Kann das weg oder ist das wichtig?

26.06.2013 eisi123



Hallo,
so nachdem 42qm³ Müll entsorgt sind, können wir uns jetzt so langsam aufmachen, die alten Dielen aus dem Dachboden raus zu bauen.
Das Dach besteht aus Stahlträgern, die auf den Längsträgern befestigt sind.
Nun haben wir unter zig Lagen Teppichen und PVC-Böden was entdeckt. Es sind 3 Befestigungen aus Metall, die von Längsträger zu Längsträger im Abstand von einem Meter gespannt sind. Sie sind ca 2-3 mm stark und 5cm breit und gehen auf Höhe des Bodens quer von Träger zu Träger.
Was ist das? Kann das weg?
Lieben Gruß,
Ingo



Windrispenbaender?



Sieht mir nach Windrispenbaender aus. Wenn das Haus ein Satteldach hat, wuerd ich die Dinger drin lassen, sonst blaest der naechste Sturm das Dach samt Giebel um. ;-)

Gruss Sascha aus Berlin



Wenn Sie diese Zugeisen/bänder



rausnehmen, könnte es passieren das aus Ihrem Steildach ein Flachdach wird......

Mit Grüßen
Danilo



Zugglieder



Stellen wir die Frage mal andersrum:
Warum glauben Sie das die Leute die dieses Tragwerk geplant bzw. errichtet haben und davon unzweifelhaft mehr Ahnung hatten als Sie SINNLOSE KONSTRUKTIONSTEILE eingebaut haben?



...



Nun ist ja der Ton schon wieder recht laut und ruppig ...

Windrispen ist quatsch (vermutlich aus Ihrer Beschreibung falsch verstanden), Zugeisen/bänder ist richtig!
Aus ihrem Bild (unscharf) geht trotzdem nicht wirklich genau hervor wie Ihre Dachkonstruktion am Ende aussieht. Ob da evl. was zusätzlich dazu gebastelt, verstärkt oder geändert wurde. Ob diese Zugbänder deshalb wirklich notwendig sind kann man hieraus nicht abschließend sagen.

Trotzdem sollten Sie hier Vorsicht walten lassen, und geplante Änderungen mit einem Fachmann vor Ort besprechen! Möglicherweise hat der dann auch eine geeignete Lösung parrat, die es Ihnen erlaubt die ggf. notwendigen Zugbänder entfernen zu können. Anderenfalls bliebe nur noch die Alternative den neuen Boden auf den Bestand aufzubauen.

Gruß aus Berlin,





Das mit dem "kann das weg" war ja auch mehr scherzhaft gemeint :-) Kommt halt von dem Spruch: Ist das Kunst oder kann das weg?
Der Boden muss komplett erneuert werden. Im 2. Weltkrieg ist das Haus von einer Brandbombe getroffen worden. Die tragenden Balken sind zwar was angebrannt, aber soweit noch okay. Die Bänder liegen halt direkt oberhalb des Bodens. Wenn ich die alten Dielen rausreiße und den neuen Boden einbaue, muss ich halt wissen, wie ich mit diesen Zugbändern umgehe. Kann ich sie unter dem neuen Boden einbauen oder müssen die Bänder frei bleiben? Ich glaube, dass ich mal einen Dachdecker fragen werde, ob er sich das mal ansieht. Eilt ja jetzt nicht, da wir noch eine komplette Etage zu entlehmen haben und noch ein Edelstahlrohr in den Schornstein einsetzt werden muss.



Spricht etwas dagegen,



den alten und ja offensichtlich tragfähigen Boden zu belassen und eine Dielung daraufzulegen?

Grüße

Thomas





Ja, da der Boden an vielen Stellen nicht mehr tragfähig ist.
Weiterhin sind vergammelte und verfaulte Stellen durch Wasserschäden vorhanden.





Die schlecht sichtbaren Stahlbänder am Boden sind wohl gemeint.

Man kann vermuten, dass die die Zuglast zwischen den beiden Fußpfetten, die vermutlich auch aus Stahl sind, aufnehmen sollen.

Die können dann nicht weg.

Bevor dieser Dachboden einer neuen Nutzung zugeführt wird, sollte die Konstruktion von einem Statiker geprüft werden.



Genau die



sind gemeint. Was kostet das, wenn ein Statiker sich das ansieht?
Kann man die Zugbänder irgendwie in den Boden einarbeiten?



Die Dachkonstruktion ...



... sollte sich der Statiker insgesamt mal ansehen und auf Tauglichkeit prüfen, bevor Sie daran gehen, den Dachraum in irgendeiner Weise auszubauen oder zu verändern.

Die Zugbänder sind nur ein Detail. Vielleicht zeigt bei genauerer Betrachtung noch so manch anderes + unkonventionelles, das überarbeitet werden sollte.

Ob die Dachkonstrutkion (Marke EIgenbau) für Ihre Zwecke verwendbar ist oder welche Maßnahmen zur statischen Ertüchtigung getroffen werden sollten, kann Ihnen der Statiker nach einer Baubegehung sagen. Stundenlöhne ab € 75,- netto + Fahrtkosten oder ein Pauschalhonorar sind die Regel.