Hausbockbefall - alte oder neu? Suche Hilfe!




Hallo,

ich bin neu hier und habe von diesem Forum viel gutes gelesen, um Hilfe zu erhalten. Ich habe im Februar ein Haus Bj 1935 ersteigert. Bei der Vorabbesichtigung sind mir die kleinen Häufchen im OG nicht aufgefallen, weil es dunkel war. Wir hatten diese Häufchen einfach weggesaugt und nun nach ein paar Wochen Bewohnung hier habe ich neue Bohrmehlhäufchen gefunden und höre es an ein paar Stellen auch knistern - mal mehr, mal weniger, mal gar nicht. Neulich habe ich einen so großen Haufen Bohrmehl gefunden, das ich Angst bekam und nun eine Firma hier im Umland befragt hatte sich das ganze mal anzusehen. Ich muss sagen, im OG wurden fast alle Balken verkleidet, damit es wie Fachwerk aussieht. Diese Verkleidung nahm ich an 2 Stellen ab, da rieselte noch mehr Bohrmehl raus, ein toter Käfer und eine lebende Larve habe ich auch entdeckt. Das Dach wurde 2002 "neu" gemacht, also es wurden Dachsparren erneuert und auch Dachziegel, Dachfenster und Dachboden ausgebaut, das ganze Haus wurde 2002 renoviert mit teilweise sehr teurer Ausstattung (elektronisches Bus System usw). Der damalige Hausherr hatte scheinbar nicht gespart, so dass ich mir nicht vorstellen kann, das er den Hausbock übersehen haben könnte, denn laut des Gutachters ist der Dachstuhl sofern man es erkennen kann schonmal behandelt worden, obwohl ich dort tote Hausbockkäfer fand, meinte er das Bohrmehl (es war nur EIN Häufchen) wäre gelblich/braun, also vom behandelten Holz, da würde der Käfer sterben wenn er das frisst. Das andere Holz wo die Verkleidungen im OG drin wären, wären nicht behandelt sagt er. Für das ganze (Hausbockbekämpfung) kam ein Kostenvoranschlag von 1700 Euro,wobei ich alle Verkleidungen abmachen muss und selbst alles abschleifen muss (3 Zimmer, ca. 60 qm zusammen, so viel ist es nicht aber für mich nicht schaffbar). Man würde wenn alles ab ist mit Borsalz bearbeiten und Druckinektionen machen... Hmm, nun habe ich aber auch in einem Balken gesehen, dort sind bereits überall merkwürdige Löcher, ca 4-5 mm in unregelmäßigen Abständen - und rundherum ist es etwas dunkel bzw. auch teilweise feucht. Kann das ein Zeichen sein, das man vor Jahren schonmal bearbeitet hatte und nun langsam alle aktiven "Eier" sterben? Muss ich alle Verkleidungen abmachen? Ich finde auf der Seite wo es zum Garten geht (sonnenseite) die meisten Löcher und auch Ausfluglöcher und auch neue wenn auch weniger Häufchen. Mir gehts nur darum den Aufwand abzuschätzen, auch zu unterscheiden "wurde schonmal behandelt oder nicht?" - kann man das an Löchern mit schwarzer Umrandung sehen? Ich habe dort mal ne Verkleidung abgemacht, man sieht auch Spuren des Hausbock am Rande des Balkens, aber kaum Ausflüglöcher in der Verkleidung (woanders aber schon) und das Holz ist etwas naß und auch diese Löcher... vielleicht muss ich dann gar nicht so viel machen - ausser da wo es "schmatzt". Heißluft käme nicht in Frage, da würde zu viel der teuren Elektrik defekt gehen... bin für jeden Tip dankbar, kann auch Fotos machen!! Gruss.
Thomas aus Berlin!



Einen Sack Probleme



Hallo Thomas

Bei deinen Schilderungen ist mir nicht klar wo man bei deinen Fragen mit den Antworten beginnen soll.

1. Kernsatz:
Es scheint nach deinen Schilderungen so zu sein, dass du es bei dir mit einem aktiven Befall durch Holzschädlinge zu tun hast.

2. Kernsatz:
Entweder hast du den Gutachter missverstanden oder er erzählt Unsinn. Der zitierte Satz ist fachlich so nicht richtig.

3. Kernsatz:
Um das Problem wirklich gründlich angehen zu können, solltest du einen neutralen Holzschutzfachmann hinzuziehen (z.B. einen auf dem Gebiet wirklich versierten Sachverständigen o.ä.)





Desweiteren bin ich davon überzeugt, dass die in dieser Art vorgeschlagene Holzschädlingsbekämpfung mit Borsalz nicht funktionieren wird. ich würde auch durch einen RA prüfen lassen, inwieweit du hier beim Verkäufer Mängel auch nach der Kaufabwicklung geltend machen kannst.
Bitte versuche dich nicht ganz allein "durchzuwursteln" sondern mach Nägel mit Köpfen. Dein Fall hört sich zum jetzigen Zeitpunkt teurer und komplizierter an, als du vielleicht hoffst.

Gruß

L. Parisek



habe nochmal nachgesehen



Hallo,

danke für die Antwort. Im Grunde genommen geht es mir darum, rauszufinden, ob der Befall alt ist und bereits behandelt wurde oder neu ist - woran man das sehen kann. Ich habe heute weitere Bretter der Verkleidung abgemacht und darunter bräunliches Bohrmehl am Balken klebend gefunden, aber auch teilweise "Gänge" der hungrigen Larven von 1-2cm im Balken und zwar genau am Rand. Es rieselte ABER NICHTS mehr heraus, so das ich mich frage: vielleicht ist dieser Balken bereits behandelt gewesen und ein paar alte Larven haben sich eben noch durch das dann verseuchte Borsalz gefressen und nun ist dort Ruhe. Die Firma hatte mir erklärt, das es nach der Borsalzbearbeitung bis zu 1-2 Jahren dauern kann, das die Larven noch leben bis die dann sterben. Nur muesste ich ja diese Balken nicht bearbeiten, wenn sie das schon sind oder? aber woher sehe ich das? Ich sehe in den Balken teilweise 4-6mm breite und recht tiefe Löcher in Abständen von so 20 cm. Die Umrandung ist schwarz/dunkel und das Holz fässt sich auch "minimal feucht" an also eben nicht so wie ein trockener Balken. Wäre ja eine erleichterung, wenn ich hier nichts mehr machen muesste bzw. wenn ich Gewißheit haette der Vorbesitzer haette sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt, vielleicht haben sie es auch durch diese angefressene Optik extra verkleidet...

Kann man hier ein Bild anhängen das ihr das sehen könnt und interpretieren könnt? Ich werde auf jeden Fall noch weitere Meinungen einholen von Firmen oder Gutachtern, ich bin nur verunsichert. Mit RA oder Regreßansprüchen habe ich keine Chance. Das Haus war über eine Zwangsversteigerung gekauft (gekauft wie gesehen), der Vorbesitzer sitzt wohl im Gefängnis und musste hier raus, das Haus ist super ausgestattet, so das ich mir nicht vorstellen kann, das man beim Neuaufbau des Dachs (25.000 Euro Rechnung habe ich hier - steht aber nix vom Bock), nichts dagegegen gemacht haette. Ich habe keine Möglichkeit einen der Vorbesitzer zu befragen. Laut Gutachter ist der Dachstuhl ganz oben behandelt - die jetzt befallenen Balken im OG aber nicht (sehen für mich eher wie so Stützbalken aus - die man vielleicht gar nicht braucht, die Löcher in den Balken darin hat er nicht weiter kommentiert... hmm.. Man weiss also nichts über die Behandlung oder was genau geschehen ist.

Gruß,
Thomas



Ordnung



Hallo Thomas

Bei deinen Schilderungen drängeln sich nicht ganz nachvollziehbare Vermutungen, stille Hoffnungen, ungeprüfte Aussagen und unvollständige Informationen. In dieses frustrierende Chaos solltest du Ordnung hineinbekommen.

Bevor du zehn weitere Gutachter und Firmen um Stellungnahme bittest und dann elf Meinungen erhälst, solltest du einen wirklichen Holzschutzspezialisten um Stellungnahme bitten. Frage doch mal das Forumsmitglied Martin Malangeri (gehe mit der Maus auf das Bild rechts), der sitzt in Leipzig was doch nicht so weit weg ist.

Gruß

Lutz



Ruhe muss einkehren



Hallo,

danke für eure Tips. Ich habe mich nun mit meinem Eltern und Schwiegereltern unterhalten, weil wir eben auch finanziell etwas aufpassen muessen, nach dem Hauskauf hier. Wir haben auch nochmal die Vorbesitzerim gefragt, ob hier etwas unternommen wurde da wir Rechnungen für das Dach von 25.000 Euro fanden. Da die Vorsbesitzerin selbst private Insolvenz angemeldet hat und dieses Haus zur Zwangsversteigerung freigeben musste, dachte ich sie wird uns keine weiteren Antworten mehr geben, aber sie hatte uns dann heute gesagt, dass 2002/2003 das komplette Dach freigelegt war, Sparren, Fenster usw. erneuert wurden und sogar die alten Wände abgemacht wurden, dann hat man rundherum das OG und Dach eingesprüht/eingenebelt, auch im Dachboden sind die Querbalken alle Dunkelbraun, da gibts auch keine Häufchen oder Käfer und auch die Firma sagt hier ist Holzschutz getan worden und hier sieht man keinen Befall (mit was eingesprüht keine Ahnung...).

Also bei der Restaurierung des Hauses wurde jedenfalls - so wie ich es sehe - sorgfältig gearbeitet. Auch die Verkleidungen der Balken sind dort wo Nägel reingehauen wurden, mit Holzkit verschmiert. Man hat sich hier Muehe gegeben ohne Ende, daher kann ich mir Pfusch kaum vorstellen. Wir haben heute nun in einem der drei Zimmer des OG die Verkleidungen abgemacht. Gefunden haben wir keine einzige Larve und keinen einzigen Käfer. Gefunden haben wir einen stark angefressenen Balken (aber kein Bohrmehl auf der Erde - was mich eben wundert) und Balken die überhaupt nicht zerfressen wurden. Auch ein stark angefressener Balken war direkt mit einem völlig unbeschadeten (selbes Holz) verbunden. Das ganze hat mich schon schwer verwundert. In jedem Balken finde ich dann Löcher - alle ca. gleich groß und tief und um jedem Loch ist eine schwarze Umrandung. Weiterhin finde ich teilweise einen trockenen, weissen Film an den Balken, den ich abkratzen kann, wie Zucker (duenn). Es befindet sich aber wenigstens im vorderen Teil der Balken (das ganze ist nicht im Dach sondern im ausgebauten OG - noch aktiv Befall, denn ab und zu fand ich ein Häufchen und ein Geräusch habe ich gehört an einer Stelle).

Ich werde es daher nun selbst in die Hand nehmen. Ich werde mir eine Heißluftpistole holen und jeden Balken von oben bis unten heißmachen, ich werde es vorsichtig machen, aber ich kann mir vorstellen das wir damit die vorhandenen Larven töten, auch wird es wohl etwas dauern. Danach werde ich mir Borsalz besorgen und alle Balken komplett bestreichen wo ich rankomme. Danach werde ich das mit dieser Injektion machen und Löcher bohren und dann ebenfalls Borsalz reinmachen.

Meine Fragen:

1) was haltet ihr davon so vorzugehen?
2) was haltet ihr davon alle Verkleidungen, an denen ich keine "Wurmspuren finde" trotzdem komplett abzuschleifen (so hat es mir die Firma empfohlen!), obwohl in diesen weder Eier noch Befall ist? Reicht nicht das Bestreichen mit Holzschutz?
3) Da ich möglicherweise den aktiven Befall auch mit der Heißluftpistole nicht völlig abtöte, kann ich neben Borsalz auch etweas anderes Nehmen zu bestreichen und druckinjizieren?
4) woran erkenne ich, dass das Holz behandelt/schon mal bestrichen war? Sind weisse Schichten auf dem Holz oder die Löcher mit der Umrandung ein Zeichen dafür? Oder muss das Holz eine tief/braune Farbe haben?
5) woran erkenne ich an einem stark befallenen Balken, das da noch Eier drin sind oder aktiv was arbeitet?
6) was brauche ich um diese Druckimjektion (Loch Bohren, Dübel rein, Flüssigkeit rain abdrücken) für Werkzeug?

Danke schonmal für eure Tips. Die Firma die hier war erklärte mir, dass die Larven nicht gleich sterben, sie wollten auch nur mit Borsalz Streichen und injizieren (und das trauen wir uns nun selbst auch zu), sie meinten die Larven werden dann noch eine Weile (bis 12 Monate) leben und fressen, aber danach dann sterben... Vielleicht ist das was ich hier sehe alter Befall und die sind eben grad am Absterben...

Gruß,
Thomas



Viele Gedanken, vieleFragen, viele Sackgassen



Hallo Thomas

Heute morgen schnell noch einige kurze Antworten auf deine Fragen:

Zu 1): Davon halte ich absolut gar nichts
Zu 2): Davon halte ich erst recht nichts
Zu 3): Ja, aber wozu?
Zu 4): Untersuchen lassen
Zu 5): Eiablagen wirst du nicht erkennen können, Larevnaktivitäten oft sehr schwer
Zu 6): Bohrmaschine, Bohrer, Presspacker, Hochdruckpumpe, sowie Erfahrung und Wissen.

Entschuldige die Kürze der Antworten, aber ich denke es ist trotzdem das Wesentliche gesagt, vor allem in den vorherigen Beiträgen.

Gruß
Lutz



danke der Antworten



Hallo Lutz,

danke für die Antworten. Kurz noch mein Feedback dazu:

1. Wieso hältst Du von der Vorgehensweise nichts?

2. Ich soll die unbefallenen Holzverkleidungen nicht mit Holzschutz (Borsalz) einschmieren? Das kann doch nur gut sein oder? Abschleifen würde ich sie nicht!! Es sind ca 1,5 - 2cm dicke "Fichte nord" Bretter.

3. Um den aktiven Befall zusätzlich, falls die Heißluftpistole eventuell nicht alle tötet auf Nummer sicher zu gehen (auch fprs Gewissen).

4. Kann ich euch ein paar Fotos machen und zuschicken? So das ihr mal drüber schauen könnt?

5. Bohrmaschine habe ich, Bohrer auch - wo bekomm ich Presspacker und Hochdruckpumpe her?

Wie gesagt die Firma die sich das angesehen hat, meint wir sollen alle Verkleidungen abmachen, dann kommen sie vorbei schauen sich den Bfall an und Streichen da wo sie kaum was sehen mit Borsalz ein und da wo starker Befall war/ist bohren sie Löcher in Abständen von 15-20 cm. Für all das kostet es 1300 + MWST. Ich denke ich selbst würde mehr Löcher bohren und das ganze lieber selber machen oder von einem Kollegen machen lassen, der handwerklich begabt ist.

Wieso haltet ihr davon nix? .-)

ich würde gerne mal ein paar bilder zeigen, damit ihr das sehen könnt...
gruss,thomas



Geld sparen


John Ruskin Foto

Hallo Thomas
Bremsen reparieren und Blinddarmoperation (Skalpell und Tupfer habe ich, wo bekomme ich ein Anästhesiegerät her?) nach Handbuch? Ich würde so etwas nur im alleräußersten Notfall im Niemandsland machen.

Wenn du möchtest, beantworte ich dir einige Fragen gerne telefonisch. Ich habe aber das bestimmte Gefühl dein bewundernswerter Drang alles selber machen zu wollen und dein fester Glaube dies auch zu können ist kaum zu bremsen.

Die erwähnten 1.300 Euro plus MwSt. würde ich trotzdem lieber für einen guten Fachmann ausgeben, vielleicht leitet er dich dafür an wie man es fachgerecht selber macht. Ich könnte mir denken, dass du dabei viel Geld, allerdings auch wertvolle schlechte Erfahrungen einsparst.

Gruß
Lutz



yo



Hallo Lutz,

danke erstmal. naja, sagen wir mal so. Wenn man nun anahnd des Vorbesitzers weiss, dass diese geschädigten Balken damals schon existierten, und man das ganze Dach nackt hatte und dann alles eingesprüht hatte, dann neue imprägnierte Dachlatten und Dachziegel genommen hat beruhigt einen das schon etwas. Auch das man im Dachstuhl nur braunes bearbeites Holz sieht und auch sieht das man hier schon einige Arbeit reingesteckt hat. Die Balken die verkleidet sind und wo eben an manchen unten noch Häufchen gefunden hatte und an manchen keine Häurfchen (obwohl der Balken schlimm aussah) spricht dafür das hier schon etwas passiert ist. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das die Firma etwas anderes macht als überall nochmal Borsalz zu pinseln und da wo es stakr befallen aussieht Durckinjektionen machen. Mehr haben sie nicht angekuendigt zu tun. Da die Firma im Angebot Holzbock statt Hausbock schrieb (Hmm, so ein Fehler sollte nun nicht passieren) und ausser Borsalz nichts weiter nehmen wollten (da gibt es doch noch mineralischen Holzschutz - warum nehmen die den nicht) lässt mich da lieber selbst tätig werden. Klar wenn ich nun sehe das diese Inkjektionspumpe schon 300 euro als miete kostet, tja... vielleicht sollte ich dann wirkliuch eine firma fragen, das lohnt dann bald den aufwand nicht, aber abmachen muss ich die verkeldiung ja eh...



ES GIBT ENTSCHEIDUNGEN!



Hallo in die Runde,

ich habe mir eure Ratschläge zu Herzen genommen und nun einen Sachverständigen kommen lassen sowie einen weiteren Menschen, der hier auch im Forum mal inseriert hat (Natufa - ökologischer Holzschutz glaube ich). Der erste der Gutachter war eher vorsichtig und hat gesagt er findet es sehr blöd das alles verkleidet ist "jaja ist ja typisch, da will wohl eener was verheimlichen".... Wenn es nach ihm gehen würde würde er das ganze Dach abreissen und alles neu machen um kein Risiko zu haben, dafür würde er sich ein halbes Jahr Urlaub nehmen. Das hat mich alles durchaus verunsichert. Er hat aber auch gesagt, das auch Erhitzen also thermischer Holzschutz nichts bringt, da dann alles kaputt geht und man muesste dies 10 Tage lang erhitzen das aller Befall und Eier sterben... Hmm, nun gut, danach kam ein anderer Mensch und - achso also JA Aktiver Hausbockbefall ist auf jeden Fall festgestellt - dieser meinte es wäre doch schon ziemlich hart, das ganze neu zu machen, auch weil alles so schön gemacht wäre - da kann man sich gleich nen Strick nehmen. Auch sagt er es wäre nicht dramatisch für die Statik obwohl das Splintholz teilweise rumdherum angefressen ist, ist der Kern "hart wie Hund" und da die Balken teilweise 12x12 cm und dicker sind brauch ich mir keinen Kopf machen - auch wenn ich es nicht behandel, das mir jemals das Haus zusammenbricht. Er würde das ganze nach Augenmaß machen. Da wo man rankommt so gut wie es geht abbeilen, dann mit Borsalz bestreichen und evt. Bohr-Imprägnieren und dann wieder zumachen, ein Restrisiko bleibt immer. Da man ja schoneinmal was gemacht hat und auch das ausgebaute DG ohne Befall aussah und sich scheinbar alles nur auf den OG-Innenausbau beschränkte würde er das dabei belassen. Das hat mich dann schon etwas beruhigt.

Ich habe nun mit einem Freund das ganze Wochenende alles abgebeilt wo ich rankam, es war die reinste Staubhölle und wir haben diverse Larven fröhlich knabbernd gefunden, aber auch viele leere Larvenhuellen. Einige Balken sah völlig normal aus, aber nach etwas bebeilen waren sie doch durchaus angefressen. Ich koennte immer und immer weiter abbeilen, aber lasse das jetzt, weil ich auch nicht überall rankomme. Ich habe jetzt noch eine Firma gefunden (feuchteklinik.de) die thermischen Holzschutz macht und meinte man muss sich hier keine Sorgen machen, danach sind alle Larven tot! Das ganze dauert einen Tag und man heizt alles 10 Stunden auf. Ich denke ich werde das machen lassen, danach dann das abgebeilte Holz gegen Neubefall von dort wo ich rankomme bestreichen, danach noch etwas Holzkit für hässliche Stellen benutzen und dann die Verkleidungen wieder ranmachen. Ich hoffe ich habe dann mein Leben lang ruhe. Was haltet ihr davon?

Es ist schon kurios wie abweichend die Meinungen der Personen sind...

Gruß,
Thomas



Trauerspiel


Oh nein  -  Bitte nicht !!!

Lieber Thomas

Deine geschilderten Erlebnisse ließen mich von einem Satz zum Nächsten nur noch resignierend den Kopf schütteln.

Es kann doch nicht sein, dass zwei "Sachverständige" so wenig fachliche Kompetenz beweisen und dann eine "Bautrocknungsfirma" Holzschädlingsbekämpfungsarbeiten durchführt !

Vielleicht solltest du dich endlich an wirkliche Fachleute wenden, die sich einzig und allein oder im Schwerpunkt mit dem Thema: Holzschädlingsbekämpfung befassen und dort auch wirklich sachkundig sind.

Lutz



es waren derer Drei!



Hallo Lutz,

danke für die Antwort. Naja, es waren schon Leute die Ahnung vom Holz haben, es wurde aktiver Hausbockbefall festgestellt. Der sichtbare Hausbockbefall wurde nur in den ALTEN Balken von 1935 festgestellt die wir freigelegt haben, nicht im Holz der neu gemachten Fussboden-Dielen oder im Dachstuhl - so weit wie wir das prüfen konnten. Wenn wir nochmehr Freilegen würden dann muessten wir schon Wände oder den ausgebauten Dachstuhl abkleiden, wenn wir damit anfangen, dann können wir danach das ganze Obergeschoss und Dachgeschoss neu renovieren, was a) finanziell nicht geht und b) meiner schwangeren Frau nicht zuzumuten ist und c) das ganze ja bereits vor 4 Jahren schon (ohne den Hausbock scheinbar ganz zu töten) ja bereits gemacht wurde. Ich meine was soll ein Holzschutzfachmann noch mehr machen, als sich das Haus, das freigelegte Holz und das Dach anzuschauen? Keiner der beiden Leute hat uns seine Arbeit angeboten - also die wollten das gar nicht unbedingt machen - und beide waren auch in diesem Holzschutzbund.

Ich denke nur, wenn ich auf Nummer sicher gehen will mache ich das mit der Hitze, weil dann die Larven tot sind - das dann sichtbar freigelegte Holz wird danach nochmal eingestrichen - was würde mir denn jemand anders noch raten?

Hier ein Link wo das mit dem thermischen Holzschutz steht:

http://www.feuchteklinik.de/themen/holzschutz/

Gruß,
Thomas