandsetzung. Ansonsten wird der instandsetzende Zimmermann gern "nach Aufmaß vor Ort" abrechnen und sich eine goldene Nase verdienen und Ihre Finanzierung etwas ins wackeln bringen; ein Zimmermann machte uns ein Angebot über etwa 8000 Euro (nach Aufmaß, Zusätze ebenso), der nächste dann (nach genauer Untersuchung mit deutlich mehr identifizierten Schadstellen) für 25000 Euro. Zum anderen erspart es spätere erneute Arbeiten. Wenn man schon mal dabei ist, sollte man gleich alles machen (lassen). Bei fachgerechter Instandsetzung haben Sie in Ihrem Leben dann nichts mehr am Fachwerk zu tun. So long, beste Grüße, M. Tessin




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