Vermutlich Hausbock im Neuholz




Hallo,

ich bin neu hier. Wir haben Ende 2008 ein 1899 erbautes Haus gekauft, der hintere Anbau ist vermutlich aus den 30er Jahren.
Im Grunde haben wir alles entkernt, es standen nur noch die Grundmauern. Das Dach wurde mit Dachstuhl komplett erneuert, Aufdachdämmung, sichtbarer Dachstuhl. Lattung Kiefer kammergetrocknet, Balken frisch verbaut.
Wir wohnen hier seit Juli 2010.
Seit einer Woche nehmen wir Nagegeräusche im Obergeschoss in einem der Zierbalken (kein tragender) wahr. Das OG wird dieses Jahr ausgebaut.
Wir wissen auch nicht, seit wann es diese Geräusche gibt. Wir haben sie bisher nicht wahrgenommen, erst jetzt, als hier vermehrt gearbeitet wurde.
Nun war heut erst einmal ein staatl. geprüfter Kammerjäger da, wir haben auch gerade Nagegeräusche gehört, allerdings sind keine Spuren sichtbar. Der Balken hat allerdings einen größeren Riss. Vermutlich wurden durch diesem irgendwelche Eier abgelegt.

Der Schädlingsbekämpfer riet uns zum Abtragen des Balkens und zum Einstreichen mit einem Insektizid des gesamten Dachstuhls. Das möchten wir ungern, da oben 3 Kinderzimmer entstehen und unser Schlafzimmer. Die chemische Keule wollen wir ersteinmal meiden.

Nun ist die Frage, was man überhaupt macht.
Wir wissen nicht, WAS es ist, das da knabbert.
Noch sind auch keine runden oder ovalen Ausfluglöcher irgendwo zu sehen.

Bevor wir aber nun alles weiter ausbauen - der Lehmputzer soll die ersten Septemberwochen kommen - möchten wir das Problem natürlich geklärt haben. Wir wollten Anfang 2014 oben einziehen.

Was ist nun am besten?
Ich habe von der thermischen Methode mehrfach gelesen.
Das wäre mir das liebste. Nach einigen Jahren alles neu zu machen, steht uns nicht der Sinn. Die Frage ist, ob das überhaupt jemand macht, wenn der Schädling nicht identifiziert ist.



Durch die Kammer jagen



Liebe Steffi

Das vom Herrn Kammerjäger vorgeschlagene Vorgehen ist so nicht zulässig, was dieser aus seiner Fachkenntniss heraus wissen sollte.
Das Heißluftverfahren wäre unter Umständen geeignet den vermutenen Befall durch Holzschädlinge erfolgreich zu bekämpfen. Eine fachlich kompetente Untersuchung und Bewertung ist hier allerdings Vorraussetzung,

Gruß aus Bayern

L. Parisek