Balken rutscht aus Ständer

08.04.2017 ConnyM



Hallo aus Niedersachsen.
Wir haben ein Zweiständerhaus, welches ca. 1655 als Wohnhaus aufgestellt wurde.
1790 wurde es für ein neues Wohnhaus abgebaut und 30m weiter als Schafstall wieder aufgebaut. Das Ständerwerk soll noch aus dem 17. Jahrhundert sein.
Der mittlere der drei Balken, die die Decke tragen, ist im Laufe der Jahrhunderte nun deutlich durchgebogen.
Auf einer Seite ist er ca. 7 cm aus dem Ständer rausgerutscht, siehe Foto. Wahrscheinlich besteht diese Situation seit 100 Jahren oder so...
Der Dachboden wird nur als Abstellraum genutzt.
Sollte ich mir in den nächsten Jahrzehnten Sorgen machen?
Zimmermann sagt, wenn das Haus seit 230 Jahren hier steht, dann steht es auch noch 50 Jahre...
Die schräge Stütze ( Fachwort?) übrigens ist nicht belastet, sie lässt sich bewegen.

Was meinen aus der Ferne die Spezies?

Danke und Gruß
Conrad



Bild 2



Hier noch ein Bild vom gesamten Balken.
Das Bild Nr. 1 ist um 90 Grad gedreht.



Zapfenverbindung



Wenn die Strebe (der Balken mit dem Zapfen?) nicht belastet wird übernimmt er zumindest momentan keine statische Funktion.
Das Loch für den Holznagel ist nicht zu sehen.

Trotzdem besser dafür sorgen, dass sich der Zapfen nicht ganz aus dem Zapfenloch lösen kann- Zapfenlänge überprüfen- viel länger als 7 cm sind die oft nicht.



Bild 3



Hallo, danke Dir schon einmal Andreas.
Bild 3 zeigt ein besseres Bild von der Situation, das Bild 4 zeigt den Zapfen von hinten.
Er sitzt übrigens noch mit ca. 11 cm im Ständer.

Ein Zapfenloch existiert auch, aber ob DIESER Balken je mit einem Holznagel gesichert war...? Siehe auch Bild 4

Und dann die Frage der Fragen: wie sichere ich den Balken in dieser Position?



Bild 4



Warum sind die Bilder eigentlich teilweise gedreht, obwohl sie auf meinem PC richtig herum zu sehen sind?