Deckendämmung, was tun?

08.06.2006



Hallo,

bin neu hier und erhoffe mir einen Rat von der Community. Wir haben vor einigen Wochen ein Fachwerkhaus gekauft und stecken jetzt in der Renovierung. Bislang waren alle Decken und Wände mit einer Holzvertäfelung verkleidet. Die haben wir jetzt abgerissen. In einem Raum kam jetzt jedoch eine ganz seltsame Deckenkonstruktion zum Vorschein: An den Original Eichenbalken hängen Balken, die noch mal eine Art abgehängte Decke tragen. Diese "Decke" besteht aus ca. 50cm langen Holzbalken. auf diesen kleinen Holzbalken befindet sich eine 5-10cm dicke Lehm/Strohschicht. Danach folgt ca. 5cm Luft bis man auf den Original-Fussboden des Obergeschosses stößt.
Meine Frage ist nun: Was soll diese Konstruktion bewirken? Wir würden diese ganze abgehängte Decke gerne entfernen, um Raumhöhe zu gewinnen. Tragende Funktion hat das Gebilde definitiv nicht...wahrscheinlich dämmende Funktion...
Wie verkleiden wir den Original-Fußboden am Sinnvollsten?Die Original-Balken wollen wir freilassen, die Felder dazwischen müssen jedoch ausgefüllt werden (sonst rieselt es uns ständig Staub auf den Kopf..). Kommt hier Rigips in Frage? Wie macht man eine vernünftige Trittschalldämmung?
Vielen Dank für Eure Antworten
Pia



Können Sie



erkennen, wie die originale Decke aussah? Wenn die Balken längs an den Seiten (grob mit dem Beil gehauene) Nuten haben, dann waren da ursprünglich Lehmwickel drinn. Die würde ich dann auch wieder einbauen. Lassen sich leicht mit Jutegewebe und Staken aus Restholz (Dachlatten, alte Dielen etc.) selbst herstellen. Von oben und unten mit reichlich Lehm verstreichen, fertig. Kann man leicht selbst machen, zur Not auch alleine. Bringt Masse = Schall und Wärmedämmung bzw. -speicherfähigkeit.
Eine andere Variante wäre ein Blindboden mit Rieselschutz (Zeitungspapier zB.), obendrauf mit Lehm vermörtelte (Lehm)ziegel oder Leichtlehmschüttung.
Grobe Richtlinie: Holz, Lehm, Kalk funktioniert immer - wenn trocken.



Noch etwas:



Alle bei uns im Haus vom Vorgänger verbauten Gipskartonplatten waren reichlich durchfeuchtet und mußten alle wieder ausziehen. Stattdessen wurden alle Wände zum Teil balkensichtig mit Lehmputz versehen und gekalkt. Die Oberflächen sind mehr oder weniger "buckelig", passen aber nach unserem Befinden viel besser zum Fachwerkhaus, als hundertprozentig ebene Wände.



so im Prinzip



... ist mir das noch nicht ganz klar wie das mit den Balken und Hölzern so ist ...
könnten Sie nicht ein paar Bildchen machen und hier rein basteln?
dann könnte man Näheres schreiben

an sonsten

Viel Erfolg

FK