Fußbodenaufbau bei einem alten Gebäude mit Zwischenböden

19.02.2007



Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich habe ein altes Haus wo sich zwischen dem Erdgeschoss und dem Dachgeschoß ein Zwischenboden (ca. 0,5m) befindet. Nun muss ich im Dachgeschoss einen neuen Fußbodenaufbau machen, da die alten Bretter auf den Balken morsch waren. Die Balken sind noch vollkommen in Ordnung. Ich hatte überlegt, ob man nicht zwischen den Balken eine Lattung anbringt, darauf dann Sperrholzplatten, dann Peliteschüttung bis kurz über die Balken und dann Estrichverlegeplatten. Aber wie sieht es da aus mit Dämmung, Trittschall usw. und mit der Traglast. Würde mich über Ratschläge freuen. Dank



Wie soll das Dachgescho



genutzt werden?

Ist auf den Balken ein größerer Höhenunterschied auszugleichen oder ist der jetzige Boden im Niveau akzeptabel?

Welche Querschnitte und Spannweiten haben die Balken?

Welche Oberfläche soll der Boden im DG erhalten?

Grüße

Thomas



Deckenkonstruktion



Guten Tag,

was Sie vorhaben ist sozusagen der Bau eines Einschubes.
Allerdings kommt es darauf an, hier schwere Masse einzubringen. Das Prinzip, Latten parallel zu den Balken anzubringen, darauf einen Blindboden (Rauhspund mit Rieselschutzfolie) zu verlegen, ist richtig.
Eine lose Schüttung bringt aber relativ wenig Masse. Ich schlage Ihnen eine Kombination aus Gehwegplatten (schwer) und Leichtbeton vor: Gehwegplatten einlegen, Leichtbeton bis kurz unter OK Balken eingießen (Thermozell 250 - 500 je nach Tragfähigkeit). Damit alleine erzielen Sie aber noch nicht die notwendige Scheibenwirkung. Um auch horizontal steif zu sein, sollten die Balken mit Rauhspund oder OSB vernagelt werden. Den Trittschall, wenn einer nötig sei sollte, erzielt man dann mit Matte + Gehschicht. Dazu sehen Sie sich am besten die Detailblätter z.B. von GUTEX oder PAVATEX an,
nicht daß noch eine Schicht vergessen wird.

Gutes Gelingen



mit der Tragfähigkeit



sollten Sie auf alle Fälle mal einen Statiker einbeziehen. Gerade wenn sie Masse einbringen wollen!(Habe ich schon im Forum gelernt) Bei den Estrichverlegeplatten sollten Sie mal prüfen ob diese für einen derartigen Einsatz zugelassen sind? Die sollen hier doch tragen?(meine von Fermacell können das nicht) Oder doch die Sperrholzplatten mit Schüttung? Oder habe ich da eine tragende Schicht überlesen?

Zum mal lesen ist auch der Verweis unten gut! Vielleicht hilf's!

Gruß Marko



---Forenreferenz-----------
Renovierung & Sanierung von historischen Gebäuden -
Hallo liebe Forumsteilnehmer,

folgendes habe ich beim stöbern im Web gefunden:

http://www.verwaltung.steiermark.at

dort über Schnellsuche nach "REVI-Handbuch" suchen

weiter bei "Wohnbauforschungsprojekte des Landes Steiermark"

(oder über google nach "REVI-Handbuch" suchen)

Ich denke diese PDF's dürften für alle Renovierer interessant sein.
(Für nicht-DSL-Nutzer: Es sind etliche MB, lohnt sicht aber)

viele Grüße

Christoph Meier mehr ...
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