Alten Dielenboden herausreißen und einen neuen bewährten Boden schaffen

22.08.2012 Ichhaltne



Guten Tag zusammen,
habe schon viel im Forum gelesen um bei meinen Arbeiten auf Nummer sicher zu gehen. Doch wollte ich mich jetzt persönlich über die Richtigkeit der nächsten Aktion kümmern.
Wir sind, wie auf den Bildern unschwer zu erkennen ist, mit der „Komplett-Renovierung “ einiger Räume beschäftigt.
Die Bilder habe ich von unserem ersten Raum entnommen. Dort haben wir einen älteren Dielenboden entfernt, die darunterliegenden Balken mit Fahrzeugbauplatten und/oder breiten Latten „waage gemacht“ und dann die Räume zwischen den Balken mit „Sägemehl-Estrich“ (im unteren Teil, damit es nicht so schwer ist… im oberen Bereich für einen glätteren Abschluss wurde normaler Estrich verwendet)gefüllt.
Jetzt war unter diesen Räumen allerdings nur ein Stall und es war nicht so schlimm, dass die „Wellern“ (Bretter, wo der Putz von der unteren Stalldecke dran befestigt ist)beim Rausreißen und bei den anderen Arbeiten „mitgearbeitet“ haben. Doch ist bei den künftigen Räumen Wohnraum darunter, bei dem nicht unbedingt die Tapete reißen soll o.a.
Des Weiteren ist die Sägemehlestrich- Idee nur von einem Handwerker unseres Vertrauens vorgeschlagen worden. Die anderen Räume sollten allerdings außer einen geraden Boden auch Trittdämpfung für die darunter liegenden Räume garantieren und natürlich auch Stabilität…
Bevor wir jetzt aber wieder die Estrich-Variante anwenden, wollte ich mich doch erkundigen, ob es nicht noch bessere, leichter auszuführende Methoden gibt. Was nun oben drauf kommt, ob Laminat, Parkett, Kork oder OSB ist erst einmal egal
Ausgleich-Ausschüttungen werden ja vermehrt benutzt… nur möchte ich einen 100% nicht knarrenden und sich bewegenden Boden als Resultat und bin daher auch nicht abgeneigt den Rest auch rauszureißen. Vielleicht könnt ihr mir sagen, wie wir am besten weiter verfahren sollen…
Maße versuche ich in Kürze nachzuliefern
Danke schon einmal :)



Fußbodenaufbau



Ich habe zur Fragestellung selber ein paar Fragen:
1. Was ist das runde verzinkte Ding in der Mitte?
2. Wozu dient der Durchbruch im Vordergrund?
3. Was sind "Fahrzeugbauplatten"?

Viele Grüße



Hat sich...



... bei dieser Sägemehl-Geschichte mal irgendjemand Gedanken bezüglich Hygiene/Geziefer oder Brandschutz gemacht?... zumal ja nun die Decke unten fast schon runterfällt...

... Ich mein ja nur...

Nehmt doch gleich in Essig eingelegten Hüttenkäse als Schüttung... ;-)... der brennt wenigstens nicht...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Apropos Hüttenkäse…



Gibt es eigentlich schon Bodenplatten aus gepresstem Ziegendung? ;-)

Immerhin werden in manchen Gegenden Afrikas ganze Häuser aus Kuhdung gebaut.

Die bekannten Siebdruckplatten werden manchmal auch als Fahrzeugbauplatten bezeichnet.



Nee, mit Fahrzeugbauplatte...



... ist wohl eher sowas wie HDF gemeint... nimmt man im Trockenbau gerne zum nivellieren...

LG, sh



Infos



das verzinkte Dignen ist eine eifnache Stahlstütze, die vom Erdgeschoss bis in diese etage reicht. Der Durchbruch im Vordergrund wurde einfach genutzt um den estrich ein wenig "auszuschalen", damit diort die inzwischen velregtne rohre durchgelegt werden konnten.
Mit den fahrezugbauplatten meine ich die Siebdruckplatten. Aber die wurden nur auf die 2 letzten Balken geschruabt, da diese etwas flacher waren. der boden ist nunmal, wie immmer, nicht so gerade...
Aber nein, der Boden fällt nicht fast runter... Man konnte auch so noch gut drauf gehen =P
Hinter der tür befindet sich nun der andere Raum, der den gleichen Untergrund hat... Die frage is jetzt nur, ob es halt bessere vatrianten gibt.
Und da oben mit normalen Estrich geabreitet wurde werden dort kein Hygiene... schäden entstehen können ;) ... nach utnen ist eh egal. Doch glaub ich es auch nicht.
Frage ist halt ob es bessere Ausschüttungen für zwischen die Balken gibt ?



Fußbodenaufbau



Dann ist es doch nicht so einfach wie sich das eingangs angehört hat.
Es ist nicht egal was drauf kommt.
Zwischen einem Dielenaufbau und einem Estrich besteht ein erheblicher Unterschied.
Bleiben wir bei klassischer Dielung:
Ob dieser Höhenausgleich durch Beilaschungen funktioniert kann ich vom Foto her nicht einschätzen.
Üblich sind Bohlen, die ein- oder beiseitig angeschraubt werden und nicht dieses Sammelsurium.
Der Zwischenraum bis zur Dielung muß mit einer Schüttung aufgefüllt werden, z.B. Lehm- Hobelspandämmung oder Perlite. Darauf kommt dann die Dielung.
Estrich:
Für diese Holzbalkendecke halte ich Trockenestrich für die günstigere Variante.
Das angeschraubte Stückwerk wieder raus, dafür einen tragfähigen Belag aus alter Dielung, Rauhspund oder OSB aufbauen. Hohlräume sollten ebenfalls wieder aufgefüllt werden.
Der Einschub ist nicht tragend!
Darauf dann einen Rieselschutz, dann Trockenschüttung als Höhenausgleich und darauf Trockenestrich.

Noch ein paar grundsätzliche Bemerkungen:
So wie das aussieht ist durch den Abbruch, das Umhergelatsche auf den Einschubbrettern und die Durchbrüche die Füllung auf den Putzträger gerieselt. Das muß vorher repariert werden!
Im Zweifelsfall müssen die betreffenden Deckenfelder ausgeräumt, das durchgerieselte Material entfernt und der Einschub und der Rieselschutz neu eingebaut werden. Dann kommt wieder eine Schüttung drauf. Vor allem im Bereich der Säule muß sorgfältig gearbeitet werden, der Einschub und der obere tragende Belag müssen dicht angeschlossen werden! Die Stütze reicht von ihrer Dimensionierung her für zwei Parkdecks. Solange unten nicht geheizt wird gibt es Kondenswasserausfall im Winter und nach Nutzung des EG als Wohnraum Schallübertragung. Das Ding wird wie ein Höhrrohr wirken. Außerdem ist die Säule nicht brandsicher.
Planen Sie deshalb eine brandsichere, wärmedämmende und schallabsorbierende Verkleidung auch im Deckenbereich ein.

Viele Grüße





Auf jeden Fall schon mla danke für eure Hilfe... aber jetzt noch ein paar Infos und Fragen
1. Der Boden ist schon drin und hält prächtig :D Die Balken wurden vorher mit Teerpappe benagelt und gerade ist es jetzt auch... es fehlen nur noch die OSB-Platten. (Über das Verlegen informier ich mich auch noch...)
Weiß jetzt nicht so genau wo das Problem ist :-O ??

Und jetzt die Fragen:
Welcher Einschub ist nicht tragend? Denn da es kein richtiger "Trockenestrich" ist, verteilt es den Druck doch schon recht gut. Außerdem haben wir zusäzlich auch noch Estrichmatten eingearbeitet. Wie auch unsere Parkdeckstütze scheitn mir das doch stabil und für normalen Gebrauch geeignet zu sein :D
An sich ist ja alles schon geschehen... es kommt noch ne "Gleitfolie" (son Dingen ausm Baumarkt: von einer seite Folie, von der anderen son dünner Stoff)drauf und dann die OSB-Platten.

Nun war das allerdigns recht viel aufwand und mein Vater hat jetzt schon keinen Bock mehr :D Deshalb halt die Frage, ob es eine gleichwertige oder bessere , leichtere Methode gibt. Oder ist es das beste einfach das gleiche nochmal zu machen?



der bestehende Estrichboden



Auf jeden Fall schon mla danke für eure Hilfe... aber jetzt noch ein paar Infos und Fragen
1. Der Boden ist schon drin und hält prächtig :D Die Balken wurden vorher mit Teerpappe benagelt und gerade ist es jetzt auch... es fehlen nur noch die OSB-Platten. (Über das verlegen informier ich mich auch noch...)
Weiß jetzt nicht so genau wo das Problem ist :-O ??

Und jetzt die Fragen:
Welcher Einschub ist nicht tragend? Denn da es kein richtiger "Trockenestrich" ist, verteilt es den Druck doch schon recht gut. Außerdem haben wir zusäzlich auch noch Estrichmatten eingearbeitet. Wie auch unsere Parkdeckstütze scheitn mir das doch stabil und für normalen Gebrauch geeignet zu sein :D
An sich ist ja alles schon geschehen... es kommt noch ne "Gleitfolie" (son Dingen ausm Baumarkt: von einer seite Folie, von der anderen son dünner Stoff)drauf und dann die OSB-Platten.

Nun war das allerdigns recht viel aufwand und mein Vater hat jetzt schon keinen Bock mehr :D Deshalb halt die Frage, ob es eine gleichwertige oder bessere , leichtere Methode gibt. Oder ist es das beste einfach das gleiche nochmal zu machen?





tschuldige für den Doppelpost... hier noch ein Foto



Deckenaufbau



Ich präzisiere:
Der Einschub, das sind die Bretter die zwischen den Balken liegen und auf denen die alte Sand- bzw. Lehmschüttung lag, sind nicht für die Aufnahme von Verkehrslasten gedacht.
Sie dürfen nicht unmittelbar (außer mit der Füllung) belastet werden. Die Lasteintragung erfolgt über die Balken mittels Belag, also Dielung, OSB...
Wozu dann einen bewehrten Estrich auf den Einschub aufbauen?
Schallschutztechnisch wird das eine Katastrophe.
Dann erscheint mir der Achsabstand der Balken untereinander etwas groß. Darf ich den Achsabstand, die Spannweite und die Dimension der Balken erfahren?

Viele Grüße



Maße



Der Abstand beträgt ca. 90cm , die Balken haben einen Durchmesser von 15cm aufwärts. Der einzig Messbare hat 16cm... die anderen waren ja auch teilweise rund.
Schalltechnisch ist wie gesagt hier zum Glück nicht so wichtig...(wegen dem Stall).
EDIT: Nur beim kommenden Zimmer halt schon...
Nur was sollte man denn dann für eine Schüttung verwenden?
Sollte man den Dielenboden auch wieder rausreißen und die Balken anpassen (wenn ja wie genau... oben weiter wurde erwähnt, dass es eigentlich anders gemacht wird, glaub ich)oder mit "Ausgleichschüttung" einfach belegen?



Das...



...was Du auf dem Bild siehst, ist in etwa der Aufbau, wie wir Ihn umgesetzt haben. Ist denke ich eine durchaus gängige Lösung.
Auch hier:
--> der Fehlboden trägt nur die Schüttung und den unterseitigen Putz.
--> Die Last des Estrich und die Verkehrslasten werden durch die OSB in die Balken abgeleitet.
Aber vergleiche mal meine Balkenabstände/Dimensionen mit Deinen. Ich würde dazu mal einen Statiker Befragen, Estrich wiegt ja auch was mehr als eine Dielenlage...

Als Schüttung auf dem Fehlboden wäre Rieselschutz+Liapor oder gebundener Liapor geeignet, verrottet nicht, brennt nicht, ist leicht (das muss aber kein Vorteil sein--> Schallschutz).

Gruß



Fußbodenaufbau



Ich verstehe Sie nicht.
Da wollen Sie einen bewährten Fußbodenaufbau und sind immer lustig am Experimentieren.
Was für einen Dielenaufbau wollen Sie rausreißen?
Auf ihren Fotos ist keiner zu sehen.
Das jetzt Rundhölzer bzw. sägegestreifte Balken liegen ist neu.
Mit Ihren Angaben kann ich ohnehin nichts anfangen da die Spannweite fehlt. Es geht mir um die Frage ob die Decke von der Tragfähigkeit her überhaupt für einen Aufenthaltsraum geeignet ist. Wenn nicht, hätte man mit ordentlichen Beihölzern nicht nur eine ebene Fläche schaffen sondern auch das statische Problem lösen können. Das geht mit den ausbetonierten Feldern jetzt nicht mehr so einfach.
Ihren Familienmaurer und den "Handwerker des Vertrauens" in allen Ehren aber ich würde es für besser halten wenn Sie jetzt einen Fachmann, also Planer oder Statiker, zu Rate ziehen würden.

Viele Grüße



Der andere Raum



Hatte in der letzten Woche keine Zeit, kommt schonmal vor...
Anscheinend habe ich einiges nicht ganz verständlich gemacht.
Ich bin ein 18Jahre alter Abiturient, der sich kundig machen wollte. Meine Fachsprache ist sicher nicht ausreichend.. und wenn ich Ihre Texte verstehe, dann nur weil ich schon länger die ein oder anderen Wörter auf dem Bau mitkriege. Ich bin sicher kein qualifiziertes Personal, doch ist "der Handwerker unseres Vertrauens" ein gelehrter und alteingesessener Maurer/Handwerker usw. ... wie auch mein Vater. Die führen / bzw. haben schon so manchen Bau geführt.
Das einzige was mir Sorgen bereitet hat, ist, dass man mit 45+ sich nicht immer Gedanken um neue Methoden macht (Ganz sicher keine Vorwürfe für alle Betroffenen!! Nicht das hier die Meute wecke :D).
So wollte ich mich für unseren NÄCHSTEN Raum informieren, was man "normalerweise" so macht.
Dabei dient mir (selbstverständlich) diese Seite nur als Anreiz, den ich nutzen würde, über die mir empfohlen Materialien/Methoden mehr Informationen anzusammeln.
Und wie ihr sicher alle wisst, ist ein jedes altes Haus ein Individuum :D, wo man (leider) viel "Fuschen" (wie ich es immer nenne) und Kompromisse eingehen muss -.-
Vielleicht ist jetzt das was bisher gemacht wurde nicht der Standard und mein Fachwissen lässt es noch schlimmer klingen, doch kann ich mir sicher sein, dass dieser Boden, so wie er ist, stabil und funktionabel ist! Ja, ok, wenn man oben drüber geht hört man unten im stall ein leichtes gedämpftes Geräusch. Doch sicher besser als irgendein Knarcken (und die schwimmenden OSB- Platten mit dünnem "dämpfenden Teppich" drunter ist auch noch nicht drauf, wie man sieht.)
Also bitte ich den bisherigen Bau zu vergessen, bevor noch mehr Verwirrung entsteht :D
Falls ihr mir noch helfen wollt, würde ich mich freuen den von euch als gut befundenen Vorgang noch einmal genauer zu beschreiben...
Die Variante von Michael F. finde ich bereits gut (hab ich auch schon einmal ähnlich gesehen...), doch habe ich, da bin ich mir sicher, keine Aufbauhöhe von 12cm und unser Balkenabstand wird wahrscheinlich auch wieder 90 cm betragen.
Der Boden unter den Dielen (im Raum hinter der Tür, Fotos reiche ich nach...Teppich muss auch noch von den Dielen entfernt werden) wird so aussehen, wie auf meinem ersten Bild. Zwischen Lehm und Dielen werden ca. 10cm "füllbarer Raum" liegen. Die Spannweite der Balken beträgt ~3,5m und die Dimension wie schon gesagt ab 15cm(Rundhölzer nicht, die sind nur oben abgerundet... unser Haus ist nunmal 125 Jahre alt, damals passierte das anscheinend mal :D. Aber hey dieses Jahr können wir Jubiläum feiern: 125 :) :D).
Wenn ihr noch Ideen habt und wenn ihr mir noch zur Seite stehen wollt, würde ich mich sehr freuen :)