Balken, Dachpappe, Schüttung, Schweißbahn, Pilz




Wir hatten vor ca 2 Jahren in unserem Lehmhaus einen Wasserschaden.Genauer: Haarriss in der Wasserleitung,der erst nach einiger Zeit sichtbar wurde.Unser Fussboden ist wie folgt aufgebaut:ringsrum Streifenfundament,innen Lehm,darüber etwas Sand,darüber Dachpappe,dann kamen Holzbalken als Fussbodenträger,diese waren ebenfalls in Dachpappe eingeschlagen,zwischen den Balken wurde mit Lehm ausgefacht,etwas Sand als oberste Schicht(der konnte auf den Balken gut abgezogen werden,jetzt kamen Verlegeplatten und Korkplatten als Abschluss.Durch den Wasserschaden saugten sich die Verlegeplatten,Korkplatten und die Balken so richtig schön voll,so daß wir alles rausreißen mussten.Im Lehm war ebenfalls Pilzbefall,so daß auch dieser entfernt wurde.Kann man jetzt statt des Lehm´s eigentlich auch Blähton als Trockenschüttung verwenden?
Wir haben bis jetzt wieder Balken eingezogen und unter diesen Schweißbahnen gelegt.



Klar



Blähton, Perliteschüttung, Zellulose, ...
Es gibt auch noch einige andere Schüttungen aus nachwachsenden Rohstoffen, für die es vielleicht sogar noch Fördermittel gibt.
Leider kenne ich aber nicht die ganze Situation, z.B. die seitlichen Anschlüsse, die Situation der Außenwand, horizontalsperre,....



Alarmglocken


Meine Wenigkeit im Büro  1   (der junge Kerl)

Liebe Ute

Deine Schilderung läßt abgesehen von deiner Frage sofort neue Fragen auftauchen:

1. Was für ein Pilz bitte ????? Habt ihr diesen näher untersuchen lassen? Was habt ihr dagegen unternommen?

2. Was soll denn die Schweissbahn für eine Funktion erfüllen? Und wo und wie sitz die dann? Warum waren die Balken in Dachpappe eingeschlagen?

3. Versteh ich richtig, dass ihr im erdberührten Bereich wieder Balken hinlegen wollt? Warum?

Ich denke die Antworten auf diese Fragen sind erst einmal wichtiger, als die Frage nach der Art der Füllung. Lasst euch doch einmal sachkundig von einem wirklichen Sanierungsspezialisten vor Ort beraten.

Gruß

Lutz



Hallo Lutz



ich habe mit Ute gesprochen.
- Der Pilz wird noch untersucht.
- Die Balken waren offensichtlich tatsächlich in Bitumenpappe eingewickelt. Hab ich auch noch nicht gesehen.
- Die Schweißbahn liegt wenn ich es richtig verstanden habe auf dem Erdreich auf und soll vor aufsteigender Feuchtigkeit schützen. Schaden kann sie aus meiner Sicht an dieser Stelle nicht, wenn nach innen diffusionsoffen gearbeitet wird. Ich hätte mir hier eine Betonsohle gewünscht. Die Schweißbahn ist aber schon drin.



Hallo ihr Zwei!



Erst einmal vielen Dank für eure Antworten und natürlich besonders für den Rückruf!
Die Schweißbahn unter den Balken ist wie eine Wanne und sollte tatsächlich gegen aufsteigende Feuchte sein.Das scheint auch nicht ganz falsch zu sein,denn gestern hatten wir hier noch nen Gutachter,der wies uns darauf hin,daß wir keine Dachpappe nehmen sollen,da die sich nach einigen Jahren wohl zersetzt.Er sieht das jetzt oft in älteren Häusern.Die Balken waren deshalb in Dachpappe eingeschlagen,damit sie nix von der Restfeuchte des Lehms abbekommen,der dazwischen war.
Der Pilz hat sich zum Glück nicht als Hausschwamm entpuppt.
Als Schüttung zwischen den Balken haben wir uns jetzt für Perlite entschieden.



Häuser



Liebe Ute

Schön, dass es bei euch unter sachkundiger Begleitung weitergeht, gutes Gelingen für die weiteren Arbeiten.

Auf das ein guter Geist in euer Haus einziehe.

Gruß

Lutz





Vielen Dank Lutz!
Das mit den Sachkundigen musste auch sein.Wir hatten hier nämlich wirklich viele Kumpels und Verwandte,die übers Wochenende fleißig mit ausgeschaufelt haben.Doch jeder hatte auch ne andere Meinung,wie er da weiter machen würde.Nun ja,bei so vielen gut gemeinten Tipps weiß man am Ende doch nicht wirklich,was das Richtige ist.Ein Fachmann war wohl dann doch das Beste,um unsere rauchenden Köpfe etwas abkühlen zu lassen.
Wir wünschen auf jeden Fall noch fröhliche,besinnliche Feiertage und einen fleißigen Weihnachtsmann!
Macht weiter so! Schöne Sache mit dem Fachwerk-Forum