Befestigung Deckenbalken?(Thüringen)

18.02.2013 denkmal2013



In der Decke zum DG wurden Balken teilweise angeschuht und direkt(mit Bitumenbahnunterlage) auf das erneuerte Mauerwerk aufgelegt. Die ursprünglich vorhandene Mauerlatte wurde weggelassen.Auf diesen Deckenbalken liegt nun der Auflagebalken für die Dachsparren bündig auf. Müssen die Deckenbalken auf der Mauer(Außenwand) befestigt werden, oder nicht? Es liegt ja die gesamte Dachlast darauf. ein Verschieben der selbigen dürfte ja nicht möglich sein.

Welche Möglichkeiten einer Befestigung gibt es, wenn diese nötig ist?

Grüße Alex



Mauerlattenverzicht …



Hallo

Was ist der Grund auf eine sinnvolle Mauerlatte zu verzichten?

die hatte mit unter die Aufgabe die Lasten verteilt an das Mauerwerk nach unten abzugeben … und im Zusammenhang "Gutes" zu tun!

M.E. wird sich auch eine Bitupappe unter den Balken als schädlich auf lange Sicht erweisen.

Besser wäre m.E. eine Mauerlatte in Luftkalkmörtelbett …

Florian Kurz





Danke für die Antwort,

aber es stellt sich immer noch die Frage. Ist eine Befestigung der Balken nötig, oder nicht?

Eine nachträgliche Mauerlatte wäre ja nicht machbar.



statische Durcheinander



Hallo

Mauerlatte weg … was nun …

fragen Sie doch den, der das "verbrochen" hat …

Die Last-Verteilung der Mauerlatte beinhaltet, dass die Lasten der Deckenbalken des "Gesperres" des Sparrendaches auf einer verteilten Einbringung und einer sinnvollen Streckenlast in die Mauer abgeleitet worden ist … und so einen guten Verbund des Daches und der Mauer durch Pressung auf eine lange Strecke gewährleisten konnte

Jetzt haben Sie auf der Mauer nur einzelne Punktlasten geschaffen die eine "Nur"-Mauer in Bedrängnis bringt … wenn nicht ein "Ringanker" drunter ist … oder eben die Mauerlatte …

Zu einer Bewertung sollte man auch noch wissen, wie stark die Mauer ist …

Florian Kurz



Nachtrag!



Die betreffende Wand ist 36cm stark. Auf einer Länge von 5 m sind 7 Deckenbalken auf der Wand aufliegend.



Sodele,



ich widerspreche mal dem Herrn Kurz. Deckenbalken dürfen auch ohne Mauerlatte auf Mauerwerk aufliegen. Eine Sperrfolie/Pappe unter den Deckenbalken hätte ich auch hingemacht.
Die Fußschwelle muß mit dem Deckenbalken verbunden sein, der Sparren mit der Fußschwelle. Wenn das der Ausführende hier nicht gemacht hat,
isses Pfusch. Das würde mich aber wundern, die Anschuhung sieht profimäßig aus.
Falls diese Fixierungen wirklich fehlen helfen nur noch: Blechle.
Ralph Schneidewind



Nachtrag!



Also müsste jetzt im Nachgang noch die Verbindung der Fußpfette mit den Deckenbalken gemacht werden. Ist hier eine Verschraubung von der Fußpfette in die Balken ausreichend?
Die Sparren sind mit Sparrennägel in der Fußpfette befestigt worden als diese erneuert wurde.

Grüße Alex



Wenns machbar ist:



Eine M16er Gewindestange. Könnte reichen.
Oder/und 8er Torx. Von unten nach oben durchgeschraubt. Von Oben siehts eng aus.
Der Kram hat die Aufgabe den Schub nach außen zu verhindern.
Falls die Fußpfette mit den Deckenbalken verkämmt ist, und in Richtung Traufe genügend Vorholz ist, wars doch kein Pfusch. Aber ein paar Sparrennägel oder Torx hätt ich schon reingejagt.
Um ganz sicherzugehen sollte doch mal ein Statiker ein Auge drauf werfen.
Auch Gruß
Ralph



in



der Schweiz habe ich beobachtet, daß der Dachstuhl nicht an einem Ringanker, sondern mit Stahlseile (vor dem Putz) an tiefer liegenden Mauerbereichen verankert wird. Laut Aussage der leute vor Ort wäre das so üblich. Wäre ein Option, wenn man von oben nicht mehr bohren könnte.



Nachtrag!



Danke für die bisherigen Antworten. Die Fupfette ist fachgerecht mit den Deckenbalken verkämmt. Mit der Winkelbohrmaschine dürfte ein Verschrauben auch von Oben möglich sein.

Grüße Alex



Schön,



dann ist ja alles paletti!
:-)
Ralph Schneidewind



Es ist



doch immer wieder lustig, die Beiträge von Architekten zu lesen.
Warum sollte denn diese ausgebesserte Konstruktion nicht halten?
Der Zimmerer hat doch bestimmt den Sparren mit der Fußpfette fachgerecht verbunden.
Die Fußpfette ist mit einem Flachstahl oder Giebelschlauder im Giebelmauerwerk verankert.
Wohin bitte, soll sie sich denn bewegen?

in diesem Sinne
Viele Grüße, Gerhard