Bodenaufbau

15.02.2006



Hallo Fachwerkler

Stehe vor folgendem Problem: In unserem Hausflur kommt ein neuer Boden rein. Dielen aus Esche massiv. Nun stellt sich die Frage nach dem Untergrund dafür.
Unter dem Flur befindet sich kein Keller.Der alte Boden (Nadelholz-Dielen) wurden auf Balken genagelt, welche einfach in den Untergrund gelegt wurden. Der Untergrund besteht stellenweise aus lehmigem Boden und andernorts aus Bauschutt (halt einfach Staub). In einem Bereich, dort, wo der Boden lehmig ist, wurde über (!!) die ins Erdreich gelegten Balken eine Dachpappe gelegt. Natürlich ist von diesen Balken nicht mehr viel übrig..... .
Im Sommer roch es in dem Hausflur auch immer recht feucht.
Nun bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Bodenaufbau. An und für sich habe ich nichts dagegen, die Trägerbalken einfach in die Erde zu legen, vielleicht gibt es aber bessere Varianten, wo auchnoch eine Isolation möglich ist?
Von dem Beton-und-Styrodurplatten-Lösungsvorschlag meines Nachbarn (Zitat:"Soll ich Dir sagen, wie man es richtig macht") möchte ich absehen!!!

Herzlichen Dank für jede Idee!!

Grüsse aus der nebligen Schweiz

Marc



Lösungsvorschläge...



...gibt es derer viele, doch man sollte sich dazu ein Vor-Ort-Bild machen können.
Wichtig wäre eine kappilarbrechende und gleichzeizig gut feuchteregulierende Schicht einzubauen, über die man nachher eine wärmedämmende Holzweichfaserplatte Verlegen könnte mit sofortiger Aufnahmemöglichkeit der Holzdielung.
Präzisere Info's kannst Du auch bei Frank Hendrich (DHD) unter: 01705467899.
Um eventuelle Absenkung des derzeitigen Untergrundes wirst Du scheinbar nicht herumkommen.

Grüße Udo



Möglichkeiten ohne Ende...



...sehe ich auch vor mir, was jedoch nicht unbedingt dazu beiträgt, mein Problem zu lösen.
Habe folgendes gefunden:

http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/5306$.cfm

Der Stefan Meier hat da einen Aufbau skizziert, der sicherlich den Balken von jeder Feuchtigkeit von unten freihält.
Da ich bei mir nicht so sehr auf die Wärmedämmung angewiesen bin (ist ja nur ein Flur), könnte ich es doch so machen wie in der Zeichnung (oder zumindest ähnlich) und die Zwischenräume leer lassen.
Die Oberfläche der Dielen würde ich gerne mit einer Versiegelung versehen, da man dort auch mal mit den schmutzigen Schuhen reintrampelt. Macht diese wohl gleich so zu, dass ich auch eine Plastikfolie drauflegen könnte? Somit würden die Balken ja auch wegfaulen.

UUaargghhhh!?!? Gäbe es doch nur eine Schulbuchlösung dazu!!

Viele Grüsse

Marc



Eventuell



Diese Lösung ist schon in etwa machbar, doch sollten einige Kleinigkeiten verändert werden.
Absenken des derzeitigen Niveaus, um eine kapillar- und feuchteregulierende Ebene einbauen zu können (Kalksplitt bzw. Kalkschotter; können wir Dir liefern im Sack!).
Darüber dann einen gut gebrannten Ziegel zur punktionalen Auflage der Balkenhölzer, die noch auf eine Hanfentkopplung gelegt werden.
Nachher die Balkenzwischenräume fast oberflächenbündig auffüllen (Kalksplitt mit einer leichten Dämmebene als Puffer und nachher die Hobeldielung aufbringen.
Umlaufend eine gute Belüftungsebene schaffen und auch die Randleisten in belüfteter Ausführung anbringen.
Wie groß ist eigentlich der Flurbereich, eher schmal (Schlauch) oder eher quadratisch. Danach richtet sich auch das Verlegbild der Dielung und dessen Unterbau.

Grüße Udo



Habe versucht...



...Deine Hinweise in einer Skizze darzustellen.
Es sieht so aus, als würde der Ziegel schweben, natürlich ist darunter und daneben Kalksplitt.
Was verstehst Du unter einer "leichten Dämmebene als Puffer"? Zwischen Dielung und Splitt also noch Dämmmaterial? auch Hanf?
Das mit den belüfteten Randleisten habe ich noch nicht geblickt. Hättest Du vielleicht ein Bild dazu?

Herzlichen Dank für Deine Bemühungen!

Marc



In etwa genau so...



...hast Du es richtig erfaßt.
Die zwischen gelegte Dämmung könnte aus Kokosfaser bestehen, da diese verrottungsfest ist.
Natürlich auch Hanf. Dieser Bereich ist natürlich abhängig von der Gesamtaufbauhöhe.
Die randmäßige Belüftung bedeutet, daß erstens die Dielung mindestens 10-12 mm umlaufend vom Baukörper entkoppelt eingebaut werden sollte und dieser bereich kann ebenfalls mit Kokosranddämmstreifen leicht pressig ausgebildet werden. Die Randabschlußleiste sollte nachher auch ermöglichen, daß die somit erstellte Umlauffuge diese Belüftungsvariante (Ablüftung) auch mit unterstützt.
Die Befestigung dieser stets auf der Holzdielung vornehmen.
Also entweder unterseitige Lüftungseinkerbungen oder randseitige lassen bzw. einfräsen.

Grüße



@Nachtrag





Wunderbar



So ist mir schon alles viel klarer!!

Vielen Dank und schönes Wochenende (habe morgen frei, dann wird gebaut!)

Viele Grüsse

Marc



Da fällt mir noch was ein...



...wie schaut's denn aus, wenn man den Boden auf dem gezeigten Bild mit einem feuchten Lappen reinigt? Durch die sehr flache Leiste kommt man doch sicherlich schnell mit dem Lappen an die Wand und macht diese schmutzig?

Gruss

Marc



Kreativität



Einfach sich im Kopf eine passende Lösung dazu einfallen lassen.
Wie schaut es mit eventuellen Materialunterstützungen aus?
Kalksplitt, Kokos, Hanf etc.
Einfach mich vielleicht im Büro mal zurückrufen, dann kann man noch dies und das beschwatzen und Machbarkeiten ergründen.

Grüße in die CH.



@Marc



Hi Marc, da bin ich wohl vorher auf eine alte Frage "reingefallen". Aber jetzt hab ich es ja,
Mache jetzt leider Feierabend, schönen Abend noch, Grüsse Kai