Hausbock im Douglasien Gebälk




Hallo habe probleme mit unseren mitbewohnern (Hausbock larven) Unser Haus ist 1998 gebaut worden Gebälk aus Douglasie Balken 10-20 cm First balken 14-25 cm stark keine Mittelpfete. Habe vor 4 monaten nach langem suchen 5 Larven von der Größe 1cm- 4cm ca. 0,5 cm dicke aus einem Balken geschält ,sie ware ungefähr 1cm tief im Holz auf einer länge von 5 m.Jetzt haben wir im gegenüberliegenten Zimmer auch sehr laute nagegeräusche die einen um den schlaf bringen. Genau lokalisiert habe ich die Larve leider noch nicht aber ich denke sie kann sogar in dem selben Balken sein wie die anderen denn der Balken geht durch die Wand in unser Schlafzimmer.Meine frage ist was kann ich dagegen tun denn unser Haus ist offen bis in den First (sichtgebälk)
Und bis zum Keller kein Abschluss also wird mit Heißluft wahrscheinlich sehr schwer zu machen sein und sehr teuer!
Die 2 Frage wie wird es mit der Statik sein gibts Probleme
trotz Douglasienholz??? Hoffe auf reichlicht Antworten sind schon ganz verzweifelt und übernächtigt im voraus schonmal vielen Dank!!



Vielleicht reicht es ja,



nur den Balken mit dem Befall z.B. mit einem Heißluftfön ausreichend Leistung zu erhitzen!?



Geräusche


Lutz Parisek

Hallo Adolfo

Ich denke du solltest von einem neutralen Fachmann die veschiedenen Möglchkeiten einer holzschutztechnischen Sanierung prüfen lassen. Dies kann die Heißluft, aber auch eine Begasung oder Bekämpfung mit Mikrowelle sein. Für eine rein chemische Bekämpfung sehe ich anläßlich der geschilderten Umstände nur eingeschränkte, aber durchaus zu überlegende Ansatzpunkte.

Zur Frage der Staik ist es wichtig zu wissen, dass die Larven nur das Splintholz angreifen. Sollte genügend Kernholzanteil vorhanden sein, halte ich eine wesentliche statische Schwächung für unwahrscheinlich. Dies sollte allerdings im Zweifelsfall von einem Tragwerksplaner geprüft werden.

Gruß
L. Parisek



Relationen



Hallo Karsten

Dies mit dem Heißluftföhn ist gut gemeint. Der Föhn ist hier aber technisch vollkommen überfordert und sollte beim Friseur oder Maler bleiben.

Gruß

Lutz



Genau wie Lutz sagt



Guten Tag, es ist wie Lutz sagt. Ich weiß nicht wo Sie in Rheinland-Pfalz sind. Möglicherweise ist der Kollege Reiner Klopfer in der Nähe. Er ist ein erfahrener Sachverständiger für Holzschutz. Auf die schnelle habe ich keine Adresse parat, versuchen sie es ggf. über das Sachverständigenverzeichnis der IHK. Mit freundlichen grüßen Ulrich Arnold



@Lutz



Mit diesem Gerät sollte man sich lieber nicht die Haare fönen ...
Den Tip habe ich von einem Architekten, der das im Selbstversuch erfolgreich getestet hat - das erhitzen meine ich. Die Larven dringen ja nicht so tief ein, so daß sie "erreichbar" sind. Und wenn der Befall noch nicht weit fortgeschritten ist, warum nicht mal versuchen? Vergiften oder vergasen würde ich mir überlegen, immerhin ist es das Schlafzimmer.
Viele Grüße!



Hitzeexperimente



Hallo Karsten

Was für einen Selbstversuch hat der Architekt gemacht, den mit den Haaren oder den mit der partiellen Hausbocksauna ?

Weisst du Karsten, ich halte nicht viel von abenteuerlichen Ratschlägen auch wenn sie noch so gut gemeint sind. Wir haben hier im Forum schon die abenteuerlichsten Ratschläge(Eicheln, tickende Wecker etc.) gehabt, die kamen auch mit tiefer Inbrunst von bekannten Architekten (wobei man meint, die sollten es eigentlich besser wissen).

Wenn solche Maßnahmen aus reiner Forscher- und Experimentierfreude ausprobiert werden find ich das toll und spannend. Wenn aber handfeste Probleme mit Immobilien dahinterstehen, beginnt eine gewisse Verantwortung. Ein falscher Ratschlag kann, wie ich immer wieder erleben musste, die übelsten Konsequenzen nach sich ziehen und die spürte leider meist nur der arme Bauherr.

Gruß

Lutz Parisek



Hallo tolle Tips aber manche scheinen mir nicht realistisch



Hallo danke für die Antworten !!
Also zu Thema Heißluftfön, da ich Dachdecker bin und selbst im bereich Flachdach mit dem Fön zu tun habe, kann ich mir das sehr schlecht vorstellen. Müsste ja mindestens 2Std auf die ein und selbe Stelle halten um 55 grad im Holz zu erreichen wird sehr anstrengend. Vergasen und Chemie weis nicht ,habe sowieso sämtliche allergien und dann noch Gift Nein das wäre dem Guten doch zu viel. Bliebe nur Heißluft und Mikrowelle, aber die Kosten wären warscheinlich extrem.
Weis ja jeder wie es so ist im portmonai nach dem Bauen!!!
Und was ist mit den Dachüberständen? die werden doch nicht warm, oder behandelt man die dann mit CHEMIE
Habe Bilder hinzugefügt es zeigt den Balken in dem ich die Larven fand,und die Ecke mit den lauten Frass geräusche
Bitte Bild anklicken



Wurde das Foto



nach der Behandlung mit dem Industriefön aufgenommen oder nach dem Einsatz der chemischen Keule?
Es steht doch alles schon da: Ausheizen des ganzen Hauses ist zu teuer und Chemie ist bedenklich - warum also nicht den Versuch wagen? Die Befallsstelle markiert und erhitzt, später nochmal kontrollieren. Stunden wird das nicht dauern, weil ja nicht der gesamte Balken bis in den Kern erhitzt werden muß.
Bleibt die Frage, ob so dem Tierchen die Lebensgrundlage dauerhaft entzogen wurde. So ich das richtig verstehe, handelt es sich um einen Balken im Firstbereich. Könnte es sein das die Holzfeuchte im Laufe der Zeit zugenommen hat? Nur mal als Gedanke.
Im Übrigen hätte ich das nicht vorgeschlagen, wenn ich mir nicht sicher wäre, das mir "dieser Architekt" keinen Bären aufgebunden hat.
Letztlich aber entscheidet der Hausherr und sein Portemonaie, welche Maßnahme getroffen wird. Ansonst gilt obiger, dunkel hinterlegte Hinweis.
mfg
Karsten Hildebrandt



Holzfeuchte



Hallo Karsten; Wie soll die Holzfeuchte zunehmen ????
Reinregnen tut es nichtund Kondenswasser hab ich auch nicht.
Habe eine Bauder Ausendämmung, und die hab an der First mit Bauder Bauschaum ausgeschäumt nach dem trocknen mit Bauder KSD band überklebt so dass die Dampfsperre auch hergestellt ist. Wie Du siehst alles von einem System und da ich es selbst verlegt habe kann ich mir sicher sein das ich davon keine gestiegene holzfeuchte habe.Bliebe nur noch die Körper eigene ausdünstung im Schlafzimmer, aber kann ich mir auch nicht vorstellen.Als wir das Gebälk aufschlugen war es schon sehr feucht aber das wird nicht der grund sein wegen trockenholzkäfer???? Wenn alle Stricke reisen werd ich mich
mal mit dem Fön hinstellen hab ja nichts zu verlieren,wird auch kein Schaden sein,vorausgesetzt ich kann die Larven direket eingrenzen . Mir kommt es nähmlich so vor als ob die blöden Viehcher merken wann ich auf der lauer liege (herrlich Ruhe)oder im Bett liege, denn dann genau dann gehts richtig los ein knappern so laut als ob sie jeden moment aus dem Balken kommen.
mfg
aus kottweiler



Zum Glück



habe ich das Problem nicht, darum kann ich leider auch keinen Tip geben, wie man die Larven am besten lokalisiert. Ich habe mal eine Maus gefangen - mit der Hand und viel Geduld ...
Wasser(dampf) atmet man auch aus. Wenn nun das Bauwerk zwecks Energiesparen sehr dicht verschlossen ist und keine feuchteregulierenden Materialien wie Lehm oder Kalk verwendet wurden, nimmt zwangsläufig die relative Luftfeuchte zu. Diese ist abhängig vom Wassergehalt und der Lufttemperatur. An kühleren Bauteilen, z.B. im Bad am Spiegel, an den Fliesen oder in Gebäudeecken der Außenwände, kühlt die Luft ab und kann 100% rel. Feuchte erreichen. Die Luft ist nun gesättigt und kann kein Wasser mehr aufnehmen bzw. das Wasser kondensiert am Bauteil. So beschlägt der Spiegel, die Fliesen oder eben der Balken, wobei es bei diesem weniger offensichtlich ist, da Holz je nach Art mehr oder weniger gut Wasser aufnimmt. Die Feuchtigkeit des Holzes kann aber nun Werte annehmen, bei denen die Käferlarven sich gut entwickeln oder irgendwann sogar Pilze wachsen. Irgendwo - und da sind wieder diese zuverlässigen Informationen - habe ich ein Diagramm gesehen, woraus man entnehmen konnte, daß bei einer Holzfeuchte von weniger als 10% praktisch kein Schädling sich gut entwickeln kann.
Irgendwie mußt Du sicherstellen, daß der oder die Balken trocken werden und auch bleiben. Gut Lüften fällt mir da ein, außerdem Stichworte wie Bauteiltemperierung, konstruktiver Holzschutz und Materialwahl (auch zur Dämmung). Hierzu kann man in diesem Forum viel finden. Fleißig lesen ist da angesagt!
Viele Grüße und viel Erfolg!



Gedankenexperimente



Hallo Karsten

das was du beschreibst wäre z.B. ein gedachter Stahltank und kein Haus. Hier würden die Leute sich nicht beklagen denn die wären schon längst erstickt.
Ich verstehe natürlich deinen Gedankenansatz, aber hier die Ursache für Adolfos Problem zu suchen, dass kann ich nur schwer nachvollziehen.

Lutz



Hier im Forum



findet man auch Beiträge, die diesen Sachverhalt recht gut illustrieren. Woher auch immer die Feuchtigkeit kommt - Kochen, Waschen, Keller etc. - sie muß aus dem Haus heraus können. Ich erinnere mich z.B. an ein Bild, welches zeigt, daß hinter einem gar nicht mal großen Riss in irgendeiner Folie der Außenwandverkleidung die Mineralwolldämmung einschließlich einem nicht gerade kleinen Stück Ständerwandholz völlig durchnäßt war. Keine Wasserleitung oder dergleichen zu sehen.
Adolfo schrieb:

" ... Habe eine Bauder Ausendämmung, und die hab an der First mit Bauder Bauschaum ausgeschäumt nach dem trocknen mit Bauder KSD band überklebt so dass die Dampfsperre auch hergestellt ist. Wie Du siehst alles von einem System und da ich es selbst verlegt habe kann ich mir sicher sein das ich davon keine gestiegene Holzfeuchte habe.Bliebe nur noch die Körper eigene ausdünstung im Schlafzimmer, aber kann ich mir auch nicht vorstellen.Als wir das Gebälk aufschlugen war es schon sehr feucht ... "

Woher kam das Wasser? Wenn es stimmt, daß der Körper über die Atmung bei normaler Belastung des Nachts bis zu 2 Liter Wasser verliert, dann muß das ja auch irgendwo hin. Bei -20°C steht ja nun auch nicht die ganze Zeit das Fenster auf, aber gerade im Firstbereich ist es dann doch recht kalt. Das jedoch ist genau der Ort, wohin die warme Luft aufsteigt, um sich abzukühlen. Halte ich für plausibel.





Hallo Karsten

Ein Mensch gibt bei ruhiger Tätigkei innerhalb von 24 Stunden ca. 1,5 Liter Wasser (ohne Toilette) ab, beim Schlafen ist es noch weniger.
Wenn man in einem Nachtschlaf von ca. 8 Stunden 2 Liter Flüssigkeit verlieren würde, sollte man Abmagerungskuren ins Bett verlegen.

Wenn es bei einer Raumtemperatur von 20°C und einer erhöhten Luftfeuchte von 60% zu Oberflächenkondensationen kommen soll, dann muß die Oberflächentemperatur unter 12,0°C sinken. Ein recht unwahrscheinliche Temperatur für die von dem zitierten Frager geschilderte Aufdachdämmung oder auch dem Holz mitten in einem beheizten Raum. Hier müsste die Luftfeuchte schon auf ca. 85% steigen um überhaupt irgendeine Chance der Kondenstaion an solchen Materialien zu haben. Hier kommt beim Holz dann noch das Adsorption- und Desorptionsvermögen hinzu, dass die kurzfristig entstandene Feuchte doch recht schnell wieder abgeben würde.

Ich denke der zitierte Frager sollte doch noch einmal woanders suchen.

Gruß

L. Parisek



Wenn



der Theorie nur nicht die Praxis entgegenstünde ...

Leider reicht der Zweifel nicht, es wurde um einen Ratschlag gebeten! Die Ursache für Adolfos Problem findet man sehr wahrscheinlich in der erhöhten Holzfeuchte, doch wo kommt denn nun das Wasser her? Rohrbruch und undichtes Dach kann man sicher ausschließen. Konstruktiver Holzschutz braucht weder Mikrowelle noch Chemie - hatte man ja vor 200 Jahren auch nicht. Nur baut man heute die Häuser leider nicht mehr so. Hier mim Forum kann man reichlich lesen: "Seit dem Einbau meiner neuen Fenster vermodern mir die Deckenbalken" oder "Hausschwammalarm wegen Styropor-Dämmung" - nicht im Wortlaut, aber man findet genug.

Was kann Adolfo aber tun?

Meine Ansicht habe ich dargelegt, und ich hoffe, das es etwas nutzen wird. Vielleicht erfahren wir ja später einmal, was schließlich heraus kam.
mfg



Früher war alles besser...



@ Herrn Hildebrandt:

Auch wenn es das eigentlichen Thema hier nicht direkt betrifft, so stelle ich doch immer wieder mit Verwunderung fest, dass es diverse Leute in diesem Forum gibt, die die Vergangenheit verklären, getreu dem Motto: Früher war alles besser! Wenn man heute doch nur so wie früher bauen würde, dann hätten wir gar keine Bauschäden. Diesem Tenor möchte ich doch einmal ganz deutlich widersprechen! Wir besitzen selber ein Haus von ca. 1850, insofern weiß ich auch, wovon ich rede. Unser Dachstuhl mußte vor 2 Jahren ersetzt werden, weil die Fusspfette und diverse Balken von Insekten mehr oder minder stark zerfressen worden waren. Und das, obwohl (oder vielleicht gerade WEIL?) der Dachstuhl weder chemisch behandelt war noch in irgendeiner Weise gedämmt war. Wegen fehlender Horizontalsperre sowie einer nicht existenten Isolierung gegen Wasser ist der Keller als Lagerraum für alles, was Schimmel ansetzen kann, unbrauchbar. Teerpappe war leider um 1850 unbekannt. Und aufgrund einer fehlenden Wärmedämmung haben wir einen Wärmebedarf von 145 W/qm - trotz 60 cm dicker Mauern. Porotonziegel oder KS-Steine sind nun mal ein Baustoff unserer Zeit. Früher war vieles anders, aber nicht zwangsläufig besser! Dass heute viele Bauschäden auftreten, ist in den allermeisten Fällen die Folge schlampiger oder unsachgemäßer Verarbeitung. Das kann aber nicht den Baustoffen angelastet werden. Weiterhin ist es der SINN dieses Forums, sich hier bei Problemen oder Unsicherheiten Rat zu holen. Daher ist es nur logisch, dass man hier vermehrt über eben diese Dinge liest. Wer postet hier denn: Bei mir ist alles OK - ist ja schön, hilft hier aber keinem weiter.

Zum Thema Hausbock: Gemäß den Ratschlägen im nachfolgenden Link (http://www.holzfragen.de/seiten/hausbock.html) hat Adolfo eigentlich schon eine ganze Menge unternommen, um einem Befall vorzubeugen. Nur sollten wir uns vor Augen führen, dass der Hausbock ein Fluginsekt ist, dass gerade in der warmen Jahreszeit am aktivsten ist. Also in der Zeit, wo man gerne und auch lange lüftet, erst recht, wenn es sich um Dachzimmer handelt. Ein Befall ist also relativ leich möglich. Und gemäß diesem Link (http://www.jochenwiessner.de/download/ModerneLegenden.pdf) reicht die normale Ausgleichsfeuchte im Holz bereits für einen Befall aus - es ist also gar nicht erforderlich, dass das Holz (fehl-)konstruktionsbedingt oder aus welchen Gründen auch immer besonders feucht ist. Von daher kann ich Adolfo eigentlich nur raten, die Viecher gemäß dem Rat von Hr. Parisek zu bekämpfen, dann alle Ritzen / Risse an den Balken zu verschließen und weiterhin die Augen und Ohren offen zu halten. Plan B könnte die nachträgliche Imprägnierung der Deckenbalken und eine anschließende Verkleidung beeinhalten - nur wäre dann halt des Sichtgebälk nicht mehr vorhanden. Ob das eine echte Alternative ist, kann ich nicht beurteilen.

Viel Erfolg!



Immerhin



ist Adolfos Haus nun schon 8 Jahre, da hat er ja gemäß Ihrer Erfahrung noch fast 150 Jahre Zeit - auch ohne Holzschutz. Wozu also sorgen?

Tip vom Ornithologen: Wenn er sich einen Specht hält, braucht nicht einmal selbst Hand anlegen. Vollbiologisch!

Im Übrigen habe ich nicht behauptet, daß früher alles besser war. Aber manchmal hilft schon genaues Hinsehen. Ganz kurz nur zu meinem Haus: Es ist noch einige Jahrzehnte älter als Ihres, und wirklich geschadet haben erst Umbauten der letzten 50, und von diesen insbesondere die der letzten 10 Jahre, Schlamperei in der Tat mit eingeschlossen. Es hat viel Mühe gekostet, die Schäden zu reparieren. Im Übrigen haben wir auch einen Keller, gut durchlüftet. Dort stehen 30 Jahre alte Holzregale für Konservendosen, ohne Holzwurm und Schimmel. Und das liegt sicher nicht am mangelnden Holzschutz oder der fehlenden Horizontalsperre.
Ich berichte von eigenen Erfahrungen oder zitiere Quellen, die ich für verläßlich halte. Ein Bild muß sich dann jeder selbst machen. Ich hoffe, der Nutzen ist nicht zu gering.



Holz ist hygroskopisch



Sehr geehrter Herr Hildebrandt,
es muss nicht unbedingt Kondenswasser sein.
Holz ist hygroskopisch, d. h. seine Feuchtigkeit passt sich dem Umgebungsklima an. Ganz wesentlich wird die Holzfeuchte von der relativen Luftfeuchte beeinflusst.
Europäische Nadelhölzer lasen eine Gleichgewichtsfeuchte von etwa 11 % erwarten, wenn ich Hr. schenkel unterstelle, dass im betreoffenem Raum etwa 20°C und 60 % rel. Luftfeuchte herrschen. Das ist an der unteren Grenze für eine Entwicklung des Hausbocks (er mag es lieber um 30 %) aber eine Entwicklung ist noch möglich. Wir brauchen also kein Tauwasser um eine Holzfeuchte zu bekommen, die dem Hausbock (gerade)noch ausreicht.
Die von Ihnen angeführten Vorschriften für konstruktiven Holzschutz haben folgenden Hintergrund: Entweder muss das Holz insektenundurchlässig verkleidet werden (Das ist sehr schwierig im detail auszuführen) oder es muss an mindestens 3 Seiten kontrollierbar sein, wie anscheinend im vorliegenden Fall. Die Kontrollierbarkeit wurde als Kriterium aufgenommen, damit man, wenn es doch einmal zu einem Befall kommt, (wie anscheinend im vorliegenden Fall)den Befall auch früzeitig wahrnimmt. Dann geht es darum gezielte Bekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen. Der Gesundheitsschutz ist also mit einem Restrisiko, dass den armen Hr. Schenkel anscheinend ereilt hat, erkauft.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Sehe mich



im Grundsatz bestärkt und habe außerdem noch etwas gelernt! Vielen Dank für die Info!