Welcher Kalkmörtel kommt unter die Schwelle/den Schwellbalken?

26.04.2006



Hallo,
hier mal wieder ein gerne kontrovers diskutiertes Thema.

Was kommt unter die Schwelle/den Schwellbalken? Wir werden eine 2 cm Kalkfuge darunter haben und ich würde mich freuen, wenn Ihr mir ein bewährtes Produkt nennen könntet. Ziel ist es eine ausreichende Druckfestigkeit bei einer geeigneten Diffusionsoffenheit zu erreichen. Auf der Schwelle stehen vier Stockwerke.

Hintergrund: Unser Fachwerkhaus in Mittelhessen benötigte auf 10 Metern (über Eck) eine neue Schwelle, da die alte durch einen fehlenden konstruktiven Holzschutz (das Gegenteil war der Fall) stark geschädigt war. Das Bruchsteinmauerwerk (Grau-/Grünwacke) darunter hatte auch gelitten (in einem Bereich sogar leicht nach außen gekippt), so dass in Absprache mit dem Denkmalschutz ein stahlamierter Ringbalken darunter gegossen wurde. Eine 2 cm Fuge wurde zwischen dem Beton und dem Balken frei gelassen und soll nun mit Kalkmörtel ausgefüllt werden. Da der Statiker kein Baustoffspezialist ist (auch wenn er Erfahrung mit Historischen Gebäuden hat) will er uns nichts schwarz auf weiß geben . Der Maurer würde irgendetwas Kalkiges nehmen.
Also muss ich mich selbst schlau machen.
Habe hier schon vieles gelesen aber so richtig schlau bin ich noch nicht.

Ich muss noch dazu sagen, dass das Fachwerk und der Ringbalken von außen in geeigneter Weise gedämmt und verputzt wird (diffusionsoffen) . Es sollte also nicht zur Kondensation von Wasser kommen. Mit aufsteigender Feuchtigkeit haben wir in diesem Bereich weniger Probleme und das soll nach Statiker von dem Ringbalken abgehalten werden.

Über Tipps zu einem verwendbaren Kalkprodukt würde ich mich sehr freuen.

Danke und Gruß
Jörg



Als Kalkputz



oder Mörtel würde ich die von
www.solubel.de nehmen.
mit denen haben wir gute Erfahrungen gemacht!
Die haben Jahrzehnte lange Erfahrungen!

Lesen Sie die Seiten und vergleichen Sie!

Bin gespannt was der Betonsockel so alles "anstellt"!

mfG

FK



Danke!



Hallo Herr Kurz,
danke für Ihren Tipp.
Ich wollte ja auch keinen Beton im Haus haben. Das ist das einzig starre Element und passt eigentlich nicht zum Rest. Da sich das Haus aber auf dieser Seite schon etwas geneigt hat (dadurch, dass die Grundmauer und die Schwelle etwas nach aussen gewandert sind) Wollte der Fachwerkrestaurator und ich auf "Nummer sicher" gehen, damit das Gebälk jetzt dort bleibt wo es hingehört (Die Verstrebung mit Innenwänden ist auch nicht so ideal möglich) und die Lastabtragung flächig auf die Grundmauer erfolgt.
Aber auch von den Fachleuten legt da keiner eine Hand ins Feuer und man bleibt irgendwie alleine mit den Entscheidungen...
Gruß
Jörg Schmidt