Trittschallschutz?

27.09.2003



Hallo!
Wir wollen in unserem Haus alle Dielen ersetzen. Erst hatten wir vor, die Dielen nicht direkt auf die bestehenden Balken zu schrauben, sondern die Balken mit Kork zu "polstern" und die Dielen auf einer Lattenkonstruktion schwimmend zu verlegen.
Jetzt habe ich aber schon häufiger gelesen, das vom schwimmenden Verlegen abgeraten wird. Jetzt haben wir gedacht, wir machen den Kork auf die Balken, und schrauben die neuen Dielen doch darauf. Nun würden ja wahrscheinlich die Schrauben dann den Trittschall trotzdem auf die Balken und damit in das Geschoß darunter übertragen? Das Verlegen direkt auf die Balken ist ja sicher auch einfacher, als eine lose Konstruktion zu verwenden. Was ratet Ihr, was sollen wir machen?

Schließlich wollen wir uns auch nicht gegenseitig auf die Nerven gehen, wenn die Kinder im OG rumhüpfen und wir unten im Wohnzimmer unser eigenes Wort nicht mehr verstehen...

Danke für Eure Meinungen!!!
Sabine



Trittschallschutz



Hallo, Trittschallschutz funktioniertt nur mit Entkopplung, das haben Sie richtig erkannt: Wen Sie also eine Dämmung auf die Balken legen und die Dielen dann doch in die Balken schrauben, haben Sie nichts gewonnen. gegen eine schwimmende Verlegung von Dielen spricht gar nichts, selbst die billigsten Laminatböden werden so verlegt. Das nonnplusultra wäre natürlich eine schwimmend verlegte Unterkonstruktion, auf der dann die Dielen wirklich verschraubt werden, also holzfaserstreifen o.ä. auf die Balken, ein Lattengerüst darauf schwimmend verlegt, dämmschüttung dazwischen und dielen auf die Latten schrauben (wenn genug Platz für diesen Aufbau ist). Damit bekommen Sie eine breite Verteilung der Kräfte, die durch Kinder im OG auf die Decke wirken ...
gf



... das haben wir auch noch nicht raus...



Hallo, wir haben Kork auf die Lattung gemacht und die Dielen dann festgeschraubt. Als Schüttung haben wir in einem Raum eine Art Seramis (- was im Zimmer untendran ziemlich knirscht, wenn oben einer läuft), im anderen eine Perliteschüttung, bei der wir fast verzweifelt sind, da die kleinen Kügelchen immer im Weg waren... Der Aufbau beider Böden ist aber längst nicht so gut wie der urpsrüngliche Aufbau mit Schlacke und Sand. Man hört sich selber gehen, wenn man drauf läuft und das ist bei der "alten Variante" nicht so. Grüße Annette



Lattung?



Danke für die Antworten!
Kann ich eine Lattung auch sozusagen lose nur zwischen die Balken legen, also nicht kreuzweise, weil wir sonst mit dem Boden zu hoch kämen.
Wäre nett, wenn ich dazu noch eine Antwort bekäme.

Sabine



...



wir haben die Latten verschraubt, entweder durch die Balken durch oder mit Winkeln, je nach Unterkonstruktion. Legen Sie die Lattung aber unbedingt quer zum jetztigen Fußbodenaufbau. Grüße Annette



Trittschallschutz



Hallo, "lose" zwischen die Balken geht auch, dann wird's aber zur Facharbeit: Dämmstreifen auf die Balken (obacht, mit Schnur, Richtlatte und Wasserwaage alles schön eben ausrichten; beim höchsten Punkt im Raum beginnen!), lose Schüttung zwischen die Balken, Latten einlegen, Dielen dann auf den Latten verschrauben (beim Schrauben immer einen Klotz unter die Latte legen und Schüttung von Hand nachschieben). So haben Sie beides: einen entkoppelten schwimmenden Bodenaufbau mit minimalem Höhenverlust, dennoch flächig fixierte Dielung, aber ohne Leim (mit Leim ginge es natürlich auch, und weniger aufwändig).
Viel Glück!
Günter Flegel (der auf den Tag wartet, da er in seinem Wagenhäuschen die erste Eichendiele verlegen kann ...)



Trittschallschutz



Hallo! Es gibt auch die Möglichkeit, natürlich abhängig von der Raumhöhe, mit Holz-Weichfaserplatten zu arbeiten. Ich beschreibe jetzt mal den Fußbodenaufbau den ich bevorzuge:
Auf die Balken direkt verschraubte, waagerecht ausgelegte, OSB-Platten (18 mm). Auf diese schwimmend verlegte Holz-Weichfaserplatten (22 mm). Darauf dann Holzlatten, ca 2 mm dünner als die Dicke der Weichfaserplatten, lose in ca 40 cm Abstand verlegen. Zwischen die Holzlatten dann wieder Weichholzfaserplatten lose verlegen. Darauf dann die Dielen verlegen und mit den Holzlatten verschrauben. Am besten die Dielen vorbohren und mit einem "Senker" die Form des Schraubenkopfes im Holz vorgeben ( am besten ca. 1-2 mm tiefer weil der Boden ja noch abgeschliffen wird ), damit es keine vorstehenden Splitter gibt. Wenn sie jetzt noch darauf acht geben das die OSB-Platten nahezu formaldehydfrei und die Holz-Weichfaserplatten bitumenfrei sind und die Dielen nur gewachst und geölt werden haben sie einen nahezu ökologisch einwandfreien (abgesehen vom Energieaufwand zur Herstellung von OSB- und Weichfaserplatten) und "quitscharmen" Fußboden.



Danke!!!



Hallo!

Danke für die Tipps - ich werde dann mal gucken, wie wir es machen. Je höher wir kommen, umso ehe müssen wir halt auch die Türen austauschen.
Vielen Dank!!!

Sabine