Deckenisolierung

06.01.2008



Hallo,

wir haben ein Fachwerkhaus gekauft. Wohnen werden wir im Erd- und im Obergeschoss. Dachgeschoss soll nur als Stauraum benutzt werden. Allerdings haben wir das Problem das einige Deckenbalken ausgetauscht werden müssen.
Wir werden die Decke komplett runterholen so das nur die Balken oben bleiben, die defekten Balken austauschen und gegen neue ersetzen.

Die Balken sollen von unten sichtbar sein, die Decke soll kompellt isoliert werden und als neuen Bodenbelag im Dachgeschoss haben wir OSB-Verlegeplatten vorgesehen.

Nun zu meinen Fragen.
-Wie soll die Unterkonstruktion aufgebaut werden um die OSB-Platten zu verlegen.
-Wie stark sollen die OSB-Platten sein
-Wie stark soll die Isolierung ausfallen (Keine Dachisolierung)
-Benötigt man eine Dampfsperre

Von unten würden wir wie oben beschrieben, gerne die Balken sehen. Zwischen den Balken würden wir gerne Putz oder Rigipsplatten anbringen anbringen. Falls jemand auch dazu eine Idee hat, wäre ich sehr dankbar.

Falls mir jemand auch Bilder schicken kann, wäre ich sehr dankbar.


Vielen Dank für eure Informationen.

Petra und Sven



Wenn



die Balken sichtbar bleiben sollen, ist eine Dampfsperre nicht realisierbar. Damit verbleiben nur diffusionsoffene Lösungen. Diese erfordern einen in Richtung kalt abnehmenden Dampfdruckwiderstand. Da macht die OSB-Platte mit ihrem sehr hohen Widerstand echten Kummer. Ich würde da zu einem Holzboden raten, wenns nur Abstellboden werden soll, reicht ein preiswerter Rauhspund aus. Für die Unterseite wär zum Beispiel Heraklith mit einem Kalk- oder Lehmputz eine Möglichkeit.
MfG
dasMaurer



Eine Dampfsperre ist selten erforderlich



mit Sicherheit aber eine Dampfbremse. Um eine genauere Auskunft geben zu können, wäre es sinnvoll die Drempelkonstruktion zu kennen. das heißt wie sieht die Situation dort aus, wo die Sparren auf der Fusspfette aufliegen.



Balken sichtbar, eine gute Variante!



Doch nicht mit OSB!!
Wenn es einen guten ästhetischen Wert erreichen soll, so könnte man doch folgende Lösung erarbeiten:

1.
eventell eine Altdielung als Sichtvariante von oben auf die Balkenlage bringen (Neudielung alternativ sicherlich)
2.
darauf dann den difussionsoffenen weiteren Bodenaufbau mit einer geringen Aufbauhöhe, aber einem guten Schallschutz und guter ökologischer Werte.
3.
darauf dann einen Holzboden

Nachdenkliche Grüße

Udo Mühle





Hallo Petra, Hallo Sven,

von einer Dampfsperre würde ich möglichst absehen. Zunächst solltet Ihr euch überlegen, ob der Dachraum dauerhaft als Speicher oder evt. später als Wohnraum genutzt werden soll, da dies schon einen Einfluss auf den Fußbodenaufbau haben kann.
Einen ähnlichen Aufbau wie folgt habe ich vor kurzem verbaut, sollte systematisch funktionieren:
- Niveauausgleich mit entkoppelten Holzstücken
- Auf den Holzstücken verschraubter Rahmen aus Rahmenhölzern (Rost)
- Schüttung im Rost
– Winddichte Absperrung
- Dielenbelag

Ist aber Einzelfallabhängig, z.B. was Deine Balken tragen können oder ob Dein Dach schon Unterspannbahnen hat o.ä.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph





Wenn es sich einrichten läßt, würde ich gerne mal vorbeischauen, OSB auf der Oberseite ist jedoch oft kritisch, da OSB schon eine Dampfsperre ansich ist.
Näheres bitte telefonisch abklären
Viele Grüße Heino
www.zimmerei-langer.de



Hallo Christoph



Danke erstmal für deine Antwort.

Im Moment denke ich nicht das wir den Speicher mal als Wohnraum benötigen, allerdings kann man sowas nicht ausschließen.

Du meinst wir sollten den Boden oben ausgleichen und Rahmen setzen welche mit Schüttung befüllt werden, dann eine winddichte Absperrung und dann den Boden.

Was schlägst Du als Decke vor, die wir von unten sehen?
Warum über der Decke (direkt) keine Folie?
Warum keine Glaswolle als Isolierung sondern Schüttung, wie verhält sich das preislich?
Wie stark sollten die verschiedenen Isolierungen verarbeitet werden?

Das Dach hat keine Unterspannbahn, ist einfach ein altes Gebälk und dann Ziegel. Es ist noch soweit in Ordnung, so das wir es nicht sofort erledigen müssen. Längerfristig, ca. 5-8 Jahre wird es sicherlich neu gedeckt werden müssen, ggf. auch einen neuen Dachstuhl oder den alten ausbessern.
Bis dahin werde ich sicherlich auch keinen Wohnraum im Speicher machen, falls überhaupt. Aus diesem Grund möchte ich die Decke in Verbindung mit der Luftkammer vom Speicher als meine Wärmedämmung verwenden, bin jedoch nicht sicher wie ich die Decke ausbilden soll.

Wäre nett wenn Du noch ein paar Tips hättest, oder die alten etwas genauer ausführen könntest.

Im voraus ein dickes Danke, das gilt auch für alle anderen die sich die Mühe machen oder gemacht haben. Hoffe ich kann auch mal mit meinen Erfahrungen weiterhelfen. Ist alles gar nicht so einfach.

lg



Kaltdach



Hallo Sven
Falls du es noch nicht bemerkt hast, gerade sind einige Threads über die Problematik Kaltdachdämmung am laufen. Eventl. kannst du dir dort auch noch einige Infos oder Ideen holen.

Gruss von einem Mitglied des "Kaltdachclubs"

Marlene



Anspruch definieren!!!!!!



Wenn die letze Decke als Wohnraumabschluß anzusehen ist, so ist es hierbei sinnvoll, diese in einer guten und homegenen Konstruktion auszuführen.

Von unten die Balken gesäubert sichtbar belassen, eine Auflagesichtdielung aufbringen und darauf einen winddichten und massebefüllten Aufbau ausführen.
Dieser kann mit Lehmsteinen, Aufblasdämmung oder Holzweichfaser erbracht werden.

Wir stehen Ihnen gern zu einer Lösungserarbeitung mit zur verfügung.

Handwerkliche Grüße

Udo