Fußboden auf Kappendecke erneuern.

24.08.2008



Hallo Leute,

hier mein Erst Frage.
Wir besitzen seit ein paar Monaten ein Haus aus dem Jahre 1895 das wir gerade am Aufarbeiten sind.
Beim anheben der Dielenbretter im Erdgeschoß haben wir festgestellt, dass die Balken (60x60 und 70x70) an der Außenwand vermodert waren. Die Balken lagen nur auf der Kappen und der vorhandenen Schlackenschüttung auf und waren nicht in der Außenwand eingemauert.
Ich hatte zuerst den Gedanken gehabt die Balken durch neue zu ersetzen und dann mit OSB Platten einen vernünftigen Untergrund für weiteren Aufbau (vielleicht Laminat) zu schaffen.
Jetzt kommen mir aber nach den ganzen Beiträgen die ich gelesen habe Zweifel.
Mein nächster Gedanke ist jetzt die Balken in einem Betonbett einzulegen, dazwischen die Schlackenschüttung und zu guter letzt zwischen den Balken Dämmung einzulegen.
Das Ganze dann mit einer Dampfsperre abdecken und verkleben und dann die OSB Platten darauf.
Was mir aber keine Ruhe lässt ist der Keller. Dieser ist von außen nicht isoliert und hat eine Hohe Luft und Wandfeuchte und vielleicht wäre es besser, ohne Dampfsperre und Isolierung zu arbeiten. Damit soll die bisher vorhandene Zirkulation (sofern eine vorhanden war) nicht unterbrochen werden.

Den Tipp alles Raus vom Statiker die Kappendecke errechnen lassen und dann mit Estrich "ausgießen" ist mir zurzeit etwas zu teuer.

Wer kann mir für dieses Unterfangen ein Tipp geben?

Gruß
Ingo



Holz und Beton, Diffusion und Folie



Bringen Sie einmal in Erfahrung, wie lange die so vorgefundene Konstruktion alt ist.
Und dann machen Sie sich einmal darüber Gedanken wie lange Ihre angedachte Lösung halten möge.
Holz in Beton zu legen und dann noch über einer Kellerkappe, ist einfach tödlich!
Hier kann man diffusionsoffen arbeiten, benötigt aber eine wärmedämmende Zwischenlage.
Diese kann aus Schaumglasschotter mit einem oberflächigen Zementeintrag bestehen (begehbare Arbeitsoberfläche!) oder aus einer zementgebundenen Liaporestrichebene.
Darauf dann die Balkenlage, die durch einen Kokosfaserstreifen entkoppelt wird.
Zwischen die Balken kann dann ein entsprechender mineralischer Dämmstoff eingebracht werden.
Bei der Fa. Restauratio bekommen Sie weitere gute Herangensweisen vermittelt.

Viel Erfolg beim Stöbern
Udo Mühle



Also wir machen das gerade so..



Wir haben auch ein Haus ähnlichen Alters (wahrscheinlich etwasd älter) und haben auch ne Gewölbedecke. Ob das das selbe ist wie deine Kappendecke weiß ich nicht, denke aber schon. So eine ohne Stahlträger, richtig gemauert ne?
Unser Keller ist auch rel. feucht und darum ist der FB auch im Winter ziemlich fußkalt. Haben jetzt im Schlafzimmer den alten Estrich rausgenommen. Darunter war ein buntes Potpurri an Baumaterial zu finden. Auf dem Gewölbe Sand, darüber Schlacke, Balken, Ziegel und Ziegelbruch.. Jeder Meter was anderes!! Total krass..
Jedenfalls haben wir uns mit nem befreundeten Maurer unterhalten und die machen das immer so:
Auf die Gewölbedecke Unterbeton (erdfeucht 1:5)
darüber dann Styroporplatten als Dämmung
Dämmstreifen am Rand
Folie als Feuchtigkeitssperre
und dann Estrich darüber.

Ich hoffe das ist auch ok so und ich muss mir jetzt nicht wieder was Neues einfallen lassen wenn die Experten das lesen.

Hatte erst Bedenken, dass das Gewölbe den Beton nicht aushält, aber der Beton ist ja kaum schwerer als der Sand vorher und durch den Styropor wirds ja an anderer Stelle wieder etwas leichter.

LG, Britta



Fußboden



Hallo,

vielleicht wäre es eine Möglichkeit, auf den Balken DUOFOR - Schwalbenschwanzplatten zu verlegen.

Diese sind sehr stabil, man könnte eine Fußbodenheizung integrieren und das bei einer geringen Aufbauhöhe und zusätzlichem Feuer- und Schallschutz.

Gerne beraten wir Sie oder senden Ihnen Unterlagen zu (Tel.: 030-35137548).

Selbstverständlich können Sie sich auch unter www.duofor.de informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DUOFOR - Team



Boden über kellerdecke



Wir machen das so ähnlich wie Britta, nehmen aber statt schwerem Beton (Rohdichte 2,4) Leichtbeton (Thermozell 250 zum selber anrühren, Rohdichte 0,25, Wärmeleitfähikeit 0,100), darüber Styrodur (WLG 030) und kommen so auf einen relativ niedrigen Fußbodenaufbau.

Grüße



Und da alte Häuser ja...



...auch umlaufend eine Feuchtigkeitsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit besitzen, ist die konzipierte Lösung von britta.aus.nackel und Dietmar Beckmann sicherlich wärmstens zu empfehlen!!!!
Na ich weiß nicht, ob ich mich auf so eine Art der Aufbaukonstruktion einlassen würde.
Wenn ich auf eine Konstruktion eines Gewölbekellers eine dampfdichte Aufbaulösung mit Folie und Kunststoffdämmplatten bringe, so kommt es unweigerlich zu einer ansteigenden Wandfeuchte in den Anbindungsbereichen dieser Konstruktion (Dampfdruckgefälle!).
Es wird sich über kurz oder lang eine Feuchtigkeitserhöhung an den Wandbereichen der Kellerdeckenanbingungen ergeben.

Nachdenkende Grüße
Udo Mühle





Hallo Herr Christoph,

ich glaube dass die Duoforplatten hier nicht ganz passen, da doch Feuchtigkeit mit im Spiel zu sein scheint.
Allerdings hätte ich da ein anderes Projekt und würde mich freuen Planungsunterlagen von Ihnen zu erhalten; ebenso eine Kalkulationsbasis.

Mit freundlichen Grüßen aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Vielleicht sollte man es so lassen,



ich meine dass man einfach die Balken erneuert und vielleicht die nächsten Jahre damit leben kann.

Da wir das Haus von einer Erbengemeinschaft gekauft haben ist eine zeitliche Bestimmung wann die Balken erneuert wurden nicht so einfach.
Es wurden am Haus in den 70er einige Veränderungen vorgenommen so das ich davon ausgehe das auch die Balken dabei erneuert wurden.
Ich habe mal die Feuchtigkeit der Balken gemessen und festgestellt das diese im Innenbereich eine 15% und im Außenbereich eine 19% Feuchtigkeit aufweisen. Wenn man das Problem als solches erkennt kann man vielleicht durch vernünftige Lüftung im Keller und Kontrolle der Außenwand mehr ereichen als es die Vorbesitzer getan haben.
Ich sträube mich etwas dagegen etwas komplett Neues einzubauen, immerhin hat das Haus schon über 100 Jahre hinter sich gebracht ohne größere Schäden.
Meistens bringen Neuerungen nur etwas wenn auch einige Andere Maßnahmen mit verbessert werden.
Die Idee mit der Konterlattung ist gar nicht so schlecht.
Wie kann man einen Ausgleich mit den anderen Räumen messen?
Geht das nur mit einer Wasserwaage, ich habe da einen Rotationlaser gedacht.
Gruß
Ingo



Rotationslaser,



Kreuzlaser, geht natürlich. Ich selbst habe einen Kreuzlaser, wobei ich eigentlich nur ddie waagerechte Funktion benutze. Wasserwaage, naja. Auf längere Distanz sind da schnell 2 cm und mehr drin.
Laser, egal welchen so hinstellen, daß er in beide Räumlichkeiten funzelt. Niveau übertragen in den auszugleichenden Raum und von da ab diese Markierung zum einnivellieren benutzen. Auf einem Stockwerk habe ich maximal 1,5 cm Höhendifferenz.

Gruß Patrick.