Balken, Beta, Alternativen, Vidrik, Schäden

02.07.2007



Wer kann mir Tipps geben wenn es darum Alternativen zu finden einen kaputten alten zerfressenen Balken nicht auszutauschen. Dieser Balken liegt auf einem anderen Balken (horizontal) über die gesamte Hausbreite. Darüber is gemauert und darauf liegen die Dachsparren. Kann ich den Balken mit Harz injezieren und Ihn damit stabilisieren? Gibt es Literartur zu diesem Thema "Alternativen zum ersetzen Balken"



Moin,



es gibt Literatur und zwar jede Menge in der wird auch erläutert wie Sie Ihr Haus in null, nix zum wegfaulen bringen.
Man hat teilwiese bis in die 90er Hölzer mit Harzen verfestigt, man hatte allerdings nicht berücksichtigt, dass das Wasser nicht mehr durch diffundieren kann.

Sie sollten ersteinmal die Ursache für den Befall herrausfinden und diese dann beseitigen.
Ihr örtlicher Zimmermann ersetzt Ihnen auch gerne den zerstörten Bereich, denn es ist bei weitem nicht erforderlich den gesamten Balken zu wechseln.



Natürlich gibt es auch Alternativen



Siehe Link:

http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017175193
Dieses Verfahren habe ich früher sehr oft ausgeführt und bis heute ist mir kein Problem bekanntgeworden.
Selbstverständlich müssen die Rahmenbedingungen eingehalten werden.
Fachbetrieb einschalten der ausreichend Erfahrung mit dem Beta-System hat.



Mit dem Beta-Verfahren



kann man keinen kompletten Balken erneuern. Sinnvoll bei kurzen Stücken wie z.B. Balkenköpfen.
Man sollte sich ddie Baufachinformation besser genau durchlesen bevor man hier Empfehlungen aus der Distanz gibt.
Eine Todsichere Alternative: abwarten, garnichts tun und warten bis alles zusammenfällt!;-))

Besser auf den Rat von Olaf hören!!

Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Herr Vidrik wo sehen Sie ein Problem?



Wie gut kennen Sie das Betaverfahren?
Wo haben Sie Ihre Erfahrungen gemacht?
Wer hat gesagt, dass der Balken erneuert werden muss?
Es reicht doch zu wissen, welche statischen Verstärkungen notwendig sind und diese dann durch das Verfahren zu ergänzen.
Auch die Fraunhofergesellschaft schreibt dazu:
http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017143003
Aber auch - Herr Langhans hat auch nach Alternativen gefragt und diese Info habe ich weitergegeben.
Darf ich in diesem Zusammenhang auch noch auf die Schriften ebenfalls von der Fraunhofergesellschaft verweisen.
Kurztexte zur Denkmalpflege (9):

Holzergänzungen in der Schloßkirche zu Weilburg
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Arbeitsabläufe beim BETA-Verfahren
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Technische Daten zum BETA-Verfahren
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Sanierung von konstruktiven Holzteilen
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Die Instandsetzung der Dachfußpunkte am Haus der Israelitischen Kultusgemeinde in München-Freimann, Garchinger Straße
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Sanierung von großdimensionierten Holzkonstruktionen mit dem Beta-Verfahren
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Die Kunststoffprothese beim Beta-Verfahren
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Die Holz-an-Holz-Prothese beim Beta-Verfahren
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Und ob Ihr Ratschlag vom Todsicheren..,so gut ist? Ich denke eher dies ist nur Angstmacherei.
Muss eigentlich - in diesem Stil ein Kollege angegriffen werden?



Hallo Herr Bromm,



(ich weiss, Ihre Frage richtete sich nicht an mich, ich möchte jedoch ein paar informationen einfliessen lassen)

ich selbst durfte schon an versch. Objekten mit den Betaprothesen arbeiten (Naumburger Dom, Beethoven Haus im Schloss Belvedere in Weimar, Schlossgartensalon Merseburg..., den Balkenquerschnitt einer Decke habe ich auch einmal mittels Betasystem zur Erhöhung der statischen Nutzlast erhöht) um nur Einige aufzuzählen und es ist ist eine wunderbare Sache. Aber ich sehe hier eigentlich nicht die Anwendung des Betasystems sondern vielmehr die zimmermannsmässige Sanierung (ist natürlich ungesehen so ne Sache).
Als das Betasystem aufkam wurden auch Balken mittels Harzinjektionen "verfestigt" was zu enormen Schäden führte.
Bei mir läuten immer die Alarmglocken wenn ich solche Fragen höre und ich weiss, dass die Kosten einer zimmermannsmäßigen Instandsetzung auch nicht teurer sind. Natürlich muss man eine Objektbesichtigung machen bevor man zur Entscheidung kommt.

PS: In der Weilburger Schlosskirche war es damals im Zuge einer Hausschwammbekämpfung



Die Frage lautete:



Wer kann mir Tipps geben wenn es darum Alternativen zu finden einen kaputten alten zerfressenen Balken nicht auszutauschen usw. siehe Fragesteller.
Die Todsichere Alternative zum Austausch von verfaulten Balken ist keine Panikmache!
Man sollte einen(nach eigener Meinung) nicht handwerklich begabten Menschen vor ernsthaften Fehlern warnen und ihm in aller Deutlichkeit die Folgen aufzeigen!
Bei einem Fachwerkhaus sollte man genau so Wartungsintervalle machen, wie bei des Deutschen liebsten Kind: dem Auto!
Betaverfahren ist sinnvoll, wenn es um kleinere Teile geht.
http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017175193
Dort steht unter
Ausführungsgrundsätze:
Maximale Reparaturlänge des Balkens 100 cm.
Und im übrigen wird hier kein Kollege angegriffen, sondern ich gebe nur meine Meinung zu diesem Thema wieder.
Bin wie Olaf der Meinung, das diese Art der Frage nicht exakt aus der Distanz beantwortet werden kann.

Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Mir fehlt die Zeit um alle diese Schlagwörter zu prüfen.



Herr Vidrik, wenn Sie sich nicht ganz genau auskennen würde ich auch erwarten, dass Sie nicht auch noch falsch nachlegen.
Das was Sie meinen - bezieht sich auf das Ansetzen von Balken mit Prothesen und Stäben.
Wenn jemand schreibt, dass der Balken alt und zerfressen ist kommt ein ganz anderes System in Frage.
Bitte lesen Sie sich doch erst alle Informationen genau durch bevor Sie hier in aller Öffentlichkeit ein ansonsten gutes System madig machen.
Damit helfen Sie niemanden.
Ich gehe davon aus, dass Sie sich nicht sehr viel mit diesem System beschäftigt haben und deswegen sollten Sie sich ein wenig zurückhalten.
Ich stehe Ihnen jedoch gerne für weitere Diskussionen zu diesem Thema zur Verfügung.
Nur hier so Halbwissen verbreiten und geschäftsschädigende Einwände zu bringen ist nicht sehr hilfreich. (Dies kann übrigens auch sehr teuer werden, wenn sich eine ausführende Firma auf den Schlips getreten fühlt).
Die Frage war doch: Kann ich den Balken mit Harz injizieren und ihn damit stabilisieren?
Und dies kann eindeutig mit ja beantwortet werden.
Ob es billiger oder teurer wird, war nicht die Frage und dies kann erst nach einer Ortsbesichtigung eines Sachverständigen beantwortet werden.
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Herr Bernhardt, Sie behaupten auch.....enorme Schäden zu kennen und sagen gleichzeitig ...in der Anfangszeit. Nun dies war Mitte der 70 ger Jahre. Seit dem hat sich sehr viel verändert. Diese Schäden waren auf falsche Produkte zurückzuführen und dies hat mit den späteren Produkten nichts mehr zu tun.
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Ganz allgemein hier wären auch Bilder sehr hilfreich.