Verstärkung / Ausgleich des alten Bodens + neue Holzdielen verlegen

23.07.2008 Andreas67



Hallo zusammen,

Auf dem Fußboden zwischen Erdgeschoss und erstem Stock befand sich schlecht verlegtes und mangelhaftes Laminat.
Dieses wurde entfernt ebenso das provisorisch anmutende "Balkengerüst".Die Schüttungen aus Schlacke etc. wurden ebenfalls entfernt (Gewicht..).
Vorhanden sind nun massive Eichenbalken (Abstand ca. 55-65 cm) und Lehmfüllungen. Leider hängt der gesamte Fußboden in der Raummitte ca. 10 cm durch.
Wie könnten zusätzliche Holzbalken verlegt werden zum Ausgleich des Fußbodens?
Ein Zimmermann meinte: mit neuen Balken auf den alten Eichenbalken .. dann hätte ich aber einen viel zu hohen Boden vermute ich.
Ein anderer Vorschlag war, neue Balken neben die Eichenbalken zu legen und diese miteinander zu vernageln (besser schrauben..?) + diese Balken dann wiederum mittels Metallwinkel an einem Balken zu befestigen welcher in der Raummitte quer liegt.Den quer liegenden Balken mittels "...schuh" an Balken in den Wänden zu befestigen.

Was könnte man als leichten schallschluckenden Füllstoff nehmen?

Was würdet Ihr als Trittschalldämmung empfehlen? Schwimmende Verlegung?

Was würdet ihr für Holz nehmen für Dielen? Es sollte noch bezahlbar sein...Dicke?

Ich bin euch sehr dankbar für jede Hilfe.

Grüße
Andreas



Bei geraden Balken...



...und glatten Seitenkanten kann man z.B. 40mm starke Bohlen seitlich an die Balken schrauben, mit nivellierter Oberfläche.

Wo das nicht geht: Grob Keilleisten zusägen und aufschrauben, Feinnivellierung der Dielen Stück für Stück mit untergelegten Holzplättchen wenigstens 6x6cm, Stärke angepaßt.

Schwimmende Verlegung ist bei massiven Dielen nicht möglich bzw. führt im Klammerverfahren, das Sie hier nicht anwenden können, zu oft zu Problemen.

Eine schwimmende Dielenplatte könnten Sie, vorbehaltlich Statik, mit im Balkenzwischenraum liegenden Lagerhölzern ausbilden. Dazu müssen Sie aber eine durchweg gerade nivellierte Fläche auf den Balken ausbilden, bevor Sie einen Kokosstreifen oder Weichfaserplattenstreifen auf die Balken legen (siehe Bild). Trittschalldämmung halten viele im EFH für verzichtbar.

Grüße

Thomas



Noch zum Thema Dielen:



24mm stärke genügen geradeso, 27-28mm würde ich verwenden.

Was ist für Sie "bezahlbar"? Der eine röchelt schon bei 8 EUR für Rauhspund, der andere zahlt 300 EUR für den m². Die zukünftige Nutzung spielt auch für die Holzwahl eine Rolle.

Grüße

Thomas



Ausgleich Boden



Hallo,

vielleicht wäre es eine Möglichkeit, auf den Balken Schwalbenschwanzplatten zu verlegen.
Auf diese Weise erreicht man einen stabilen, glatten Bodenaufbau mit geringer Aufbauhöhe und einer feuerhemmenden Wirkung.

Als Trittschalldämmung wäre Recanor zu empfehlen.
Dies ist ein einschichtiger Trittschallbelag von 5mm Stärke, womit man Trittschalldämmwerte von bis zu 45 dB erreicht.

Gerne sind wir bereit, Ihre Fragen zu beantworten oder Ihnen Infomaterial zuzuschicken.

Oder Sie informieren sich unter www.duofor.eu

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DUOFOR - Team



schiefe balken



als beispiel. so hat man es in meinem haus machen müssen, da alles völlig schief war, sich das haus gesenkt hatte zu einer ecke hin um satte 29 cm und der Balkenabstand der alten balken zwischen 80 und 90 cm betrug. die alten balken sind von unten sichtbar, deshalb mußten sie nach oben aufgedoppelt werden mit keilen, die genau passend zum jeweils darunterliegenden alten balken gesägt wurden (verschraubt; vollgewindeschrauben!), dazwischen neu eingezogene balken, um den abstand zu verringern (KVH!). Befestigung am rand an den alten vorhandenen balken mit eingepaßten aufdoppelungen (bzw. in meinem fall auflage auf mauervorsprung). darauf kann der boden verlegt werden (dielen oder verlegeplatten als rohboden). damit du eine vorstellung bekommst, wie sowas dann aussehen kann.
so schlimm sieht´s ja bei deinem boden glücklicherweise lang nicht aus!
viele grüße carmen
(p.s. die zwei querliegenden balken gehören nicht zur konstruktion!)



Schwalbenschwänze



Der offensichtlich unter Verkaufsdruck stehende Herr Christoph empfielt mit schöner Regelmäßigkei seine (sicher an der richtigen Stelle brauchbaren) Platten für Anwendungen, für die sie nicht geeignet sind. Über den Sinn oder Unsinn von Blechplatten auf alten Balken, Dampfsperren etc. muß man hier gar nicht streiten, die Platten gleichen nichts aus (Frage nicht beantwortet) und im Zusammenhang mit dem geplanten massiven Dielenboden steht auch gar nicht soviel Aufbauhöhe zur Verfügung.

Was genau wollen Sie denn mit den Platten und in welcher Aufbauvariante hier bewirken?

@ Carmen

Wozu soll den die Folie gut sein?

Grüße

Thomas



@ thomas



vollkommen richtig! dagegen hab ich im zweiten stockwerk Papier als Rieselschutz verwendet. war sicherlich nicht so sorgfältig nachgedacht, aber bei den mir gesagten sd-werten dachte ich, man könnte es riskieren.
aber, wie gesagt, ich würde es NICHT WIEDER VERWENDEN! (dies auch als hinweis für die anderen leser!)
der Einbau ist -aus meiner sicht heute- inkonsequent und überflüssig, es hat andrerseits aber auch an alternativen gefehlt, die sich an die wirklich sehr schwierigen bodengegebenheiten gut anpassen ließen, papier ist einfach nicht flexibel genug.
bekomme ich trotzdem die absolution...?
ich bin lernfähig, beim nächsten haus wird alles viel viel besser!
gruß carmen
p.s.: war mir klar, daß das der Stein des anstoßes sein würde...nichtdestotrotz ist die sehr problematische statische situation gut+sorgfältig gelöst worden; darauf möchte ich auch das augenmerk gelenkt wissen, da die frage nach bodenverstärkung/ausgleich (zimmermannsarbeit)gestellt wurde.



Nun ist es so geplant...



7m Lange Kanthölzer 5*15cm (5Stück) über die ganze Länge des Raumes. Diese werden mittels Schrauben an den Eichenbalken befestigt.
In die Zwischenräume über dem Lehm Glaswolle (Reichen 5cm oder bringen 10 cm auch mehr Schallschutz?)

@Thomas: Meine Schmerzgrenze wäre bei über 20 Euro/m2. Ich benötige ja immerhin fast 50 m2. Ich bekomme morgen einen Preisvorschlag für massive Fichtenholzdielen und Lärchenholzdielen 28 mm dick.
Später soll der Raum als Ess- und Wohnzimmer genutzt werden, da sich eine schmale Küche auf der anderen Seite des Zimmers befindet.

Kann man das so machen oder ... bin offen für jeden Tipp.

Vielen Dank an Alle
Andreas



@ Carmen



Da der Aufbau ja wohl nach unten deutlich besser diffusionsoffen sein wird, wird's schon gutgehen. Gefährdet sind halt am ehesten die Balkenauflager.

@ Andreas

Die Mineralwolle kannst Du Dir sparen, das bringt in Sachen Schall überhaupt nichts. Schallschutz wird durch Masse verbessert. Wirklich trockner Lehm wäre optimal, oder wenigstens geglühter Sand, oder Splitt. Weniger massereich, aber fertig in der Tüte: Liapor und andere Blähtonprodukte.

Bei 28mm Stärke bekommst Du für 20 EUR brutto vermutlich keine brauchbare Diele. Alternative: sauber gehobelten Rauhspund kaufen, in den Räumen einstapeln, ca. 6 Monate, gut lüften, Stapel beschweren. Der erhöhte Aufwand für das Schleifen (leichte Schüsselung) wäre durch Eigenleistung aufzufangen.

Grüße

Thomas



@ thomas



der fragliche boden sieht als Decke einen stock tiefer so aus: FOTO
das ist übrigens die stelle, wo drüber noch ein stück vom doppelten Schwellenbalken vorhanden war, der keinen Verbund mehr hatte mit den anderen balken. alles eine sehr schwierige situation, da das alte fachwerkgefüge durch die erweiterung zur stadtmauer zum größten teil nicht mehr vorhanden war. um statik haben sich die leut damals auch nicht geschert....
viele grüße
carmen