Neuer Fussbodenaufbau auf alter Balkendecke

17.05.2005



Hallo zusammen,

wir haben einen Altbau gekauft und sanieren jetzt gezwungenermaßen den Fussboden im 1 OG. der verschiedene Fussbodenbeläge und Aufbauhöhen hatte. Unter den darauf gelegten Belägen kam der Dielenboden zum Vorschein, der allerdings nicht mehr aufzuarbeien war. Wir haben uns dazu entschlossen die Dielen rauszureißen und durch einen neuen Fussbodenaufbau (Perlit zum Ausgleich, Glasflies Fasoperl und darauf einen Trockenestrich) eine durchgehed neue Fläche aufzubringen auf die dann Fertigdielen gelegt werden sollen. Bei der Demontage der Dielen ist nun unser Problem entstanden. An einigen Stellen ist die zwischen den Balken liegende Füllung bestehend aus Schlackestücken, Sand und allem möglichen groberem Füllmaterial die auf einer Stroh/Lehmschicht aufgefüllt ist, abgesackt. Die darunter liegenden Bretter sind aus der Nut der Balken gerutscht und haben sich abgesenkt. Wie bekomme ich den Deckenaufbau an den abgesenkten Stellen wieder hin? Muß ich die komplette Decke sanieren oder nur die betroffenen Stellen? Wer kann mit Tipps und ggfls. Produkte nennen die mein Problem beheben? Ist der von uns gewählte Fussbodenaufbau unter diesen Bedingungen überhaupt sinnvoll?





Hallo CH
Ist der Schaden erst jetzt beim Renovieren entstanden, oder ist er älter?
Die Schlacke würde ich entfernen, den Ursachen des Schadens sollte man auf den Grund gehen Sind die Bretter Faul oder verwurmt, oder hat sich der Balken verzogen so das die Bretter rausrutschen konnten, und wenn sich Balken so stark verzogen haben das die Bretter rausrutschen konnten ist dies evtl durch Baumängel entstanden(entfernte Balken zb beim Fenstereinbau)oder ist da Statisch noch alles in Ordnung.
Erst wenn diese Punkte geklärt sind würde ich mir weitere Gedanken machen, Trockenestrich bedeutet auch mehr Gewicht, Ich persönlich würde auf die verbesserte Trittschalldämmung verzichten und direkt neue Dielen aufnageln.
Gruß
Hartmut



Ursache klären



Hallo,
ich kann mich den Ausführungen des "Vorschreibers" nur anschließen. Erst mal die Ursachen klären, und dann weitersehen. Beim Thema Trockenestrich bin ich generell etwas skeptisch: die entstehende zusätzliche Deckenlast ist enorm. Wenn bsp 50kg/qm hinzukommen, verringert sich ungefähr die Nutzlast um 25% (genauere statische Analysen seien empfohlen).



Immer wieder der gleiche Fehler



Guten Tag miteinander.
Die Stakung zwischen den Balken ist nicht für die Aufnahme der Verkehrslasten ausgelegt sondern soll ausschließlich die zum Zwecke der Schalldämmung eingebrachte Schüttung oder Lehmwickel tragen.
Grüße Lukas



unpräzise ausgedrückt



Hallo,
ich habe mich in der Tat wohl etwas mißverständlich ausgedrückt. Die Stakung soll natürlich keine Verkehrslast aufnehmen. Ich meinte: zusätzliches Material (oder auch der Austausch von leichten gegen schweres Dämmmaterial) belastet die Deckenkonstrunktion und somit insbesondere die Deckenbalken zusätzlich, was wiederum die "verbleibende" Verkehrslast insgesamt verringert.
Meine Erfahrung ist halt die Tatsache, dass viele Leute einfach Estrich "reinklatschen", ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass das Zeug ja auch was wiegt.



Die Verkehrslast



darf natürlich nicht reduziert werden. Die Rechnung ist neu aufzustellen. Kann die Decke die zusätzlichen Lasten ohne in Anspruchnahme der Verkehrslast nicht aufnehmen, muss sie verstärkt werden.



Danke an alle Ratgeber, weitere Informationen zur Sache



Danke an alle für die Ratschläge. Vorab eine Antwort auf die Frage von Hartmut nach der Ursache. Das könnte in der vor einigen Jahren durchgeführten Sanierung des 2 OG und dem Ausbau des Dachgeschosses liegen. Die Balken sind in der Substanz ok. Allerdings liegen die Balken nicht immer im Maß. Die Abstandände liegen zwischen 48 und 51 cm. Die eingelegten Bretter sind ebenfalls ok, weder verwurmt, faul oder feucht. Meine unfachmännische Vorstellung ist nun, die abgesackten Stellen aufzuheben, die Räume durch eine Dachlatten und Schalplatten oder OSB-Platten Konstruktion wieder zu verschließen und das Füllmaterial wieder einzulegen. Darauf dann wie beschrieben Perlit etc.. Das zusätzliche Gewicht liegt bei ca. 55 kg/m2. Was haltet Ihr davon?



Was soll angehoben werden?



Hallo,
die Ideen hören sich prinzipiell gut an. Aber eine Frage zum besseren Verständnis: Was genau soll angehoben werden: die Tragbalken, die aus der Nut gerutschten Bretter, oder soll "einfach" nur der Fußboden am Schluß waagerecht sein?



Selektives Lesen?



Hallo Christian,
da halte ich wie vorher gesagt, nichts von. Mindestens einer von uns beiden versteht den anderen miß.
Grübelnd Lukas



Bei einer



so großen zusätzlichen Last muss ein Statiker hinzugezogen werden. Die meisten alten Decken Decken haben wenn überhaupt nur geringe Reserven.