Fachwerkhäuser

22.03.2004



Warum haben Fachwerkhäuser denn so viele Balken?



Das hat mit den Gefachen zu tun.



Je mehr Gefache ein Fachwerkhaus hat, umso mehr Balken muß man darum bauen. Ich hoffe, geholfen gehabt zu haben.



Holzwürmer



Damit sich die Würmer nicht gegenseitig auf der Pelle hocken.



Blockhäuser



Eigentlich sind es Blockhäuser bei denen man etwas Holz sparen wollte...



Holzwürmer II, Pilze I



Es handelt sich hierbei um eine transkontinentale Verschwörung aller Zimmerleute und Gutachter zur Arbeitsplatzsicherung, wobei ungeklärterweise die Gutachter zuerst da waren (AT, 3. Buch Mose Kap. 14, Vers 33-48) und dann erst die Zimmerleute (NT, Auftritt des Josef).



Weil ...



... die platten Bauten noch nicht erfunden waren.



Ich habe es rausgefunden;-)



Nachdem ich sehr lange und intensiv gegrübelt habe, bin ich jetzt auf die geniale Lösung gekommen:

Ein Fachwerkhaus hat deshalb soviele Balken, weil es sonst, wenn es wenige Balken hätte, kein Fachwerkhaus wäre!

Klingt doch irgendwie einleuchtend, oder??



Balken ..



.. haben Fachwerhäuser gar nicht so viele :
Als Balken werden üblicherweise die - waagerecht - verlegten Deckenträger bezeichnet , z.B. zwischen 2 Geschossen - Geschossbalkenlage -, aber auch andere Hölzer , die räumlich horizontal trennen - Kehlbalken , Hahnebalken,Hillbalken etc.und ggfls auch aussteifende Funktionen haben .
Beispiel Hallenhaus : Balken sind im Gebinde mit Sparren
verlegt , historisch als weichdach mit den dann notdürftig ausreichenden Achsabständen von um 2,0 m , macht bei einer
Hauslänge von 25 m ein gutes Dutzend Balken !! Also : Es gibt von fast allen anderen Hölzern mehr als von diesen -
Ständer,Riegel,Streben -
Grüsse Jürgen Kube





Eigentlich ganz einfach: Die Leute haben früher mit dem gebaut, was nahe lag. Auf Bergeshöhen gab's also Steinhäuser, im waldreichen Deutschland Fachwerkhäuser. Kurze Wege waren einfach ein Muss, Recycling selbstverständlich: In meinem Haus von 1798 sind viele zweitverwendete Balken. Die arbeitsintensive Bauweise war kein Problem, denn Arbeitszeit war einst noch bezahlbar. Deswegen baut man heute schnell schnell billige Häuser aus teuren Legosteinen.



Balken



Balken, Substantiv Maskulinum, Standardwortschatz (9. Jh.), mhd. balke, ahd. balko, balc(h)o, as. balko Stammwort. Aus wg. *balkOn m. "Balken", auch in ae. balca, afr. balka. Daneben ein u-Stamm in anord. bOlkr und ein n-Stamm von der e-Stufe in anord. bjalki. Am nächsten stehen außerhalb des Germanischen lit. balzíena f., balzíenas "Querstange", russ. (dial.) bólozno n. "dickes Brett" und, mit zweisilbiger Grundlage *bhleg- und Nasalierung, gr. phálanx "Baumstamm, Walze, Balken" (und vielleicht l. sufflAmen n. "Bremsklotz", falls aus *sub-flag-(s)men). Es handelt sich um eine verbreitete Sippe für Wörter der Bedeutung "Balken, Stamm usw." mit ungewöhnlich starkem Ablaut. Falls l. fulcIre "stützen" dazugehört (*bhlK-jo-, also mit abweichendem Tektal), dürfte dieses die Ausgangsbedeutung zeigen. Kollektivum: Gebälk.
Ebenso nndl. balk, ne. balk, nschw. bjälke, nisl. bjelki; Balkon, Block, Bohle, Planke, Phalanx. (Kluge, Etymologisches Lexikon)

Alles klar?



Hmmm.....!



...und vielleicht hat's auch was mit Statik zu tun?
Aber eben nicht wie heute, alles mit tabellen und Regelwerken, sondern aus der Überlieferung der Erfahrung und der daraus resultierenden Beobachtung, daß es eben doch schon immer so funktionierte,heraus!

Und wie eben schon betrachtet, kurze Wege und natürliche Ressourcen.

Grüße aus der Lausitz



Wie kommen eigentlich ...



... die Löcher in den Käse?
Oder:
Getretener Quark
wird breit, nicht stark!

Wir sollten's vielleicht "mal gut sein lassen".
Grüße nach Löwenzahnart