Anschlussdetail Holzbalkendecke-->Trockenbauwand




Hallo!
Ich habe folgendes Problem:
Wir haben eine Kehlbalkenlage mit sichtbaren Kehlbalken (KVH),von oben mit Fasenbrettern verschalt. Quer zu den Kehlbalken verlaufen mehrere Trockenbauwände.
Die Gipskartonplatten habe ich um die Kehlbalken ausgeklinkt, siehe Foto. Die Spalte sind unterschiedlich groß, zwischen 0 und ~8mm.
Die GiKa Platten sollen teilw. Tapeziert, teilweise mit einem Rollputz (Alpenkalk o.ä.) versehen werden.
Nun weiß ich nicht, wie ich den Spalt zwischen GiKa und Balken verschließen soll. Bei Acryl befürchte ich, dass die Acrylmasse eher am GiKa als am Balken abreißt. Durch die unterschiedlichen Abstände sähe das blöd aus.
Hat wer einen Tip? Gibt es ein bestimmtes Material/Band oder eine bestimmte Vorgehensweise?

Danke schonmal & viele Grüße
Michael



Hier...



noch ein weiteres Bild!



ich



würde das erst einmal so lassen. Acryl sollte nur auf 2 Fugen haften und die GK-Flanke sollte grundiert werden.
Besser wäre gewesen, passende PVC-U-Provile an den Balken zu schrauben und die GK dann einzuschieben.
Tischler würden naturgemäß einen kleinen Viertelstab vorschlagen.
Wie hast Du denn den Anschluß zu den Fasenbrettern gelöst ?



Genauso:



...noch gar nicht!
Das mit dem Viertelstab habe ich auch schon überlegt, gibt bei 18 Kehlbalken aber eine schöne Fummelei.
Ist das mit den PVC-U-Profilen hier die gängige Lösung?

Mit Acryl oder einer Lösung aus der Tube gehts halt flott, die andere Frage ist aber ob/wies hält?!



GK-Abschlußprofil ...



... gleichmäßig mit umlaufender Schattenfuge an den Balken auf Abstand setzen, und anspachteln, z.B. Protektor 1135. Spachtel in die Fläche verziehen und Übergänge egalisieren. Übertapezieren oder mit Putz versehen.

Schattenfuge offenlassen, nicht mit Acryl o.ä. ausspritzen. Der BAlken wird sich noch bewegen und eine Verfugung abreissen. Eine eventuelle dampfdichte Abklebung muss in der Ebene darunter stattgefunden haben.

Sind Sie sicher, das die GK-Bekleidung Ihren Putz verträgt? Haftet er? Ist er mit einem mineralischen Haftgrund vorbehandelt worden? Was sagt das Produktdatenblatt dazu?

Ich habe einige Putz- und Feinputzversuche auf GK gesehen, die fehlgeschlagen sind. GK ist bereits ein Trockenputz und darüber hinaus feuchteempfindlich. Die Fugen werden auch früher odeer später gelegentlich reissen, trotz Fugendeckstreifen (sofern eingelegt).



Eine..



...Dampfbremse ist nicht notwendig, da es sich ausschließlich um Trennwände zwischen beheizten/bewohnten Bereichen handelt.
Das mit der Schattenfuge/Abschlußprofil ist wohl die sicherste Variante mit dem ordentlichsten Ergebniss, bedeutet aber, dass ich die Fugen überall auf ein Mindestmaß "aufcuttern" muss. Werd ich mal versuchen.

Bzgl. Putz:
Da bin ich noch auf der Suche. Es soll ein Roll oder Streichputz sein, sowohl Kreidezeit als auch Alpenkalk, TexBis usw bieten Produkte an, die bei eintsprechender Vorbehandlung auf GK Funktionieren sollen (laut Datenblatt). Hier will ich in den nächsten Wochen Musterflächen anlegen.
Grundiert/vorbehandelt wurde bisher nichts.

Fugendeckstreifen sind überall eingelegt, es wurde doppelt beplankt, gem. Herstelleranleitung (Knauf). Wenn´s dennoch reisst, muss ich damit leben.

Wenn es weitere Vorschläge / Alternativen gibt bin ich offen ;-)

Danke & Grüße
Michael



für



Friemler wäre noch ein ganzes Stellbrett zwischen den Balken ein Möglichkeit - Leimstab-Brett nehmen, Vollholz wird krumm!
Da bleibt nur noch die unter Fuge für den Vietelstab.



Jede Lösung wird hier



zur Pfriemelei.
wichtig ist, dass die Verspachtelung nicht mit dem Holz verbunden ist, sprich getrennt.
Acryl ist hier meines Erachtens keine Lösung von Dauer, da sie ungleichmäßig beim Schwinden des Holzes abreißßen wird, zumal die Fugen zu breit sind für eine vernünftige Verfugung.

Bleibt also nur das anspachteln. Man kann z.B. ein halbseitig klebendes Klebeband wie das Kipp 320 Band nehmen, die nichklebende Seite in die Fugen so weit wie möglich reinschieben, am Balken festkleben, die Fuge ausspachteln und nach abtrocknen der Spachtelmasse bündig abschneiden.

Die gleiche vorgehensweise ist mit dem Milano EK Putzband möglich, diese ist allerdings 3 mm stark.

Grüss Thomas



So...



..nachdem mir mein Zimmermann auch zu der Variante mit dem Trennstreifen aus Klebeband geraten hat, hab ich´s auch so getan. Siehe Bild.

Habe ein Maskerband mit Papierstreifen verwendet, den Papierstreifen so weit wie möglich in die Lücke geschoben, verspachtelt, gewartet, den Papierstreifen bündig abgeschnitten und nochmal drüber geschliffen.
Bin ganz zufrieden und habe eine saubere Trennung zwischen Gips und Holz.

Danke nochmal für die Tipps!

Grüße