Balken entfernen

25.12.2015 hdberger


Balken entfernen

Hallo,

mein Opa hat 1932 das Haus gebaut, er war Maurer. Ob er dabei auch für das Fachwerk zuständig war, weiss ich nicht.
Keller und EG sind Sandstein, OG und DG sind mit Fachwerkwänden aufgebaut.
1937 wurde dann an einer Seite ein Wintergarten mit Bad angebaut und nun will ich diesen damals geschaffenen Druchgang zum Bad vergrößern, um mehr Raum zu schaffen.
Damals wurde scheinbar schon etwas am Fachwerk verändert für die Badezimmertür.
Ich würde mich freuen, wenn jemand mir dazu mehr Klarheit schaffen kann:
a.) ob das was 1937 gemacht wurde, OK ist
b.) wie man die nicht flach anliegenden Verbindungenbewerten kann
c.) wie ich die Balken da weg bekomme.

Dazu ein Bild mit Markierungen, auf die ich eingehen möchte:

1.) 1937 wurde das Fachwerk da ja so geöffnet, das rechts der Nut 3 eine Tür hin gepasst hat. Dazu wurde scheinbar ein Balken abgesägt, man sieht da noch die Schnittfläche (jetzt Putz drauf), und scheinbar der der Balken 3 von Nut 4 nach links versetzt. Rechst an der Wand war noch ein ca. 3cm dickes Brett für den Türanschlag, Balken 3 hat dann die Schlossfalle gehalten.
2.) Ich würde gern wissen, ob der Balken 1 tragend ist, wenn er nicht Plan auf Balken 2 auf liegt.
3.) Balken 3 trägt wenn Balken 1 tragend ist, sicher das, was die Verindung 2 nicht schafft.
4.) Wenn Balken 1 nciht trägt, kann auch Balken 3 weg, oder?
5.) Sollte Balken 2 tragen, könnte ich doch Balken 3 entfernen und einen Stahlwinkel unter Verbindung 2 setzen.
6.) was sollen die Nut 1 und Nut 2 da?
7.) am liebsten würde ich auch Balken 4 entfernen, aber der trägt sicher und müsste dann duch Stahl ersetzt werden. Kann der Stahl dann ca. 5cm nach links verschoben werden?

Das ganze Vorhaben ist auf dem Aussenbild ca. unter der SAT-Antenne zu finden.

Ich würde gern viele Info's zu meinem Anliegen bekommen, incl. wo ich, wenn ich dann weiss, was geht, verlässliche Aussagen eines Statikers her bekomme (myhammer.de ?!?)



und nun noch die Aussenansicht


und nun noch die Aussenansicht

ich konnte die Aussenansicht nicht mit im ersten Beitrag abspeichern.

MfG





Nimm dir einfach einen Fachmann (Architekt/Bauingenieur) der dich vor Ort verbindlich und zuverlässig berät!!!



Balken entfernen?



Wenn die Konstruktion seit 1937 hält ist dies schon Beweis genug, dass die Funktion erfüllt wurde.
Du bzw der Statiker muß den Deckenbereich freilegen, um feststellen zu können, welche Lasten von oben einwirken, die von der darunter liegenden Stützkonstruktion aufgenommen werden müssen.
Die Dachkonstruktion wird wohl aus Holz bestehen, also Verlegerichtung der Sparren ermitteln, wo der Mast der Satellitenanlage aufsteht, ggf Aussteifungsfunktion für die Außenwand, tragende Wände feststellen etc.

Bei der geringen Spannnweite kann leicht eine Alternativkonstruktion mit großem Durchgang erstellt werden- das läßt sich aber nicht im Forum klären.
Bei einer Holzkonstruktion kann dazu auch ein Holzbaubetrieb befragt werden, der bei Ausführung der Arbeiten für diese haftet.
Ansonsten den nächsten Bau Ing aus dem Ort fragen-
weite Anfahrten verteuern nur unnötig.
Welches Zapfenloch ursprünglich welche Funktion erfüllen sollte ist ziemlich nebensächlich für die heutige Erweiterung des Durchganges.

Andreas Teich





aus dem Vorhandensein von Nuten und Zapfenlöchern kann man nicht unbedingt schließen, dass hier etwas entfernt wurde.

Recycling von FW Balken war schon immer üblich.

Entscheidend hier ist doch auch die Frage was darüber ist und ob B2 evtl auch Schubkräfte aufnimmt, und wir die Anbindung an den Dachstuhl erfolgt ist.



weiter Infos


weiter Infos

Hallo,

ich habe vorhin noch einen Balken entdeckt, der von Nut 1 horizontal nach links weg geht.
Über den gezeigten Balken ist ein horizontaler von unten aus zu sehen. Dadrüber ist ca. 15cm Hohlraum bis zum Dachsparrenbereich (siehe Foto). Der Hohlraum dürfte dann neben dem längs liegenden Balken sein, welcher sich über der frei hängenden Verteilerdose aus dem ersten Bild befindet.
Und darüber ist ja ein Balken, auf dem die Sparren aufliegen. Das Dach ist bisher unverschalt, soll aber noch Aufsparendämmung plus PV (ohne Dachsteine) bekommen.
Das angehängte Foto wurde um 180 Grad um die Hochachse gedreht aufgenommen.
Ferner sind sicher noch Balken dort aufliegend, die das leicht schräge Flachdach tragen.

@Gehlerding: was bedeutet Schubkräfte?
Balken B2 hat oben einen Zapfen, ist unten aber so angeschrägt, als ob er später reingedreht wurde.

Besten Dank schon mal für die gegebenen Informationen.





Schubkraft bedeutet, dass der B2 nich nur von oben nach unten belastet werden kann, sondern auch von links nach re (oder umgekehrt).

Einen ähnlich eingebauten Balken wie B2 habe ich gerade draußen in der Nachbarschaft gesehen, als Türsturz dierekt unterhalb des Rähm. Der nimmt aber auch gar keine weiteren Lasten auf.

Damit die Streben im FW das tun was sie sollen, muss man eben auch angemessen viele Riegel haben, die die quer verlaufenden "Schubkräfte" bis zu nächten Strebe weiterleiten (und damit die Gefache nicht so groß werden).
Die Ausfachungen tun das oft nicht, weil sie mit den FW Elementen gar nicht kraftschlüssig verbunden sind und anfangs ohnehin nur aus aus einem Geflecht aus Ästen, Zweigen + Lehm bestanden haben.

Wenn man annimmt, dass bei Nut 1-2 und 3 bis ganz re mal ein Riegel war, ist der ja vielleicht eingebaut worden, um solche Schubkräfte aufzunehmen. Der fehlt jetzt.

Oft kann man Riegel ohne Folgen entfernen, aber eben nicht immer.

Alles graue Theorie!

Hol die einen Zimmermann und frag den. Hier einen größeren Durchgang zu schaffen ist sicher nicht schwierig, aber es muss richtig gemacht werden.

Auf dem Bild sieht man, welche Art Überraschung man so alles finden kann. Unter der Vorraussetung, dass die sogenannte Mauer und das restliche FW eben nicht kraftschlüssig verbunden sind, bekommt man Zweifel.