Aufbau Dämmung Holzbalkendecke bei Kaltdach

02.07.2012 Silvester



Hallo Forum,

ich hab jetzt schon einiges gelesen, aber so richtig für meine Frage keine Antwort gefunden, bin daher auch für sachdienliche Hinweise auf den rechten link dankbar.

Meine Situation ist wie folgt:

denkmalgeschützer Altbau mit Krüppelwalmdach aus 1685, liegender Dachstuhl als Kaltdach. Darunter ein bewohntes Geschoß. Die ursprünglich Holzdecke wurde in den 60zigern wie folgt ausgeführt: Die alten Balken und die darauf befindlichen Bodenbretter wurden gelassen, der Rest (also die Schüttung, die Schwartenbretter, die Schalung sowie der Rohrdeckenputz) wurden entfernt. Anstatt der zwischen den Balken (ca. 1 m Spannweite) eingespannten Schwartenbretter wurden ca. 3 cm starke Platten eingebracht, die an den außenseiten Heraklit "beschichtet sind und im Kern Styropor haben. Diese Platten sind von unten verputzt. Von unten sieht man also die Balken mit verputzten Feldern dazwischen, von oben zwischen den Dielenbrettern durch wieder die Holzbalken sowie das Heraklit der Platten. Diesen Teil möchte ich gerne erhalten, da die Räume bewohnt sind und der Zustand "erhaltenswert" ist. Die alten Dielenbretter möchte ich entfernen und eventuell später oben wieder als Boden aufbringen. Mein Zimmerer schlägt mir jetzt folgenden Dämmungsaufbau direkt auf den Balken vor: Die unterste Schicht nach Ausgleich in OSB Platten um eine saubere Verlegeebene zu erhalten, dann Folie, dann 2 x 6 cm Fassadenstyropor kreuzverlegt und obenauf wieder osb-Platte. Die Folie soll als Wanne ausgebildet werden und außen am Dachstuhl befestigt werden unter Berücksichtigung der Zugdichtigkeit, also alles abdichten.

Was dabei bleiben wird, sind Luftzwischenräume zwischen der 1. Osb Platte und den Heraklitplatten, da hier von der oberseite Heraklitplatte noch ca. 5 cm bis zu den Balkenoberkanten (Auflager Osb-Platte) gegeben sind. Das halte ich nicht für ideal.

Ich würde daher in diesem Bereich noch mit einer Schüttung arbeiten wollen, so das möglichst wenig Hohlräume unter der ersten Schicht OSB bleiben. Auch bin ich mir nicht sicher, ob Folie hier in den Aufbau passt, da deren Einsatz im Forum diskutiert wird.

Meine Fragen sind folgende:
1. Hat jemand Erfahrungswerte mit einer Deckendämmung unter Erhalt der beschriebenen Heraklit/Styropor Schicht? Wenn ja, mit welchem Dämmungsaufbau?
2. Kann die Luft bleiben, oder sollte mit einer Schüttung gearbeitet werden? Welche Schüttung könnte sich für meinen Zweck eignen?
3. Kennt jemand eine Firma im Raum Nürnberg die mit der Planung / Ausführung von Dämmungen bei Denkmalgeschützen Altbauten Erfahrung hat?

Vielen Dank im Voraus!

Silvester



ratlos in franken...



vorsichtig nachfrag: Hat keiner eine Meinung dazu? Mir ist natürlich klar, dass die Verwendung von EPS keine Begeisterungsstürme auslöst, aber das ich damit ein derartiges Schweigen auslöse hatte ich auch nicht gedacht... Ich bin ehrlich ratlos was ich machen soll. Kann mir keiner einen Tip geben?

Beste Grüße aus Franken

Silvester



wenn



Du dich hier im Forum erst einmal fachkundig durch die betreffenden Beiträge liest, dann wirst Du merken, daß Dein Aufbau grundsätzlich falsch ist. Da viele der Antworter auch einen Job haben, wird nicht auf jede stetig wiederkehrende Frage eine Antwort kommen.
Siehe hier: http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/192382$.cfm