Schwere Lampe anbringen, kein mittiger Holzbalken in Decke

26.08.2013



Hallo liebe Community,

wir sind bald so weit, dass wir unsere Lampen aufhängen wollen. Leider sind diese recht schwer (Jugendstil), ca. 5-10 kg.

In unserem Bauernhaus haben wir eine Holzbalkendecke und die Holzbalken liegen nicht mittig in den Zimmern (haben diese mit kleinen Anbohrungen lokalisiert, die Richtung der Balken kennen wir). Der Abstand zwischen den Holzbalken beträgt ca. 60 cm.

Die alten Elektroleitungen (und die neuen) sind aber mittig. Außerdem sind die Zimmer alle recht klein und fast viereckig. Es fällt also sehr auf, wenn die Position einer Lampe jetzt um 30 cm in eine oder die andere Richtung verschoben würde.

Habt ihr eine Idee wir man damit umgehen kann? Zwei Hacken und irgendwie verbinden?

Vielen Dank für Tipps wie wir damit umgehen können!





Was ist denn zwischen und über den Balken?



kennst du



den Deckenaufbau?
Wie schaut der genau aus? Hast du eventuell einen Fehlboden der die Last tragen könnte?



Da muß man...



...von oben ran. Ein Querholz zwischen die Balken montieren wäre eine solide Sache.

Alles andere ist auf dem Prinzip Hoffnung aufgebaut. Wenn man nicht sieht, wohin man schraubt, weiß man auch nicht, ob's hält. Bei einer homogenen, aber dünnen Schicht können auch spezielle Lampenhaken mit ausklappenden Spreizflügeln für Halt sorgen.

Wer hat bloß den Begriff "Fehlboden" erfunden? Man hört's mitunter, ist aber an und für sich unsinnig. Ein Boden, der fehlt, trägt auch nicht :-) Ich würde das Ganze Einschub oder Blindboden nennen, je nachdem, wie der Aufbau ist.

Grüße

Thomas



Kippdübel



Fischer gibt z.B. die mögliche Last an einem Kippdübel für
GK Platten ( 1 x 12,5 mm ) je nach Größe des Dübels mit 5 - 25 Kg an.

Vorausgesetzt natürlich, die GK Platte ist intakt.

Die Frage ist also wie der Deckenaufbau genau dort ist, wo die Lampe hin soll.
Da hilft eine weitere "kleine Anbohrung".



Trägt die Putzlattung?



Moin,

wenn ihr einen "klassichen" Deckenaufbau habt (Latten auf die Deckenbalken genagelt, Schilf, Putz) und die Nägel noch nicht völlig verrostet sind (Putz samt Schilf & Latten bauchen in der Mitte nach unten aus) könnt ihr die Lampen da ranhängen.

Werden halt noch ein paar Probebohrungen nötig, bis ihr die Latte mittig getroffen habt. Vorsichtshalber mit was weniger wertvollem testen....;-)

Gruss, Boris



@Thomas



... Naja, ein "Fehler" ist ja auch nicht etwas, das fehlt, wenn jemand "fehl am Platz" ist, so ist er ja da.
Der Boden ist zwar "blind" in dem Sinne, dass er keine organischen Augen hat, aber einem "Sehboden" bin ich auch noch nicht begegnet...

Wenn jemand ein "Tempo-Taschentuch" benötigt, wird er auch mit einem "Zewa-Softies" aus der Packung, die auf dem Tisch liegt, zufrieden sein...

Der Gründonnerstag hat auch nix mit der Farbe zu tun...

Ich schätze mal, der Wortstamm "Fehl-" lässt sich eher mit "falsch" in Verbindung bringen, hier weil es halt nicht der "richtige" eigentlich (Dach-)Boden ist und "blind" mit "(ver-)blenden", weil man ja den (Dach-)Boden nicht sieht.

Insofern ist das gehupft wie gesprungen...

MfG,
Sebastian



OT-Gründonnerstag



Da gehen die Meinungen aber auseinander :-) Es gibt einige Thesen, die sagen, dass das Grün vorm Donnerstag durchaus was mit der Farbe zu tun hat (siehe Wikipedia :-))



Der Deckenaufbau ist von 1901 und wie folgt...



...(von oben nach unten)

* ca. 2,5 cm starke Nut und Feder Dielen aus Weichholz genagelt auf
* Runde Trägerbalken im Abstand von ca. 60 cm, dazwischen Hohlraum
* Kleine Holzlatten (wenige cm breit, nicht sonderlich dick), vermutlich draufgenagelt.
* Ich habe *keinen* Schilf o. ä. Putzträger gesehen
* Verputzt mit Gips o. ä.

Die Decken sind in einem guten, stabilen Zustand, bis auf einige sehr schmale, aber längere Risse im Putz die normal sein sollen.

Für die Räume im EG von oben dran zu kommen wäre problematisch: die Dielen die obendrüber liegen sind, wie gesagt, Nut und Feder und ca. 3,5 m lang. Außerdem scheinen sie an den Enden unter den Wänden zu liegen.

Idealer Platz für die Lampen (optisch gesehen) wäre natürlich in den meisten Zimmern direkt zwischen zwei Trägerbalken, also wo nur Hohlraum zu finden ist.

Die Latten sind vermutlich zu schmal und dünn um so ein Gewicht zu tragen oder?



Der...



Gründonnerstag leitet sich ganz klar von der früher verbreiteten Unsitte her, Ostern ein wenig vorzufeiern. Wer am Donnerstag schon ganz grün im Gesicht ist, schafft vielleicht über's Wochenende die Auferstehung :-)

Zurrrück zur Sache: Undefinierbare Latten und Gips klingt nicht vertrauenerweckend. Möglicherweise ist eine sehr lange Schraube, die von unten in die Dielung geschraubt wird, eine Lösung. Die oben herausschauende Spitze wird abgefeilt. Oder anders: Ihr lasst euch einen etwas dickeren Teller als Lampenbaldachin drechseln, und schraubt in diesen von oben durch die Dielung. Die Schraublöcher werden vorher mit einem 15er Forstnerbohrer sauber versenkt, und nach dem Schrauben mit Querholzplatten geschlossen, verputzt, geölt. Irgendwie alles Gemurkse, aber was besseres fällt mir nicht ein - der Siemens-Luft-Haken wurde ja dummerweise vom Markt genommen...

Grüße

Thomas





Wie groß ist dann der Baldachin der vorgesehen Lampe, oder andersherum gefragt: wie groß kann das Loch sein, dass man damit verdecken kann?



@GE



Die Frage verstehe ich nicht. Der Teller wird nach Lust und Laune, am besten passend zur Lampe dimensioniert, vielleicht 50mm stark und 16 oder 24cm im Durchmesser. und dann wird von oben nach unten oder von unten nach oben in Holz geschraubt. Wer eine stuckartige Optik mag, lässt das Holz optisch verschwinden und streicht den Teller mit einem matten Ton.

Grüße

Thomas



wenn der Teller so groß ist



kann man ja auch ein entsprechendes Loch in die Decke schneiden und eine Verstärkung an den Balken montieren.





ich hatte gedacht, so eine alte Jugendstillampe hat üblicherweise einen Baldachin unter der Decke, mit dem Haken und Klemme verdeckt wird, ich meine keine Stuckrosette o.ä.

Ist das Ding groß genug, hat man eine Montageöffnung, durch die man z.B. einen Deckenhaken (mit fest aufgesetzter Scheibe) von unten in die Dielen einschrauben kann.
Dazu nimmt man ein Buchen-Rundholz, dass man stirnseitig soweit einsägt, dass der runde Teil des Hakens fest eingeklemmt ist und die Scheibe auf dem Rundholz aufliegt.

Vorher kann man noch eine Drahtseilschlaufe auf den Haken fummeln.

Ob der Haken in ähnlich dickem Holz hält, kann man vorher über dem Sofakissen mit der vorgesehenen Lampe ausprobieren, mit der Stirnlampe schaut man, dass man die Kabel in der Decke nicht verletzt.

Besorgte Gemüter dürfen auch 2 Haken einschrauben.

Gruß

G





gemeint ist das so:





und so:



Das wirkt...



überzeugend.

Schöne Lösung.

Grüße

Thomas



Hier ist ein Beispiel...



...einer Lampe die in unserer alten Altbauwohnung hängt. Nicht Jugendstil, aber vermutlich die schwerste unserer Lampen.

Der Lampenbaldachin verdeckt einen Metalring oder Hacken (ich weiss nicht mehr genau wie das ausgesehen hat) der dann in den vorhandenen Deckenhacken gehängt wurde. Alle unsere Lampen sind so konfiguriert.

Könnte man möglicherweise nicht folgendes anfertigen lassen? Eine relativ dünne, ca. 60 cm lange x 5-10 cm breite Metallplatte. Mit einem Loch an jedem Ende womit man die Platte dann an den Holzträgern befestigen würde. In der Mitte der Platte hätte man dann ein weiteres Loch wo man den Hacken für die Lampe platzieren könnte. Und das ganze weiss Streichen oder irgendwie verkleiden, damit es nicht so auffällt?



dann öffne doch die Decke



an der Stelle richtig, bau eine Verstärkung aus Holz ein, wieder verschließen, beiputzen und mach dir ein Stuck-Rosette drauf.
http://stuckleistenstyropor.de/stuck-rosette.html



Wie soll das funktionieren?



Durch eine Öffnung, die dann eine Stuckrosette schließen kann, passt vermutlich keine Querversteifung (80-100cm?), und die Montage an den Balken ist erst recht nicht möglich.

Außerdem kann man die Schalbretter bzw. -latten nicht einfach quer durch sägen, ohne die Stabilität der Deckenschalung zu gefährden.

Das würde ein sinnloser Teilabriss.

Grüße

Thomas



Das würde ein sinnloser Teilabriss.



mmhhhh
also an 80x100 hätte ich jetzt auch nicht wirklich gedacht.
Da reichen locker 30x50 und wenn da wirklich nichts in der Decke ist, kann man das Teil problemlos schräg einschieben und mit Winkeln an den Balken fixieren.

Die R9 aus dem Link ist zum Beispiel 64cm groß!
Auf jeden Fall besser als eine Stahlplatte oder?



Die...



Verbindung der Schalung wird zerstört! Damit wird die Fläche instabil, was garantiert zu Rissbildungen führen wird. Das fängt man doch nicht mit ein bisschen Styropor auf!

Und dann meine ich mit 80-100cm übliche Balkenabstände im Altbau. Wie soll das Kantholz durch das enge Loch hindurch solide an den Balkenseiten befestigt werden? Bestimmte Berufsgruppen leisten in engen Situationen ja Erstaunliches, aber hier sehe ich Grenzen des Machbaren und Sinnvollen überschritten.

Grüße

Thomas



Verbindung der Schalung wird zerstört!



Ich würde mit der Stichsäge ein passenden Loch in die Decke sägen, seitlich vom zukünftigen Befestigungspunkt.
Das Holz einschieben und verschrauben.
Die Schalung wieder schließen, dazu Brettchen oben drauf legen wo ich alte und neue verschrauben kann.
Putzträger drauf.
Beiputzen
Da ich letzteres nicht so gut beherrsche würde ich meine Schandtat mit dem Styro-Teil verdecken was ja noch zur Leuchte passt.
Wer das Beiputzen richtig kann, brauch blos bissel Farbe.