fußboden und deckendämmung bei geringer wohnraumhöhe

22.01.2009



Hallo,
wir sind seit kurzem stolze Besitzer eines Fachwerkhauses. Leider sind durch die Entkernung Fehler sichtbar geworden welche nunmehr behoben werden müssen bzw.mittlerweile bereits sind. Jetzt jedoch sind wir an einem Punkt angelangt an dem sich sämtliche Geister sowohl der Fachmänner in Punkto Innenausbau als auch des Architekten scheiden. Folgende Problemdarstellung ist aufgetreten:
Das Erdgeschoß hat eine Höhe vom Sockel bis Deckenbalkenoberkante (Aufbau des Fußbodens OG) von 2,40m ohne Isolierung. Das heißt wir müssen hier Kompromisse in punkto Dämmung und Höhe eingehen. Der Fachmann hat uns geraten zwischen den Deckenbalken Steinwolle einzusetzen mit Dampfsperre und dann die erste Platte 3 cm Holz und dann 2x2cm Platten zusätzlich einzuziehen um Schwere zu erreichen. damit könnten wir so auch leben. Ein 2ter Fachmann rät aber zu Styrodur statt der Steinwolle. Dann wäre da noch das Problem des Fußbodens im EG. Isoliert werden soll er und wir wollen gerne Korkparkett legen. Jetzt wieder verschiedene Meinungen. Was wir benötigen wäre ein Kompromiss in Sachen Aufbauhöhe und die damit verbundene geringe Höhe einer Isolationsschicht. Ich weiß das wir mit einem Fachwerkhaus auch eine geringe Deckenhöhe in Kauf genommen haben aber 2,15 sind sehr niedrig und erdrückend. Unter dem Haus war einst ein Kriechkeller welcher jedoch von unserem Vorgänger komplett zubetoniert wurde. Kann uns jemand einen Tip geben um die Wohnraumhöhe evtl auf 2.20 heraufzuschrauben ohne gleich Rheuma zu bekommen oder das Flüstern im OG zu hören? Auch in Sachen Schwitzwasser wären wir sehr sehr dankbar über Vorschläge und Erfahrungen. Mittlerweile hören wir nur noch was alles passieren kann wenn wir dies oder jenes machen und für keinen ist es richtig. Es wäre prima von Ihnen wenn sie uns Ihre Erfahrungen oder Vorschläge mitteilen könnten.
Vielen Dank im Vorraus

Hermann



Na primaBallerina!



Hören sich ja toll an, die Vorschläge ihrer Fachleute.
Um eine fundierte Aussage zu treffen, wären mehr Details über die Randbedingungen erforderlich.

Gruß Ronny



Randbedingungen



Das Haus ist Baujahr 1900. Balkenstärke Zwischendecke beträgt 20cm. Aufbau 1te OG sind momentan 2cm starke OSB Platten Schallisolierung und Parkettfußboden. Fußboden zur Kellerdecke hin Fundament. Stärke nicht bekannt, da der daruntergelegen Kriechkeller komplett mit Beton zugeschüttet wurde. Balken sind Eichenbalken. Wände sind mit Lehmputz verkleidet. Darauf liegt Putz. Welche Infos brauchen Sie noch?
Mit freundlichen Grüßen
Hermann



Haben Sie...



....den Fußboden im OG vorher eingebracht, oder ist es Altbestand aus näherer Vergangenheit?? Ansonsten sollte ihr Wunschmaß ein Wunsch bleiben. Es sei den sie lassen Die DB Teilsichtig. Selbst dann wird es schwer funktionieren bei Ihrer Vorstellung.Wie ist das Bundmaß der DB und welche L (wieviel Stützen tragen den DB (Auflager))/B/H=0,20m?
Parkett im EG bei ihren Bestandsvoraussetzungen, da wäre ich sehr vorsichtig. Wie dachte denn ihr Planer?

Gruß Ronny



Rahmenbedingungen 2



Hallo,
Die Räume in dem Haus waren sehr klein gehalten. Deshalb liegt der Abstand der Traegerbalken auch auch bei ca 1m und haben eine freiliegende maximallänge im Haus von maximal 3m. Stützen sind eingebaut worden in Form von verkleideten Stahlstützen und die Balken sind mit Flacheisen verstärkt. Die Balkenstärke ist unterschiedlich. Jedoch laut Statiker ausreichend dimensioniert. Die Deckenbalken (Traegerbalken können ruhig zur Hälfte sichtbar sein und die Deckenhöhe soll auch nicht vom Balken zum Boden erreicht werden sondern von den Zwischenräumen der Balken zum Grund. Der Fußbodenaufbau im OG ist noch vom Vorgänger. Die Innenwände werden größtenteils stehen gelassen. Wohnzimmer jedoch wird offen gestaltet. Dabei bleiben die Stützbalken komplett erhalten und werden noch entsprechend den statischen Berechnungen gestützt da hier eine Wand entfernt wird. Mir geht es im Prinzip nur darum die lichte Höhe zwischen den Balken etwas zu erhöhen. Im Prinzip ein für den Laien ein minimaler Gewinn von 5cm. In der Praxis wohl aber ein verzwicktes Problem. Wäre eine schmale Fußbodenheizung evtl eine Alternative? Z.B.: 2cm Bodendämmung nach unten, dann 3cm Heizstäbe und darüber Estrich? Oder würde ich damit eher die Erde heizen statt des raumes darüber? Gibt es nicht etwas ähnliches für den Hausbau wie eine Isomatte für den Camper? Noch möchte ich nicht ganz aufgeben nach einer Lösung zu suchen und mich den gegebenen Bedingungen unterwerfen. Deshalb vielen vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Lieben Gruß
Hermann



Hallo Herr Ahrens,



wenn es Sie hier im Forum noch gibt, würde ich gern erfahren, wie die Sache mit Ihrem Fußboden ausgegangen ist??? VG aus Sachsen