Backhaus aktivieren

19.04.2018


ist ein neues Projekt.
Auf meinem Grundstück steht ein Backhaus, das 1675 zum erstenmal erwähnt wurde.
Zur Zeiten der DDR wurde das Gebäude als Hühner- und Kaninchenstall genutzt.
Jetzt habe ich das Gebäude instand gesetzt und möchte wieder ein Backhaus daraus machen.
Meine Frage dazu:
Hat schon einmal jemand so etwas gemacht und kann mit Hinweise geben, wie ich dieses Projekt umsetzen kann. Mein Schorni und auch die anderen Helfer und Fachleute haben keine Erfahrung mit so einem Häuschen und, um es vorsichtig zu umschreiben, schlagen die Hände über dem Kopf zusammen bei diesem Plan, aber ich will das machen.

Klaus



Danke für die Hinweise



doch ein Buch ist das Eine, doch wer hat so etwas schon einmal real gemacht ist das Andere.
Den Ofen zu mauern ist kein Thema, gemauert habe ich schon genug und kann dies auch.
Daher die Frage:
Wer hat so etwas schon einmal gemacht und wie und wie funktioniert das im Ort.


Klaus



Bäckerei?



ist bestimmt nicht mein Ziel.
Morgens so früh aufstehen und dann warten bis je,amd ein Brötchen kauft?
Noch einmal:
Ich habe ein Backhäuschen und das soll so wie vor Jahren wieder genutzt werden.
Früher wurde in dem Häuschen zu Weihnachten von den Bewohnern des Dorfes Plätzchen gebacken oder einmal im Monat richtige Brote, so erzählen dies mir die Mitbewohner

Klaus



Rezepte?



habe ich nicht gesucht.
Eigentlich brauche ich Hilfe, wie ich solch ein Backhaus neu installieren kann.
Der Ofenausbau fehlt und den möchte ich erneuern.
Und daher war und ist die Frage, wer hat schon einmal so etwas gemacht und kann Hinweise geben worauf zu achten ist, dass es nicht in Buxen geht.

Klaus



Hab' ich!



Ich hab´ mir einen Holzbackofen im Garten gebaut, allerdings freistehend und nicht innerhalb eines Backhauses.
Das hier kann ich Dir diesbezüglich auf jeden Fall empfehlen:

https://www.youtube.com/watch?v=fuYPzFl5Lak

https://www.grillsportverein.de/forum/forums/holzbackofen.76/

http://www.steinbackofenfreunde.de/forum/index.php

Mein Ofen hat sich bisher schon bei einigen Festen/Partys mit Pizza, Eintopf Braten usw. bewährt. Die Mühe lohnt sich, auch wenn er leider zu selten genutzt wird.
Den Ofen zum neuen/alten Dorfzentrum zu machen war allerdings nicht mein Ansatz.

Der Sockel ist aus KS-Vollsteinen mit Ziegelbögen als Sturz, obendrauf eine Betonplatte.
Der Brennraum ist ein Tonnengewölbe mit weichen Ziegelsteinen und Lehm gemauert, außen mit Lehm verputzt und armiert mit Jute.
Drumherum rechteckig mit Ziegelsteinen und Trasskalkmörtel, obendrauf ein Dach.
Innerhalb des Brennraums ist auf der Betonplatte eine ca 5cm Schicht gebundenes Liapor, darauf eine Sandsteinplatte, die wunderbar zum Pizzabacken funktioniert.
Feuerfesten Mörtel, Spezial-Weltraum-Zement oder Schamotte hab ich übrigens nicht benötigt. Ok, dafür hab ich ein paar Risse.
Den Zwischenraum zwischen äußerer Hülle und Brennraum habe ich mit Liapor gefüllt.
Über der Brennkammer gibt es einen Fuchsgang aus Pleva Rechteckrohr, der Kamin ist vorne im Bereich der Tür aufgesetzt.
Funktioniert alles recht gut, Risse hats natürlich gegeben, allerdings habe ich auch noch keinen ohne gesehen.
Die Abmessungen und Hilfestellungen habe ich hier aus dem Forum und aus den anderen beiden, siehe Link oben.
Besonders Georg Böttcher hat mir hier einige gute Tips geben können, was ja nun leider nicht mehr geht.
Vieles ist aber im Forum konserviert, man nutze die Suche und findet unter anderem:

https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/holzbackofen-feuerbeton-238226.html

Grüße



Backofen


Backofen

Hi,

also mit Backofen kenne ich mich aus.
Soll´s ein Buschbackofen werden?
welche Größe soll denn der Ofen bekommen?
zur Anschauung mal ein Ofen, der vor kurzem entstanden ist:
Bei Bedarf kann ich gern Infos zum Aufbau geben.



Backofen


Backofen

anbei Beispiel 2,

bei beiden Öfen wurden die Brennräume (Form einer Halbkugel) aus Vollziegeln (Abrissziegeln) gemauert. Als Mörtel wurde Kalkmörtel bzw. Lehm verwendet. Anschließend wurde über die Glocke mit einem Lehm/Strohgemisch ca. 25 cm dick bedeckt.