Trockene Eichenbalken

15.11.2006


Hallo,
Es scheint als ob im Fachwerkbau trocknene Eichenbalken gesucht werden. Ich habe im Rahmen einer Diplomarbeit ein Verfahren entwickelt mit dem ich Eichenholz in großen Dimensoionen mit relativ niedrigen Investitionskonsten trocknen kann. Z.B. habe ich zwei Balken mit den Maßen 30x30x470 cm von u=60% auf duchschnittlich u=12% getrochnet. Die Balken sind kern- und auch relativ rissfrei. Als nächstes werde ich versuchen komplete Eichenstämme zu trocknen. Alle bisherigen Versuch waren vielversprechen.
Mich interessiert nun ob es tatsächlich einen ernstgemeinten Bedarf an getrockneten Eichenbalken gibt und in welchem Rahmen sich die Preise pro Qubikmeter bewegen dürfen damit es für die Verarbeiter interessant ist.
Schöne Grüße,
Nico




Hi Nico,



wie hast du die Balken getrocknet? Ich studiere selbst im 6ten Sem. BauIng. Wollte im Rahmen meiner bevorstehenden Diplom-Arbeit ein Fachwerkhaus im ökologischen Sinn schreiben. Habe deshalb grosses Intresse an allem was in diesen Bereich fällt. Das Haus soll dann mal mein Eigenheim werden. Wollte ein Eichenfachwerk mit Lehmausfachung und so weiter bauen.
Im Stamm getrocknetes Holz soll ja "besser" sein. Weniger Rissbildung und wiederstandsfähiger.
Mich würde natürlich auch der Preis für 1 qm³ Eichenbauholz interessieren. Muss ja auch alles bezahlbar bleiben.

MFG Kai
BDB-Mitglied





Hallo Herr Wiechmann,

kann man dazu etwas mehr lesen?
Handelt es sich um ein kontinuierliches Verfahren,
oder eine Abfolge von Intervallen mit verschiedenen Parametern?
Falls es sich um ein Vakuumverfahren handelt,
wie hoch wären die Investitionskosten einer Kleinanlage wie verwendet?
Wie hoch ist der Energieaufwand pro kg Frischholz?
Wie wird die Verdunstungskälte im Holz kompensiert oder stellt das kein Problem dar?
Wie lange dauert ein Trocknungszyklus bei den von Ihnen angegebenen Maßen?

Viele Grüße,
Philipp Kawalek



schon mal telefonisch besprochen



Hallo Herr Wiechmann,
wir hatten uns schon mal am Telefon gesprochen.
Der Kontakt kam über Herrn Grohmann zustande.
Bedarf wäre da.
Halten Sie mich doch bitte auf dem Laufenden.
Viele Grüße, Christian Zeymer

Fuhrberger Zimmerei
Dipl.-Ing. Christian Zeymer
Mellendorfer Straße 35a
30938 Fuhrberg

Tel 05135-602, (direkte Durchwahl -701)
Fax 05135-700
Mob 0172-2855771

eMail zeymer@fuhrberger.de
Homepage www.fuhrberger.de



Mehr Infos



Guten Tag Herr Wiechmann,
es herrscht tatsächlich das Problem.
Nach VOB ist 20 % obere Einbaugrenze, auf dem Markt ist das in neuem Eichenholz der gefragten Querschnitte fast gar nicht verfügbar.
Bitte senden Sie mir mehr Informationen. Wie trocknen Sie Vakuum? Umluft? ....
Ich denke der Markt ist da. Bestimmt noch mehr, wenn gleichzeitig eine Festigkeitssortierung nach DIN 4074-5 sichergestellt ist.
Bitte senden Sie mir mehr Informationen. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
02305-690304 bzw. "Profil"





Sehr geehrter Herr Wiechmann,

der Bedarf an trockenem Eichenholz ist sicherlich vorhanden. Holzfeuchten im Bereich der Gleichgewichtsfeuchte, wie Gerner sie vorgibt, sind so gut wie nicht lieferbar.
Messungen im Kern führen oftmals zu anderen Ergebnissen.
Sicherlich wären auch einmal Langzeiterfahrungen interessant. Wie verhält sich der Längenverzug?
Ein Sägewerker hat mir gegenüber erklärt, daß er eine Kammertrocknung für Eichenbalken, die für FW-Häuser benutzt werden, kategorisch ablehnt, da die Trocknung zu schnell geschieht. Er sagte, daß der natürliche Feuchtetransport unterbrochen wird und es kommt zu einem sog. „Verschluß“. Dadurch sollen sich sehr starke Spannungen aufbauen, die erst nach 2-3 Jahren aufbauen.
Weitere Infos wären prima.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies