Austausch Eckständer - Tauwasser

13.06.2015 Mirko



Hallo an alle!

Kurze Vorgeschichte:
Das Haus selbst steht wohl seit 250 Jahren. Es existiert eine 90°- angebaute Scheune direkt an der Ecke (Baujahr unbekannt, geschätzt 1870) - Ecke berührt Ecke).
In Verlängerung des Giebels und in Scheunenbreite entstand ein Anbau. Von oben siehts aus wie das berühmte "Tetris-L"

Wir arbeiten uns Zimmer für Zimmer durch die Sanierung.

Nachdem wir so langsam im letzen Zimmer angekommen sind, gab es hier eine Überraschung.
Der Eckbalken zur Scheune/Anbau ist verfault. Es ist jedoch alles trocken. Das Fachwerk (Riegel) selbst ist ab ca. 20...25cm zum Eckbalken hin tragfähig und fest.

Holzfeuchte Riegel >30cm ca. 7%
Holzfeuchte Ständer ca. 9..12%

Das Holz des Eckbalkens ist braun und bröselig aber trocken.
Würfelbruch ist nicht erkennbar.
Es ist Pilzmyzel zu sehen, welches trocken ist, NICHT nach Haaren beim verbrennen riecht und biegsam ist.
Es sind Insektenlöcher durch das Myzel sichtbar. -> Insektenbefall nach Pilzwachstum.

Der Balken muss raus... Aber ich suche nach der Ursache.
Ich vermute Tauwasser und der Lauf der Dinge. Dagegen sprechen würde aber das absolut trockene Holz. Da müsste doch noch von diesem Winter etwas drin sein: Das Haus ist ja normal bewohnt.
Oder könnte das auch ein vergessener Feuchteschaden sein?

Wenn es Tauwasser sein sollte, wie kann man dem konstruktiv begegnen?
Innen ist Holzweichfaser+Wandheizung vorgesehen, jedoch nur an einer Außenseite. Evtl. in der Höhe des Ständers die Dämmung weglassen, damit die Wandheizung die Ecke "mitheizt"?


Mirko



noch ein Bild



...so siehts im Schnitt "von oben" aus.