Mal wieder: Deckenaufbau einer Holzbalkendecke

25.03.2010



Hallo zusammen,

auch wenn das Thema hier schon öfters diskutiert wurde, bitte nicht schimpfen daß ich ein weiteres eröffnen. Aber nach all dem Suchen bin ich zu keiner für mich passenden Lösung gekommen.

Meine Zwischedecke wurde im Rahmen der Sanierung entfernt, über sind jetzt nur noch die Holzbalken und ich will jetzt mit dem Aufbau der Decke bzw. des Fußboden starten. Vorweg, die Balken sollen nicht auf Sicht bleiben.

Die Balken sind wohl schon über 100 Jahre alt und dementsprechend durchgebogen und insich etwas verdreht. Das macht das Ganze nicht einfacher.

Die Überlegung mit meinem Zimmermann war die folgende:
- Wir schrauben seitlich an die Deckenbalken (18/18) Kanthölzer (4/6)
- Darauf wir ein Fehlboden (ca. 2cm stark) angebracht
- Auf den Fehlboden kommt ein Rieselschutz
- Auf den Rieselschutz eine Ausgleichsschüttung (auch zum Erhöhen des Gewichts)
- Diese Schüttung werden wir ausnivellieren
- Auf die Schüttung kommen dann Holzweichfaserplatten zur Dämmung
- Die Holzweichfaserplatten lassen wir etwas über die Balken überstehen um den restlichen Bodenaufbau von den Balken zu entkoppeln
- Auf die Holzweichfaserplatten kommen dann als Abschluß 2,2cm starke OSB-Platten (diese eventuell auch zweifach)

Auf die ODB-Platten kommt dann als Fußbodenbelag ein Parkett, darunter natürlich eine Trittschalldämmung (Kork).

Wie liest sich unser geplanter Aufbau? Ist das so von der Theorie her möglich oder sollten wir noch etwas verbessern, anders machen?

Welche Ausgleichsschüttung empfiehlt sich für unser Vorhaben? Liapor fit?

Vielen Dank und viele Grüße
Gerald



Deckenaufbau



Hallo,

hier wird niemand schimpfen. Aber statt eines langen textes hier eine Forenreferenz:

---Forenreferenz-----------
Deckenaufbau -
Wenn die Decke innerhalb einer Wohnung liegt wie ich annehme, dann spielt der Schallschutz keine große Rolle. Den Trittschall, um den es hier geht, kann man über den Bodenbelag reduzieren.
Ich fasse mal die schon genannte bzw. die üblichen Varianten zusammen:
Variante A:
Federn bzw. Keilleisten schneiden und damit den Höhenausgleich der Balken realisieren, OSB oder Rauhspund, Trittschalldämmung, Belag.
Variante B:
OSB, besser Rauhspund ohne Höhenausgleich aufbringen,Rieselschutz, Ausgleichsschüttung, Trockenestrich, Belag.
Variante C:
Rauhspund bzw OSB, Rieselschutz, Ausgleichsschüttung, Fesco- Platten, Wellpappe, Gussasphalt.
Variante D:
Schwalbenschwanzplatten, Estrich, Trittschall, Belag.

Variante A ist sehr fummelig, etwas für geduldige Heimwerker und die billigste Variante.
Variante B geht schneller, ist teurer, auch in Eigenleistung realisierbar.
Variante C und D sind noch teurer und nur von Fachfirmen ausführbar.
Variante B,C,D haben eine größere Einbauhöhe als A.
D ist am besten für Nassräume geeignet und ist am schnellsten begeh- und nutzbar (1 Arbeitstag).
Bei allen Varianten sollte der Hohlraum aufgefüllt werden, um Trommeleffekte zu reduzieren.

Viele Grüße mehr ...
----------------------------------



Aus den 4 genannten Möglichkeiten können Sie sich eine aussuchen.

Grüße vom Niederrhein



Fehlboden



Hallo

Sie schreiben:
"Auf den Rieselschutz eine Ausgleichsschüttung (auch zum Erhöhen des Gewichts)
- Diese Schüttung werden wir ausnivellieren
- Auf die Schüttung kommen dann Holzweichfaserplatten zur Dämmung
- Die Holzweichfaserplatten lassen wir etwas über die Balken überstehen um den restlichen Bodenaufbau von den Balken zu entkoppeln"


wenn man das so macht wird der Fehlboden belastet und nicht die Balken - normaler weise soll der Balken die last bekommen.

des weiteren fehlt bei der Konstruktion die Scheibenwirkung des Belages - evtl notwendig!

FK



Ausgleichschüttung=Dämmung=Entkopplung



Hallo Gerald,
letztes Jahr hatte ich eine ähnliche Baustelle. Auf den Fehlboden haben wir (erst Rieselschutz) eine Hanf-Lehm-Schallschüttung gebracht. Ist gleichzeitig auch eine Wärmedämmung. Diese wird über die Höhe der Balken (min 1 cm) geschüttet und verdichtet. Dann kann man die OSB-Platten direkt rauf legen. Als Nivellierhilfe empfehle ich Lagerhölzer, die in der Dämmung verschwinden. Die Lagerhölzer dürfen aber nicht auf den Balken liegen, sondern immer nur zwischen den Balken, sonst hat mein keine Entkopplung mehr.
Gruß Susanne



Vielen Dank



Hallo zusammen,

vielen Dank für die neuen, guten Anregungen. Jetzt heißt es Angebote einholen. Prinzipiell ist mir die Variante mit den Rauhspund-Brettern, der Schüttung und dem Trockenestrich am sympathischsten.

Susanne, ist die Hanf-Lehm-Schüttung für eine Fußbodenheizung geeignet?

Viele Grüße
Gerald