Fußboden unterstützen?




Hallo,

wie wollen im Schlafzimmer (EG nicht unterkellert) ein Wasserbett aufstellen (Gewicht ca. 800 kg). Dazu müssen wir wahrscheinlich die Balken, auf denen schöne alte Holzdielen liegen, unterstützen. Der genaue Bodenaufbau ist uns noch nicht bekannt, aber demnächst werden wir uns mal vorsichtig dranmachen den Dielenboden zu entfernen (die Dielen sollen anschließend wieder verwendet werden). Ist es möglich die Balken nach unten auf die Erde, Schüttung oder was auch immer rauskommt mit anderen Balken zu unterstützen? Schaffen wir da vielleicht eine Feuchtigkeitsbücke die die tragenden Balken vergammeln lässt? Oder wie könnte sonst gearbeitet werden, damit das Gewicht des Bettes auch zuverlässig abgestützt wird?
Viele Grüße von
Christine





... also ich kann nur sagen, was wir alles aus dem "Boden" rausgeholt haben, das war schon stabil, da waren jede Menge Backsteine drunter, dann eine Sandschüttung drauf - das müsste ja eigentlich ausreichend sein. die 800 kg werden ja auf 4 qm verteilt, wenn ich ehrlich bin, ich würde das dem Boden bei uns (gut, ich weiß ja nicht, wie Ihrer ist...) zutrauen. Wenn man überlegt, dass das pro qm 200 kg sind, das wäre ja so, als stünden 3 Personen auf einem qm, und das wäre ja nicht das Problem (zumal es ja ebenerdig und ohne Keller ist). Früher hat man ja auch z. B. Säckeweise Korn usw. ins Dachgeschoss transportiert und dort gelagert, das hat die Konstrunktion ja auch ausgehalten... Grüße Annette





Die 800 kg werden durch den Unterbau des Bettes nur auf 1,5 m x 1,5 m (also 2,25 qm) verteilt.
Das gibt dann eine Belastung von 355 kg/qm. Vom Hersteller des Bettes wird dringend abgeraten das Bett auf einer Holzbalkendecke aufzustellen. Garantieansprüche fallen in diesem Fall weg.
Tja, nun wäre eigentlich ein Statiker gefragt. Wie muss ein Holzbalkenboden aufgebaut sein, um einer dauerhaften Belastung von 355 kg/qm standzuhalten?
Viele Grüße,
Christine



Balken auf Erde



Hallo
Fußboden unterstützen? wie soll das gehen?

Die Balken liegen normalerweise vollflächig auf Sand, Lehm oder Bauschutt auf, könnten also die Last problemlos aufnehmen. Meist ist aber ein Teil der Balken weggefault so das der an diesen Stellen der Boden sich setzen könnte/wird. Problematischer sind die Abstände der Balken, d.h. die Dielen könnten bei einem großen Balkenabstand brechen. Abhilfe würden zusätzliche Balken bringen oder der Boden wird bis unter die Dielen verfüllt z.B. mit kapilarbrechendem Kies.
Vorteilhaft für den Bodenbelag wäre eine Hinterlüftung der Matraze.

Grüße, chris



Wasserbett auf Holzdielung



Bei "wir" ist davon auszugehen das mindestens 2 Personen das Bett nutzen zu a' 75 kg auf gutgerechnet 2,00 x 2,00 m. Zeigen sich an der Dielung keinerlei Schäden würde ich daran nicht rütteln, lassen wie es ist. Der Füßbodenaufbau wird in etwa so sein, daß in einem Abstand von 50 bis 60 cm flachkant gelegte Polsterhölzer 8/10 in einem lehmfreien Sand- oder Kiespolster liegen.
Zu Zeiten der Herstellung dieser Fußboden wurde nur im Sommer der Sand gewonnen und vor Einbau auf großen Blechen erhitzt, um die Feuchtigkeit und organische Bestandteile zu entfernen. Aus der Anfrage ist zu entnehmen, daß dieses System bis auf den heutigen Tag funktioniert. Meine Vorstellung wäre, daß Bett auf einem Podest aufzulegen und über dieses die Last in den Baugrund zu leiten. Daß Podest würde eine Höhe von etwa 10-15 cm haben, die Podestseiten sind mit
Holzbrettern o.a. zu verblenden. Die Podestträger aus geeigneten Material sind rechtwinklig zu den Polsterhölzern zu legen. Es ist darauf zu achten, daß zwischen UK-Bett und OK-Fußboden, sowie den angrenzenden Wänden die Luft ungehindert zirkulieren kann. Viel Erfolg