Fachwerk erneuern

05.05.2008


Hallo

Ich habe einen alten Bauernhof erstanden und bin dabei diesen zu sanieren ich habe bei einem teil vom Wohnhaus den Zementputz entfernt und muß mit erschrecken fest stellen die Fachwerk Konstruktion ist im eimer. Ich habe mich entschloßen die Balken gegen neue balken zu ersetzen und mit lehmsteinen auszu fachen. Nun meine Frage WELCHE balken sind dafür am besten geeignet??? Ich habe mich schon mal umgeschaut und bin auf DUO- Konstruktionsbalken gestoßen Nordische Fichte kann man die ohne bedenken dafür nutzen???

Ich bedanke mich für eure anregungen



Fachwerk erneuern



Hallo,

ich denke zu Allererst, sollte einmal die Ursache für den "Balkenschwund" analysiert werden.

Dann sollte diese (Feuchtigkeit, Schädlingsbefall, falsche Materialien, Farben, etc) beseitigt werden.

Der Ursachen gibt es nämlich reichlich.

Die Balken sollten aus dem Holz, wie es im Restbestand vorhanden ist, erneuert werden. Also wenn Eichenfachwerk, dann Eiche, wenn Fichte, dann Fichte und so weiter. Auch die Dimensionen sollten die selben sein.

Konstruktionsholz hört sich für mich wie Leimbinder an. Wenn dem so ist, sollten Sie die Finger davon lassen. Leim hat in einer Fachwerkskonstruktion nichts verloren.

Grüße
Martin Wittwar





Guten Morgen,

können Sie uns etwas mehr Details verraten ?
Holzart z.B.?
Größe des Hofes, Foto vielleicht ?

Grüße vom Niederrhein





Hier noch ein paar auskünfte über das kaputte Fachwerk. Das fachwerk wurde ca vor 30-50 Jahren mit einen Zementputz verputz, das heißt das ganze haus aussen ist mit dem Putz versehen. Die balken sind nicht naß sie sind vom Wurm zerfressen.



Fachwerk zerfressen



Das ist keine gute Nachricht.
Sie sollten den Zustand detailliert untersuchen lassen, damit festgestellt werden kann, ob Instandsetzungen technisch überhaupt noch möglich sind. Das Fachwerk ist ja kein Zierrat sondern das Traggerüst des Hauses.

In solchen Fällen kommt es auf Umfang und Lokalisierung des Schadens an. Keinesfalls kann man Hölzer einfach austauschen, weil auch die Verbindungen ihre statische Bedeutung haben.

Grüße vom Niederrhein





Moin Chris,

DUO-Holz finde ich übertrieben. Das ist mehr was für den sichtbaren Bereich. Und hier reicht auch KVH.
Konstruktionsvollholz kannst du problemlos beim Fachwerkbau verwenden.
Vorteile von KVH: Es ist bereits getrocknet, extrem masshaltig und auch in großen Längen lieferbar. Außerdem verdrehen und biegen sie sich nicht so stark.

Fachwerk daß ich an unserem Haus getauscht habe, habe ich alles durch KVH ersetzt.

Grüße
Christian



Grübel, grübel....



...wie gesagt: Ich würde die Holzart wählen, aus der auch der Restbestand ist (wenn Eiche, gibt es KVH in Eiche?).

Ein lokaler "Säger" vor Ort sollte entsprechende Balken in der gewünschten Dimension und Holzart liefern können. Und wenn´s ein richtig guter "Säger" ist, auch ein paar Jahre abgelagert!

Wenn ja, dann Kreuzholz ordern. Verzieht sich auch kaum.
Sollte der Balken reißen, ist dies bei korrekter Einbaulage ("Kern" bei waagerechter Einbaulage nach oben innen, sonst nach innen) fast egal, weil so auch kein Wasser eindringen kann.
DUO-KVH halte ich persönlich noch nicht mal für übertrieben, sondern für das absolut Falsche! Wenn, wie oft beschrieben der Leim "aus den Fugen" geht, geht auch die statische Belastbarkeit flöten. Würde ich bei meinem Fachwerk nicht haben wollen!

"Vorne weg" aber die Ursache für den Schädlingsbefall lokalisieren und beseitigen.

"Hölzerne" Grüße
Martin



viel Erfolg



Hallo
Zu Deinen Problem mit den Holzbalken würde ich Dir empfehlen einen Fachmann vor Ort hinzuzuziehen. Die Problematik mit der Statik wurde ja schon einmal angesprochen.
Anderseits wird das auch eine finanzielle Bedeutung haben den Holz wird gerade nicht billiger. Ansonsten wünsche ich Dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben und vielleicht kann ich dir beim Lehmbau ein paar gute Tipps gehen.
Gruß die Lehmschwalbe aus der Uckermark



neue balken



man könnte auch an alte balken aus abbruchhäusern denken, nur so als tip, hat bei mir bestens und billigst funktioniert. gruß carmen riedl



alte Balken...



...wären natürlich auch eine Möglichkeit.
Sind aber u.U. schwerer zu bekommen als neue, es sei denn, man bekommt gerade zufällig mit wo ein Abbruch stattfindet.
Und beim historischen Bausstoffhandel sind sie nach meiner Erfahrung teurer als Neue.

Balken aus "Mehrfachverwendung" haben auch oft den Nachteil, dass z.B. Zapflöcher oder ähnliches dort sind, wo man sie nicht brauchen kann.

Aber ne Alternative wäre es schon.

Gruß
Martin