Zwischendecke sanieren?

07.04.2008



Hallo Zusammen,
ich möchte die Zwischendecke zwischen erstem OG und Dach sanieren. Es ist eine alte Balkendecke (Bj.37). Zwischen den Balken ist Stroh, Lehm, Sand usw. zu finden. Darüber sind Bretter geschraubt und das wars. Die Bretter quitschen höllisch und sind völlig schief und wenn man auf dem Boden läuft senken sie sich teilweise um ca. 5cm.
Meine Idee ist, die alten Bretter sowie die Füllung zwischen den Balken zu entfernen.
Aber wie mache ich dann einen vernünftigen Bodenaufbau, der Gerade ist, nicht nachgibt wenn man darauf läuft und nicht viel aufträgt, da die Raumhöhe nicht sonderlich hoch ist und ich um jeden cm. kämpfen will. Als endgültiger Boden (Nutzschicht) sollte Echtholzparkett oder ein Dielenboden sein.
Kann mir hier jemand weiterhelfen?
Vielen Dank im Vorraus
Grüße
Chris



Balkendecke



Tun Sie sich einen Gefallen und lassen Sie den Einschub drin.
Dieser bringt die benötigte Masse (Schallschutz). Die Balken sollten natürlich bei der Gelegenheit auf ihre Tragfähigkeit geprüft werden. Der weitere Bodenaufbau richtet sich nach Ihren individuellen Gegebenheiten. Für Parkett/Dielenboden Sprechen Sie z.B. mal Resauratio Thomas W. Böhme hier im Forum an.


Gruß vom Edersee



Ich frage mich,



wie sich die Bretter so stark durchbiegen können. Man benötigt doch noch ein paar Angaben um hier eine Antwort geben zu können. Wenn von 5 cm Durchbiegung die Rede ist können das doch eigendlich nur die Deckenbalken sein und nicht die Bretter. Dann habe ich aber starke statische Bedenken. Solange das nicht geklärt ist muss man über die anderen Dinge nicht nachdenken.





Hallo

Sie wollen ihr Zwischendecke sanieren?
Ich würde Ihnen Strohleichtlehm als empfehlen.
Wir Stellen Lehmbaustoffe aller art her und handeln mit Naturbaustoffen.
Ich benötige noch ein paar Angaben um hier eine Antwort geben zu können.
Für weitere Fragen Können sie mich auch Telefonisch erreichen unter der Nummer 01713669359



Mit freundlichen Grüßen
Lehmbau-Schleusner

Unser Motto ist Leben und leben lassen.



Hmm...



Also ich weiß nicht, Frau Schleusner...
Ihr Geschäftssinn in allen Ehren, aber Sie wollen doch hier dem Fragesteller nicht empfehlen alten Lehm raus und neuen rein??
Ganz davon abgesehen das dies unnötige Kosten verursachen würde, sollte man doch auch immer Substanzschonend arbeiten.
Die Vorgehensweise ist doch nach den vorangegangenen Antworten ziemlich klar, denke ich.

1.Alte, defekte Dielen runter
2.Ausgleichsschüttung (Schlacke, Spreu oder was auch immer) entfernen.
3.Statik der Deckenbalken am besten durch einen Zimmermann überprüfen und ggf. wiederherstellen.
4.Fußbodenaufbau mit Dielen / Parkett

Viele Grüße





Hallo

Nein da haben sie mich missverstanden sie sollen natürlich nicht den alten Lehm gegen neuen Lehm ersetzen.
Ich wollte ihnen nur mitteilen dass wir Lehmbaustoffe herstellen.

Falls sie weitere Fragen haben rufen sie mich bitte an.




Mit freundlichen Gruß
Lehmbau-Schleusner





Es ist natürlich legitim auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen, schließlich leben wir Selbstständige ja auch davon... Aber ein bisschen Fachlichkeit sollte man dem Fragensteller doch auch vermitteln, oder? Ihre letzten Beiträge hier im Forum erinnern mich eher an Spams.

Viele Grüße



Laß dich jetzt mal nicht von den Angeboten...



...an Lehmbaustoffen verwirren, sondern mach es so, wie Mathias geschrieben hat. Die alten Dielen müssen ja ohnehin runter. Wenn die alte Schüttung raus ist, sieht man den größten Teil der Balken. Wenn dann der Zimmerman das OK gibt, dopple seitlich die Balken auf (ich habe 6x18 cm genommen), und zwar vom höchsten Punkt ausgehend ins Wasser. Danach mit einer neuen Schüttung die Felder füllen und die neuen Dielen auf die Aufdopplung schrauben. Dann hast du an Plus lediglich die Dielenstärke ausgehend vom höchsten Punkt. Mit Parkett wirst du in Summe eher höher kommen. Thomas Böhme ist der richtige Ansprechpartner für derlei Arbeiten.
Und richtig, tu' dir den Gefallen, und laß den alten Lehm drin. Ich mußte im DG den Einschub ausbauen, da er voller Mäusepi*** war, und das war eine Höllenarbeit.

Gruß Patrick.



Danke Danke



Also, erstmal vielen Dank für die Antworten.
Ich werde es jetzt so machen:
- alter Dielenboden raus
- Schüttung raus - wenn schon neu dann richtig!
- Balken begutachten lassen
- seitliche Aufdopplung an die Balken wie von Patrick beschrieben
- neue Schüttung rein
- Verlegeplatten draufgeschraubt
- Trittschalldämmung drauf
- Parkett drauf.

Gibt es bei diesem Aufbau irgendwelche Bedenken? Abgesehen von dem Mehraufwand durch das Entfernen der alten Schüttung.
nochmals Danke
Grüße
Chris



Was ist mit Innenasphalt?



Hat schon jemand damit Erfahrung gesammelt?

Wäre das eine sinnvolle Alternative zu dem Aufbau den ich eigentlich vorhabe?

Grüße
Chris



Fußbodenaufbau



Gußasphalt geht grundsätzlich auch auf Holzbalkendecken, aber der Untergrund sollte einigermaßen gerade sein.
Die 5 cm Höhenunterschied müssen vorher ausgeglichen werden.
Die Decke sollte natürlich nicht zu stark schwingen. Um die beschriebenen Vorleistungen zur Ertüchtigung der Decke kommt man nicht herum.
Und dann kann ich auch Dielung einbauen.

Viele Grüße



Masse plus Dämmstoff



Warum denn die alte Füllung entfernen?
Diese ist doch sicherlich nicht schlecht. Sondern der eigentliche Grund ist doch die federnde und knarrende Dielung.
Also sollte man doch nur erst einmal diese entfernen und schauen, wie man u.U. die zu große Spannweite verringert und so eine neue Aufbaulösung erarbeitet.
Nach Neuverlegung des Dielenbodens kann man dann nachher unter diese den verbleibenden Hohlraum mit einer Einblasdämmung voll blasen.
Stellen Sie doch dazu einmal ein Bild mit ein, daß man einen besseren Eindruck vom Ganzen bekommt.

Grüße Udo Mühle