morsche Aussenbalken 3.ter Teil

05.09.2005



Hallo Zusammen,

vielen Dank erstmal für die vielen Antworten!
Ich habe in den letzten Tagen viel über Fachwerk und Nässeschutz gelesen. Mich beschleicht das Gefühl, das die Fassade nicht ausreichend gegen Schlagregen geschützt ist.
Zum Beispiel stehen die Balken bis teilweise 4mm über der Fachung, so das sich Regenwasser an der Oberkante des Balkens sammeln kann. Ich habe allerdings schon mehrfach Fachwerkfassaden gesehen, wo dies ebenfalls der Fall war.
(Man achtet ja nun darauf)
Jetzt bin ich natürlich etwas unsicher.
Ist dies üblich oder eher ein Baufehler. Die betroffene Fassade weist übrigens Richtung Nord Nord/West.
Viele Grüße, Jörg Grütze



Balkenbündig



Hallo,
ich denke Ihr Gefühl trügt Sie nicht. Balkenüberstände sollten auf jeden Fall vermieden werden und haben nichts mit konstruktivem Holzschutz zu tun. Ausfachungen sollten meines Wissens balkenbündig verputzt werden. Bei balkenbündiger Ausfachung kann der Putz auch kissenförmig in Richtung der Balken auslaufen. Gerade auf der Wetterseite, so wie in Ihrem Fall, sind Balkenüberstände sehr ungünstig, da wie Sie ja auch beobachtet haben, sich das Wasser auf den Balken sammelt. Ich habe solche überstehenden Balken allerdings auch schon öfter gesehen. Auch bei frisch sanierten Häusern werden halt Fehler gemacht.

Gruß
Martin Wittwar



überstehende Balken



Hallo Herr Wittwar,

Ihre Antwort bestätigt meine Vermutung.
Zum Glück stehen nicht alle Balken über. Die Frage ist natürlich nun, wie ich die Balken gegen Nässe schützen kann. Reicht eine Schicht Putz aus oder müssen andere Massnahmen getroffen werden ??

Viele Grüße, Jörg Grütze



Die Frage...



kann man pauschal nicht beantworten. Aus welchem Material sind die Ausfachungen erstellt? Wie groß sind die Balkenüberstände? Um was für einen Putz handelt es sich ?Eine Putzschicht sollte denke ich nicht dicker als 1cm sein (Kalkputz). Sind die Balkenüberstände größer muss wohl mehrschichtig verputzt werden. Bei meinem Haus habe ich die Gefache mit einem Versatz nach innen von 2cm mit Lehmsteinen ausgemauert. Anschließend einen Kellenbewurf aus grobem Kalkputz aufgepracht. Darauf Putzträgergewebe und anschließend den Endputz.

Gruß Martin Wittwar