Badezimmer über Gewölbe

04.02.2015 Historia


Badezimmer über Gewölbe

In meinem Fachwerkhaus 18. Jh. oder älter gibt es eine Kammer die als Abstellraum genutzt wurde. Der Raum hat nur ein Fenster direkt auf Nachbars Mauer, also als Zimmer eher nicht geeignet. Aber ein Bad würde gehen. Die Außenwand werde ich mit reichlich Lehm egalisieren. Der Boden ist ein mehrfach geflickter Dielenboden, vermutlich wurde da bei einer früheren Restaurierung etwa ein Meter an der Außenwand angeflickt. Der Boden ist auch abschüssig gegen die Wand.

Der Dielenboden ist trocken und auch in einem einigermaßen Zustand, wenn man bedenkt, dass er 40 Jahre unter PVC verbringen musste. Der Raum ist direkt über dem mittelalterlichen Gewölbekeller. Die Zu- und Abwasser erfolgen durch den Keller und die Leitungen zum darüber liegenden Bad laufen durch.

Ich würde jetzt gerne das Gefälle für eine offene Dusche nutzen. Der Boden muss wohl in jedem Fall raus und ich würde auch nicht gerne sehr viel höher kommen, da der Raum schon jetzt etwas nieder ist und ich nicht in allen Zimmern die Balken Freilegen will. Was braucht man da als Unterbau? Ich dachte an Boden herausnehmen. OSB-Platten, sauber Abdichten und dann eine Duschsystem mit Sperrfolie unter dem eigentlichen Duschteil dann Fliesen. Es gibt da Teile, da sind alle Komponenten bis zu den Randleisten mit eingearbeitet. Im Bereich des Abflusses kann ich sicher im Bereich der bisherigen Schüttung, was immer das ist einen tieferen Abfluss legen. Es ist ja ganz außen am Gewölbe und der Gewölbescheitel ist ca. 1 m tiefer als die restliche Kellerdecke.

Die Frage ist ob eine zusätzliche Abdichtung für die Fliesen ausserhalb der Dusche notwendig ist.

Zweiter Teil betrifft die Fliesen oder Tadelakt auf der Außenwand. Was nehme ich da am Besten.

Gruß Herbert





Ist das auf dem Foto nicht ein Fallrohr? Ich würde das nutzen. Was den Keller betrifft, mitelalterliche Gewölbe haben eine spezielle Statik, die Schüttung gehört dazu und stablisiert das Gewölbe. Wir haben nur einen preussischen Kappenkeller und da haben wir Herrn Böttcher hergeholt, um mit der Dame vom Denkmalamt das weitere Vorgehen hinsichtlich des Dielenbodens, des Schwammbefalls und der Statik bei Sanierung zu klären. Das war sehr sehr hilfreich.



Fallrohr


Fallrohr

werde ich in jedem Fall für die Toilette verwenden. Den Anschluss für die Dusche muss ich aber tiefer in das Rohr einführen sonst geht das nicht. Also dachte ich mir ich leg das gleich in den Keller wo ich leichter das Rohr öffnen kann. Auf dem Foto siehst du das Loch im Keller. das ist etwas 30x30 cm groß und im Moment mit Stroh "gedämmt". Da muss ich auch noch das Zuwasser durchlegen, da ich ja die beiden Wohnungen getrennt anfahre.

Bei wohl ca. 2 m Schüttung im Randbereich dürfte eine Leitung in den oberen 20 cm kaum einen Einfluss haben. Die Schüttung werde ich in jedem Fall belassen und es ist ausgeschlossen dass sich unter dem Boden ein betonierter Estrich findet.

Gruß Herbert