Beton oder was?

25.06.2005



Hallo zusammen,
In einem unserer Räume sind an vier von 6 Balken die Lager schadhaft. Ein Zimmermann schlug folgende Lösung vor:

1. Balken unterfangen und in der Höhe ausrichten
2. Mauer unter den Balken so gut wie möglich erhalten, so weit wie nötig die losen Steine entfernen
3. Eine Schalung anbringen und ein Betonfundament für die Balken gießen
4. Zwischen den Beton und die Balken eine Bitumenschicht anbringen
5. Die Balken "verlängern" in dem rechts und links der Balken neue Balken auf eine Länge von ca. 2m mit einer Spezialverschraubung angebracht werden
6. Decke wieder aufbauen

Meine Fragen:
1. Was haltet ihr von dem Vorschlag ein Betonfundament auf eine Sandsteinmauer zu gießen
2. Ist das Vorgehen prinzipiell empfehlenswert/erfolgsversprechend?

Danke für Tipps

Matthias Stangl



Beton muß nicht unbedingt sein



Der Vorschlag Ihres Zimmermanns die Balken seitlich beizulaschen (Balken beilegen und verbinden) ist sicherlich eine der günstigsten Varianten Balkenköpfe zu reparieren.
Die Sache mit dem Betonauflager finde ich jedoch etwas übertrieben. Ich weiß nicht wie schlecht die Sandsteinwand ist, aber ich denke, dass es deutlich billiger und auch denkmalverträglicher ist, die Wandkrone unter den Balken wieder aufzumauern, wo lose Steine vorhanden sind. Unter die Balken würde ich ein ca. 2-3cm Mörtelbett schaffen und darauf als Feuchtigkeitssperre eine Bitumenbahn legen.
Sandstein und Beton paßt meiner Ansicht nach nicht besonders gut zusammen.
Schöne Grüsse aus Franken.



Die Bitumensperre kann auch gegenteilig als Feuchtefalle für von oben/außen



eingedrungene Feuchte wirken, die sonst vom Sockel weggesaugt würde. Folge: Auflagermorschung.

Und den Beton würde ich jedenfalls weglassen und es mauertechnisch mit Kalkmörtel sanieren. Sonst hat man eine Dauerfeuchte dort, denn Beton hat eine irre "gute" Wasserrückhaltung und besonders schlechte Austrocknungsgeschwindigkeit. Neben vielen anderen "Supereigenschaften".