Balken Marode, Nass über Sockel

28.04.2019 Lousan



Hallo Zusammen.
Im Rahmen eines Wasserschadens haben wir angefangen das Bad neu zumachen. Zu meinem entsetzen musste ich feststellen, dass ein ca 2 m langes Stück vom Balken (Schwellenbalken? Liegt auf dem Sockel auf) Morsch ist bzw an ca 50 cm nicht mehr vorhanden ist. Ein weiterer Balken der bis zum Fenster geht ist ebenfalls morsch. Meine Frage. Können die Balken gegen Steine ersetzt werden? Leider hat der Vorbesitzer die Fassade verputzt. So würde es nicht auffallen wenn statt Holz nur Steine da sind.
Sollte das nicht gehen:
Muss der Balken auf der kompletten Länge getauscht werden oder reicht das marode Stück?
Mit welchen Kosten muss ich rechnen? Denke das das ein Fachmann machen muss?
Verzweifelte Grüße aus Nrw



Balkentausch



grundsätzlich ist es möglich und auch übliche Praxis, nur die betroffenen schadhaften Bauteile auszutauschen, wenn eine je nach den Erfordernissen statisch belastbare Verbindung zwischen alt und neu hergestellt wird. Wie das bei Ihnen umgesetzt werden kann, sollte ein Zimmermann mit Erfahrung im Fachwerkbau vor Ort entscheiden. Teile des Balkenwerks gegen Steine auszutauschen ist teilweise kritisch, vor allem wenn nicht nur Druckkräfte ( senkrecht), sondern auch Zugkräfte abgeleitet werden bzw. auftreten. Davon ist vor allem bei Schwellbalken im Fachwerkverbund auszugehen. Über die Kosten kann natürlich aus der Ferne nicht viel gesagt werden, da nicht bekannt ist, wieviel Vorbereitungszeit für die Herstellung der Baufreiheit, die Baustelleneinrichtung, evtl. Gerüst etc nötig sind. Der eigentlich Balkentausch ist da meist nicht der größte Posten, zudem läßt sich in Absprache mit dem Zimmermann oft auch Eigenleistung erbringen.



Schwelle partiell austauschen



Ohne genauere Kenntnis des gebäudes kann nicht angegeben werden, ob ein Ersatz von schwellenteilen oder nur Ausmauerung genügt.
Wo in NRW ist das Gebäude? Momentan bin ich in NRW, bei Bonn und könnte es ansehen wenn nicht zu weit entfernt.
Bei verputzter Fassade wird diese ggf in Mitleidenschaft gezogen, was möglichst vermieden werden sollte.