Holzdeckenbalken ausgleichen / Bodenaufbau

01.04.2013 EvaN



Hallo,
ich habe im DG die Zwischengeschoßdecke (1.OG/DG) BJ 1936 bis auf Balken freigelegt, zwischen Balken ist z.Zt. Schlacke von ca. 1944.
Der alte Parketboden hatte Gefälle, die Balken sind nicht in Wasserwaage z.T. noch etwas verdreht,
d.h. höchste Punkt: Tür zwischen Wohn-/Schlaftzimmer höher -> zur beiden Seiten dann ca. 1cm/m Gefälle x Zimmerlänge = 3-5 cm insgesamt.
Handwerker (macht: Sanitär/Fliesen/Bodenaufbau im Bad u. Küche)hat vorgeschlagen:
1. Auf die Schlacke noch Granulat (z. Zt. ca. 5 cm "Luft")
2. 22 mm OSB-Platte auf die Balken anschrauben (Höhenausgleich mit verstellbaren Schrauben),dann
3. Fertigparkett, entweder schwebend oder Kleben bzw. Laminat schwebend.

Da ich bei den Verstell-Schrauben doch etwas Bedenken habe und auch Formaldehydbelastung minimieren möchte, ist meine Vorstellung z. Zt.:
1.auf die Balken stellenweise Bretter (je nach Gefälle / keilförmig gesägt/angepasst) anschrauben um den Ausgleich zu schaffen
2. dann 28,5 x 14,6 mm Rauhspund anschrauben
3. 2 mm Korkbahn/ Trittschalldämmung
3. Fertigparket ca. 13 mm schwebend
(= ca. 4,5 cm.)

Meine Fragen:

- Welchen Nutzen habe ich, wenn ich noch mit Granulat auffülle? Bisher: war zwischen Balken Schlacke + 5 cm Luft / auf Baken Dachlatten /dann div. Platten geklebt und Fertigparket geklebt. Wie schwer wäre dann 5 cm Schicht? Die Zwischenräume sind ca. 50 - 70/80 cm breit.
- Welche (kostengünstige) Alternativen bieten sich noch an?

- Muss Rauhspund noch nachtrocknen? Wenn ja, wie lange?

- Was ist bei Aufbau in Bad (z. Zt. Alt-Estrich, dann Fermacellplatten / Ausgleichsmasse/ Kleber/ Fliesen)und Küche (z.Zt. freigelegt bis auf Balken, es werden noch alte Leitungen entfernt) zu beachten?

Vielen Dank für Ihre Hilfe / Ratschläge.

EvaN



Holzdeckenbalken ausgleichen / Bodenaufbau



Hallo,
die Idee mit den Verstellschrauben halte auch ich für bedenklich.
Besser ist es, mit keilförmig zugesägten Bohlen (min. 4 cm breit) zu arbeiten.
Rauhspund ist nicht unbedingt notwendig, es reichen auch parallel besäumte Bretter mit 30mm Stärke und min. 14 cm Breite, sonstiger Aufbau wie von Ihnen geplant.
Als Schüttung Perlite oder Liaporschüttung verwenden.
Im Bad würde ich als Unterkonstruktion Lewis-Platten verwenden (http://www.lewis-schwalbenschwanzplatten.baubedarf-spezialartikel.de/).

Viele Grüße



Justierschrauben...



...halte ich solo im Fußbodenbereich für ungeeignet. Allenfalls verwendbar, wenn jede Schraubverbindung nach dem Justieren unterkeilt wird - kein geringer Aufwand und unter Platten unmöglich.

Da die Balken sicher kantig sind, wäre das justierte Beischrauben von Bohlen seitlich eine Alternative zum Ausgleich auf den Balken.

Der Rauhspund muß 9% Holzfeuchte haben, und zwar beim Einbau. Keiner kann sagen, wielange feuchterer Rauhspund zum Trocknen braucht, und die Vermutung liegt nahe, daß er während des Zurücktrocknens buckelt oder schüsselt.

Statt des idR deutlich feuchteren Rauhspundes würde ich eine Fichtendielung in einer B-Sortierung verwenden, die bringt die richtige Feuchte üblicherweise mit (prüfen!).

Grüße

Thomas





Hallo Herr Schobig,
Hallo Herr Böhme,


zuerst vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich dachte mir bei Rauspund, dass die Nut+Feder-Verbindung der Fläche etwas mehr Stabilität gibt, aber wenn die Feuchte wieder Probleme macht, muss ich wohl was anderes nehmen...

Viele Grüße

Eva





Die Hohlräume sollten auf jeden Fall befüllt werden. Erstens sind es wahre Mäuseautobahnen wenn man sie leer läßt.

Zweitens versuche man solche Kondensatfallen immer zu vermeiden, weil man nie sehen kann was da abläuft in diesem Hohlraum und drittens und entscheidend sind diese Hohlräume für den Schallschutz tötlich. Gerade der Trittschall findet hier einen Resonanzkörper. Deshalb, wie Herr Schobig schon schrieb : Perlite oder Liaporschüttung.