Balken ausgleichen für neuen Holzboden

30.07.2011



Hallo,

ich haben den alten Dielenboden entfernt, die Balken liegen frei, zwischen den Balken Sand über dem Lehmboden.

Um eine gerade Fläche für den neuen Boden zu bekommen, hat mir jemand vorgeschlagen Kanthölzer (22 mm dick) auf den Balken zu befestigen. Meine Logik sagt mir, dass ich durch die Erhöhung keinen Ausgleich erreiche.

Wie gehe ich am besten vor, vom höchsten Punkt der Balken ausgehend in alle Richtungen einen Ausgleich schaffen?

Ich möchte einen unnötigen Höhenverlust des Raumes vermeiden.

Herzliche Grüße
Francis





Das sind gute Fragen!

Mir steht diese Arbeit auch noch bevor. Ich habe die alten Dielen auch erst einmal aufgenommen um sie danach gleich wieder zu befestigen. Jetzt liegt da erst einmal (seit über einem Jahr) ein Teppichboden darüber.
Ich schreibe hier jetzt einfach mal, was ich zu diesem Thema so im Laufe der Zeit alles recherchiert habe. Vielleicht kommen hiermit ja noch ein paar neue Anregungen dazu.

0.)Ich gehe mal davon aus, daß der neue Bodenbelag auch wieder ein Dielenboden sein soll. Ansonsten läßt man die alte Dielung drin, gleicht die Unebenheiten mit Schüttung oder Ausgleichsmasse aus und legt irgendeinen neuen Bodenbelag darauf.

1.)Der grundsätzliche Versuch einen ebenen Dielenboden erreichen zu wollen ist meistens unnötig. Ein "Gefälle" von 1 cm auf 1m hört sich zwar nach viel an, ist aber im alltäglichen Gebrauch unsichtbar und auch nicht wahrnehmbar. Allenfalls bei extremen Dellen (durchhängende Balken) sollte etwas unternommen werden.

2.)Zuerst einmal stellt sich die Frage ob der alte Dielenboden die Funktion der berühmten statischen Scheibe erfüllt hat. Wenn ja (wie bei mir), dann wird es aufwendiger, denn jetzt muß das gezielte Aufdoppeln von den einzelnen Balken mit Holz erfolgen. Ansonsten kann man sich mit Filz ganz gut behelfen.

3.)Zuerst bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als den gesamten Boden (die Balken) genau mit einer Wasserwaage zu vermessen. Hier liegt auch der eigentliche Knackpunkt, denn erst danach kann man beurteilen ob es einfacher ist etwas abzuhobeln oder aufzudoppeln oder einfach alles so belassen. Dem Abhobeln sind natürlich Grenzen gesetzt. Ich denke mal, daß am Ende eine Kombination von beidem zum Einsatz kommt.

4.) Ohne entsprechendes (Profi) Werkzeug werden diese Arbeiten zur Qual bzw. unmöglich. Als Minimum sehe ich hier eine Tischkreissäge und einen (elektrischen) Hobel. Auf Grund anderer Arbeiten, habe ich mir diese Dinge inzwischen angeschafft.

5.) Je nach angestrebter Perfektion wird das Ganze in richtig viel Arbeit ausarten. Auf der anderen Seite wird man diese Arbeit voraussichtlich nur einmal (je Fußboden) im Leben machen.

Viel Erfolg...



Fußbodenaufbau



Geht es ums Erdgeschoss?
Warum haben Sie den alten Dielenboden entfernt?

Viele Grüße



Moin Francis,



nachdem ich es früher auch immer AUF den krummen Balken probiert hab' (mit viel Gepuhle und Gefluche), bin ich mittlerweile (dem Forum sei gedankt!) beim Beidielen angekommen.

Üblicherweise hängen die Balken zur Raummitte durch, also wirst du den höchsten Punkt in einer der vier Ecken finden.

Von dort mit einem Richtscheit die "Balkenoberkante" ermitteln.

Dann kannst du entweder erstmal mit kleinen Brettchen die "Nullinie" markieren bzw. wenn ihr zu zweit seid gleich eine passende Diele seitlich an den Balken heften (endgültig festschrauben erst, wenn alles nachgemessen und "im Wasser" ist).

Ich fand's hilfreich erstmal nur jeden 3. oder 4. zu machen (je nach Richtscheitläge und Balkenabstand)und die dazwischen danach einzupassen.

Höhenverlust hast du so garnicht, ausser du wohnst in Staufen im Br. und dir hat's an einer Ecke die Hütte hochgedrückt...;-)

Gruss, Boris