Backstein Fassade sanieren

05.04.2017 Ralf L


Backstein Fassade sanieren

Hallo zusammen,

ich habe ein altes Häuschen Baujahr 1914. Die Wetterseite hat über die
Jahre etwas gelitten. Vereinzelt sind Steine abgeplatzt viele der Fugen sind porös und vom Vorbesitzer mit Zement dicht geschmiert worden. Durch die Fugen verlaufen Risse (unter anderem auch durch den Fenstersturz) Der Vorbesitzer hatte ein großes Carport an die Hauswand geschraubt was, so wie ich glaube, die Rissbildung gefördert hat.
Ich habe nun einige Angebote bekommen die mir aber nicht so recht zusagen.
Unter anderem soll für viel Geld Hydrophobiert werden... ich denke das ist nicht sinnvoll! Das Haus steht seit über 100 Jahren und früher wurde auch keine Chemiekeule geschwungen...... und im großen und ganzen sieht die Fassade dafür gut aus.

Wie sollte nun vorgegangen werden um die Fassade wieder hübsch zu machen und Schäden vorzubeugen.

Danke schon mal für eure Hilfe

Viele Grüße aus dem schönen Norden ;-)





Ja so eine Backsteinfassade ist eine schöne und im Unterhalt auch günstige Sache.

Bloß können die "richtigen" (Handwerks-) Künstler das schnell verderben.

Also ich würde da eher zur minimal invasiven Reparatur raten.

Die Hydrophobierung ist natürlich Quatsch. Wenn du Pech hast sieht es dann auch noch scheckig aus.

Der Erbauer hätte wenn es drauf angekommen wäre, vielleicht einen Becher Quark in den Fugenmörtel gekippt. Das kann man heute auch noch machen.

Beim nicht fachgerechten Ausbau der Fuge wird schon mal viel zerdeppert. Wenn die Kanten der Ziegel abgeplatzt sind oder witzig mit der Flex eingeschnitten wurden, hat der Regen nunmehr auch wieder leichteres Spiel.

Ein spezialisierter Fugunternehmer hat da spezielles Werkzeug und kloppt da nicht tagelang mit Hammer und Meißel rum.

Der Fugenmörtel und die Technologie der Verfugung sind ebenfalls die Achillesferse der zukünftigen Haltbarkeit.

Die sollte natürlich mit der Fugenkelle gemacht werden.

Die Fuge muss oberflächenbündig und kraftschlüssig ausgeführt werden. Das haben viele schon nicht drauf und an den Ziegelflanken klafft dann ein Spalt, weil der Mörtel ohne notwendige Nachverdichtung hart geworden ist..

Da geben die aber noch nicht auf und schlämmen nochmals drüber damit es nicht so auffällt. Und dann schön mit Flussäure die ganze Sauerei wegwaschen wollen. Schlimmer kann es dann kaum noch kommen.

Wenn ich da an ein Projekt in Leipzig denke, da ist das genauso gelaufen, da kriege ich schon wieder Puls.

Das Forumsmitglied Fischer, beschreibt auf seiner Webseite worauf es ankommt. Auch die Firma von Klaus Ruf, gibt wertvolle Hinweise zur richtigen Technologie.

Für die Wahl des richtigen Fugenmörtel gibt der Farbton einer originalen Fuge gute Hinweise.

Da auch drauf achten das später nicht Auswaschungen vom Bindemittel die Fassade versauen.

Das alles kann schief laufen, wenn man hier nicht aufpasst. Eigentlich alles handwerkliche Selbstverständlichkeiten, aber eben nicht immer.



Fassade



Die Fassade sieht für ihr Alter noch ordentlich aus. Mit ein paar kleinen Reparaturen hat man wieder für ein paar Jahrzehnte Ruhe.
Die Risse stammen weder vom Carport noch vom Zementmörtel der Reparaturversuche, schuld waren die Giebelgeometrie, die Flaschenzugkonsole neben der Dachluke und das unfachmännische Einsetzen des Fensters.
Die Balken abschrauben. Die Putzlisene kann man wieder reparieren, jedenfalls ein Fachmann. Die Risse in der Verfugung können mit farblich angepasstem Fugenmörtel repariert werden. Die paar abgescherbelten Ziegel würde ich erst mal so lassen. Falls sie weiter und schnell zerfrieren dann austauschen.
Alles in allem ein paar Kleinigkeiten.



Na das klingt doch schonmal gut



kennt jemand vielleicht noch eine Firma die so etwas seriös
übernimmt?

Danke erst mal für die Antworten.





Schaue doch mal hier, die findest du im "Fachwerk Branchenbuch".

http://www.fassadenreinigung-und-instandsetzungsservice.de/