Bad mit GK-Platten

18.02.2014 Marc_h84

Bad mit GK-Platten

Guten Tag und Hallo zu meinem ersten Beitrag hier.
Erstmal vorweg, ich bin 29 jahre alt und habe das Haus meiner Oma übernommen.
Jetzt habe ich ein paar Fragen bezüglich dem Aufbau einiger Wände bzw. den Räumen. Aber eins nach dem anderen :)
Wie auf den folgenden Bildern zu sehen habe ich mir ein kleines Bad mit einer Deckenhöhe von 1,90m ausgebaut, leider habe ich mich zu spät informiert was so alles in einem Fachwerkhaus passieren kann und auf was man alles achten muss.
Wie auf den Bildern zu sehen haben Ich und mein Trockenbauer an die Aussenwand (die mit dem Fenster :) )grüne Gipskartonplatten angeklebt (punktuell. Zwischen der Aussenwand und den Gipsplatten ist ein Hohlraum. Muss Ich das jetzt alles zurückbauen um Tauwasser und Schimmel zu vermeiden? Anbei habe ich noch ein Bild von aussen angefügt.

Danke schon einmal für eure Antworten





hier nochmal das Aussenbild



Bad



Müssen Sie nicht, wenn:
- Die Platten wirklich luftdicht zum Innenraum hin versiegelt werden,
- bei Benutzung immer ordentlich gelüftet wird und
- das Bad vernünftig, also kontinuierlich, im Winter mit geheizt wird.

Die erste Forderung ist die problematischste. Die Wanne sauber eindichten. Die Platten ordentlich abdichten, vor allem Ecken, Stöße und Übergänge zur Decke und zum Fußboden. Die Außenwände komplett fliesen.
Die Decke nach oben zum DG diffusionsoffen dämmen falls dort nicht geheizt wird.





Gipskartonplatten verfügen über eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl von 8 - 10 µ. Das ist etwas besser als ein Teppichboden (5 µ).
Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass im Laufe der Zeit Wasserdampf in den Hohlraum gelangen und dann an der Innenseite der Bestandswand kondensieren wird. Somit muss Deine Frage leider mit einem klaren "Ja" beantwortet werden, es sei denn eine sichere Luftdichtigkeit kann hergestellt werden. Richtiges Heizen und Lüften wie von Herrn Böttcher beschrieben.

Gipskartonplatten sind im reinen Fachwerkbau wie bei Dir ohnehin sehr kritisch zu bewerten. Ein Gebäude aus Holz wird sich im Jahresverlauf bei wechselnden Temperaturen und Wetter immer ein wenig bewegen. Währen ein richtig verarbeiteter Putz kleinere Bewegungen noch aufnehmen kann, zeichnen sich die Gipskartonplatten durch deren Starrheit aus. Minimale Bewegungen bauen hier Spannungen auf, die sich dann im 60cm-Rhythmus wieder abbauen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Noch kann es geändert werden



Ich würde die Bestandssituation an der Außenwand nochmal zurück bauen, wir reden hier von 3 GKI-Platten 2 Sack Perlfix , 1o kg Fugenfüller (weiss !) 3 TRB-Leisten max 75.- € und einem Tag Arbeit insg. , also verschmerzbarer Betrag!
Bau es zurück und erstelle den Untergrund lufttaschenfrei, dann wieder zurück zum System wie gehabt und wie vom Vorschreiber beschrieben.

Ich nehm für Bäder nur noch Aquaplatten, zwar etwas teurer aber dafür definitiv sichere Sache



Bad



Da die Badaußenwand nur eine geringen Flächenanteil an der gesamtaußenwand hat und bei kompletrem überfliesen, wie ich es empfohlen habe, vorher grundiert wird sehe ich die Diffusionsfähigkeit dann stark eingeschränkt. Außerdem trocknet die Wand auch nach außen aus.
Abbrechen und neu bauen ist natürlich auch eine Option, bei den paar m². Dann aber bitte die Platten vollflächig im Buttering-Floatingverfahren aufkleben oder wenigstens im Wulst-Punktverfahren.





Danke für die ganzen Antworten, wenn es natürlich geht das wenn ich alles Fliese und richtig dicht mache nichts passiert dann würde ich das so versuchen. Die Aussenwand ist Ostseite und eigentlich auch Regen geschützt.
Nochmal eine andere Frage dazu, ich wollte eventuell das Fachwerk aussen komplett Aufdoppeln (unten und/oder oben auch) und nochmal neu ausputzen mit Lehm, lohnt sich das überhaupt? Hauptsächlich wollte ich dies machen um das Fachwerk was teilweise nur aufgemalt wurde durchgängig zu machen. Hat das dann einen besseren "Dämmwert"? Ich habe auch gehört das es Einblasdämmung gibt, bestimmt auch aus holzfasern, das wäre aber keine gute Alternative das von aussen hinter die vorhandenen Gipsplatten zu machen, oder?